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Sturmfalke

Sturmfalke von Kaari Utrio
Sturmfalke von Kaari Utrio

Sinnlich und glänzend ist Kaari Utrios Roman: Die finnische Bestsellerautorin schickt ihren jugendlichen Helden aus dem Norden auf eine gefahrvolle Reise durch das Europa des 11. Jahrhunderts. Immer wieder trifft Olaf Sturmfalke dabei mit der geheimnisvollen Aure zusammen, die er seit seiner Kindheit kennt und die zauberische Kräfte besitzt. Ihr Gesang kann Menschen in den Schlaf geleiten und sogar Verwundete heilen … Eine leidenschaftliche Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Machtkämpfe des europäischen Mittelalters.

Ich mag ja historische Romane generell eher nicht. Dazu weiß ich zu viel über echte Geschichte. Trotzdem habe ich Kaari Utrios „Sturmfalke“ gelesen, um zu sehen, ob eine finnische Autorin irgendwie irgendwas anders machen würde. Um es kurz zu sagen: Nein.

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Im Jenseits ist die Hölle los

Im Jenseits ist die Hölle los von Arto Paasilinna
Im Jenseits ist die Hölle los von Arto Paasilinna

„Mein Tod kam für mich völlig überraschend.“ So kann es gehen, wenn „Mann“ beim Überqueren einer Straße allzu intensiv einer jungen Frau hinterherschaut und von einem Auto erfaßt wird. Doch überraschender ist für den soeben verstorbenen Journalisten, daß er fortan als Geist über den Dingen schweben und andere Tote treffen kann. Doch Vorsicht: Kein Geist lebt ewig und Dummheiten bleiben nie ohne Folgen …

„Im Jenseits ist die Hölle los“ ist ganz sicher nicht so schreiend komisch wie zum Beispiel „Der wunderbare Massenselbstmord“ von Arto Paasilinna. Eigentlich ist es kaum komisch, sondern eher bedächtig, wenn auch skurril.

Die Geschichte liest sich auch sehr gut und flüssig, selbst wenn keine große Handlung oder gar Spannung aufkommt. Vielleicht liegt es daran, daß ich mich persönlich dafür interessiere, Leute zu beobachten. Und etwas anderes macht der Protagonist eigentlich nicht. Mit dem Unterschied, daß er sowohl die (teilweise schon vor sehr langer Zeit) Verstorbenen als auch die Lebenden beobachten kann.

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Wie vergewaltige ich einen Mann?

Wie vergewaltige ich einen Mann? von Märta Tikkanen
Wie vergewaltige ich einen Mann? von Märta Tikkanen

An ihrem vierzigsten Geburtstag wird Eva Randers – Hilfsbibliothekarin, geschieden – von Martti Wester in eine Diskothek eingeladen. Nach ein paar Drinks gehen sie in seine Wohnung, wo er sie fesselt, mit Alkohol überschüttet und vergewaltigt. Eva liebt ihre zwei Söhne und ihre Arbeit; ihr sexuelles Leben ist nicht unbefriedigend. Doch dieses Erlebnis stürzt sie in eine Krise. Gewohnt, Probleme allein zu bewältigen, liefert sie sich der Erniedrigung und ihren wirren Gefühlen nicht einfach aus, sondern übt eines Nachts an Martti Wester sorgfältig geplante, bitter-komische Rache …

OK, dieser Klappentext ist so ziemlich das Ärgerlichste, was ich jemals gelesen habe. Zwar stimmen die ungefähren Fakten, aber die Frau heißt Tova Randers und sie trifft den Mann nicht in einer Diskothek sondern in einem Tanzlokal, in dem er sie anspricht. Und ihre Rache ist vieles, aber ganz sicher nicht komisch. Irgendwie hat man da doch wirklich den Eindruck, daß derjenige, der diesen Text geschrieben hat, höchstens den Pressetext zum Buch gelesen hat, oder?

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Der wunderbare Massenselbstmord

Der wunderbare Massenselbstmord von Arto Paasilinna
Der wunderbare Massenselbstmord von Arto Paasilinna

„Denkst du an Selbstmord? Du bist nicht allein!“ So lautet ein ungewöhnlicher Anzeigentext, der auf überraschend heftiges Interesse stößt. Niemals hätte der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonen mit der Existenz so vieler Gleichgesinnter gerechnet, als er beschliest, seinem Leben ein Ende zu setzen. Aus einem zunächst vagen Vorhaben entwickelt sich ein konkreter Plan: Ein Bus wird gechartert, um an einsamer Stelle gemeinschaftlich das Leben zu beenden. Am verabredeten Tag besteigen die unternehmungslustigen Selbstmordkandidaten schließlich guten Mutes das gemietete Gefährt – und starten ihre einzigartige Reise ohne Wiederkehr …

Als dieses Buch bei BookCrossing als Ring angeboten wurde, mußte ich natürlich gleich zuschlagen. Das klang so schräg, das wollte ich unbedingt lesen! Und ich habe es auf keinen Fall bereut.

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