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Bewohnte Frau

Bewohnte Frau von Gioconda Belli
Bewohnte Frau von Gioconda Belli

Die junge, attraktive Architektin Lavinia steht am Beginn ihrer Karriere. Sie hat in Europa studiert und führt nun in der Hauptstadt ihrer lateinamerikanischen Heimat das unbeschwerte und sorgenfreie Leben einer unabhängigen Frau aus der Oberschicht. Ihre Rebellion gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse beschränkt sich auf gelegentliche Proteste gegen ihre allzu konservative Familie. Das ändert sich über Nacht, als sie sich in Felipe, ihren Kollegen, verliebt, der mit der Untergrundbewegung des Landes zusammenarbeitet. Während sie anfangs nur zögerlich „Beihilfe“ leistet, findet sie bald zu einer eigenständigen, auch von Felipes Vorstellungen emanzipierten Rolle im Kampf gegen Terror und Unterdrückung.

Nachdem ich von „Tochter des Vulkans“ so enttäuscht war, mußte ich unbedingt noch einmal „Bewohnte Frau“ lesen. Dieses Buch von Gioconda Belli hatte ich nämlich vor vielleicht 15 Jahren gelesen und war davon begeistert gewesen. Jetzt wollte ich überprüfen, ob ich damals nur irgendwie verblendet war oder ob sich Bellis Stil und Schreibqualität innerhalb von nur zwei Jahren, die von „Bewohnte Frau“ (1988) bis „Tochter des Vulkans“ (1990) vergangen sind, so verändert hat.

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Tochter des Vulkans

Tochter des Vulkans von Gioconda Belli
Tochter des Vulkans von Gioconda Belli

Sofia fühlt sich in ihrer Ehe mit dem patriarchalischen René buchstäblich eingesperrt. Er schneidet sie von jeglichem Kontakt mit der Außenwelt ab. Aber seine rebellische Frau weiß sich zu wehren. Ihr Wunschkind wird sie eines Tages bekommen, aber bestimmt nicht von diesem Mann!

Der Klappentext zu „Tochter des Vulkans“ ist einmal wieder reichlich unbefriedigend. In diesem Buch geht es nämlich nur zum Teil um die Ehe mit René. Diese Ehe nimmt vielleicht ein Drittel des Romans ein, aber nicht mehr. Vor allem geht es um Sofia, die, Halb-Zigeunerin, als Kind ihre Eltern verliert, und danach in einem kleinen Dorf bei Zieheltern aufwächst, immer eine Fremde, immer mit ihrem Schicksal ringend, immer im Verdacht mit dunklen Mächten im Bunde zu sein.

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