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Chamäleon Cacho

Chamäleon Cacho von Raúl Argemí
Chamäleon Cacho von Raúl Argemí

Alles ist wie ausgelöscht, als der Journalist Manuel Carraspique nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Koma erwacht. Man hat ihn ins Krankenhaus eines argentinischen Provinznestes gebracht, wo er, ans Krankenbett gefesselt, vor sich hin deliriert. Bis er begreift, wer im Bett neben ihm liegt: ein bis zur Unkenntlichkeit entstellter indianischer Exorzist, der im Wahn seine Familie niedergemetzelt haben soll.

Manuel wittert die Story seines Lebens und bringt seinen Bettnachbarn zum Reden. Haarsträubendes kommt ans Licht, und immer wieder fällt der Name „Cacho“ – ein Priester, ein Dealer, ein während der Diktatur gefürchteter General? Ein atemberaubendes Verwirrspiel nimmt seinen Lauf, bei dem die Grenzen zwischen Erinnern und Vergessen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verwischen drohen.

Raúl Argemí hat mit „Chamäleon Cacho“ ein kleines Meisterwerk geschaffen. Auf gerade einmal 150 Seiten erzählt er eine Geschichte, wie sie jeder Independent-Filmer nicht besser machen könnte. Tatsächlich befindet er sich in guter Gesellschaft von Filmen wie „Identität“ oder „Memento“. Und ich würde dieses Buch gerne verfilmt sehen, ganz ehrlich.

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