Mord im Sommerpalast

Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi

Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi

Und ich dachte nach „Das verbotene Lied“, es könne nicht mehr schlimmer kommen …

Ja, ich hatte wirklich die Hoffnung, nachdem die Protagonisten alle eingeführt und die Situation bei Hofe vorgestellt ist, daß nun endlich im zweiten Band der Reihe alles ein wenig in Schwung kommt. Dabei hätte ich mir eigentlich doch denken können, daß die Fortsetzung zwangsläufig nur schlechter werden kann, oder?

Worum es in „Mord im Sommerpalast“ geht ist eigentlich völlig nebensächlich, aber damit ich selbst nicht so viel zu diesem Machwerk schreiben muß, hier der Klappentext:

Die anmutige Konkubine Pfauenauge hatte sich den heiß ersehnten Aufenthalt im Sommerpalast nördlich von Peking anders vorgestellt. Statt den Intrigen und der Dekadenz der Verbotenen Stadt zu entkommen, gerät sie mit dem kaiserlichen Hofstaat in tödliche Gefahr. Ein junger Eunuch wird grausam ermordet in der Pagode des Himmlischen Frühlings gefunden. Und Pfauenauges Vertrauter, Kleiner Brillant, weiß zu viel …

Ja, es passiert ein Mord, zwei sogar. Und irgendwie kommt auch heraus wer es war und warum. (Nicht daß das eine große Überraschung wäre, mir war das ziemlich gleich klar, aber egal.) Aber von einem Krimi, so mit detektivischer Arbeit und schlauen Schlußfolgerungen kann man hier ganz sicher nicht sprechen. Pfauenauge, die nichts weiter tut als sich selbst leid zu tun und gut auszusehen, stolpert in ihrer Tollpatschigkeit über die Lösung und ist dann auch noch davon überrascht. Ob es jemals einen dämlicheren Protagonisten in einem Buch gegeben hat? Ich glaube nicht!

Kein Wunder, daß der Heyne Verlag keine weiteren Bücher von Taiping Shangdi übersetzt hat, ehrlich! Das einzig Gute an dem Buch ist, daß es kurz ist. Und das Cover hat eine hübsche blaue Farbe. Das war es dann aber auch!

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