Archiv für Irland

Das Bildnis des Dorian Gray

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. November 2011 by lady8jane
Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Es ist der Traum eines jeden Menschen, nicht altern zu müssen. Für den jungen, aufstrebenden Dorian Gray geht dieser Traum auf mysteriöse Weise in Erfüllung. Nachdem der Maler Basil Hallward ihn für einen Freund portraitiert hat, geschieht das Unglaubliche: Während das Gesicht auf dem Bild von Tag zu Tag älter wird, scheint Dorian ewig jung zu bleiben. Jahr um Jahr geht ins Land, doch sein Gesicht ist immer noch das eines wunderschönen Jünglings. Sein blendendes Aussehen verschafft ihm Erfolg bei Frauen und Männern, die allesamt fasziniert sind von seiner unvergänglichen jugendlichen Schönheit. Er verkehrt in den besten Gesellschaftskreisen, verbringt Stunden vor dem Spiegel, um sich herauszuputzen, und führt das mondäne Leben eines Dandys.

Doch Dorian hat auch etwas Beunruhigendes. Je länger der Spuk dauert, desto verwunderter fragen sich die Leute, was es mit seiner unvergänglichen Jugend auf sich hat. Der Maler Hallward sucht nach seinem Portrait von einst, und Dorians Geheimnis droht entdeckt zu werden. Doch das kann Dorian nicht zulassen. Was als Traum ewiger Schönheit begonnen hat, wird zum Alptraum …

„Das Bildnis des Dorian Gray“ ist eines meiner Lieblingsbücher. Es ist definitiv die beste Prosa, die Oscar Wilde geschrieben hat (und ich bin ein großer Fan von Wilde).

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Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Mai 2009 by lady8jane
Ein Porträt des Künstlers als junger Mann von James Joyce

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann von James Joyce

Stephen Dedalus ist ein kränklicher, blasser Einzelgänger im Irland des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Doch er hat seinen eigenen Kopf. In der Jesuitenschule weigert er sich, seinen Lehrern gegenüber blinden Gehorsam zu leisten. Er sagt sich los von seinem religiösen Elternhaus und den Überzeugungen seiner Lehrer, entscheidet sich gegen den Priesterberuf und geht stattdessen seinen eigenen Weg. Er weiß, daß er zum Künstler bestimmt ist. Einfühlsam und mit großer sprachlicher Raffinesse erzählt Joyce davon, wie aus dem schüchternen Stephen ein führender Künstler wird, der immer wieder Rechenschaft über seine kreativen Fortschritte ablegt. So läßt sich „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ nicht zuletzt als ein Kommentar von Joyce über seine eigene Entwicklung als Schriftsteller begreifen.

James Joyce‘ erster Roman ist deutlich zugänglicher als seine späteren Werke „Ulysses“ (1922) und „Finnegans Wake“ (1939), verrät aber bereits die Meisterschaft seines avantgardistischen Erzählstils. In diesem Bildungsroman wird alles aus der Perspektive des Protagonisten geschildert; der Text bietet so dem Leser einen subjektiven Blick auf die Welt.

Vor allem aber ist „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ das Buch, das Joyce‘ Weg in die Moderne vorzeichnet. Hier verwendet er das erste Mal die absolute Ichperspektive, hier wird das erste Mal in seinem Werk absolut subjektiv erzählt. Noch nicht der extreme Stil, wie er ihn in „Ulysses“ oder „Finnegans Wake“ verwendet, aber ein Anfang, und noch dazu ein guter.

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Nur nicht unsichtbar werden

Posted in Alexandria, BRIGITTE-Hörbuch-Edition with tags , on 14. September 2007 by lady8jane
Nur nicht unsichtbar werden von Nuala O'Faolain

Nur nicht unsichtbar werden von Nuala O'Faolain

Irland in den 50er Jahren. Eine junge Frau und ein junger Mann verlieben sich ineinander, heiraten und bekommen viele Kinder. Ohne jemals darüber nachgedacht zu haben, was das eigentlich bedeutet, ohne es im Grund jemals gewollt zu haben. Daran gehen beide zugrunde. Nuala O’Faolain ist eines dieser ungeliebten Kinder aus dieser seltsamen Zeit. Ihr autobiographischer Roman wurde aus einem sehr schönen, schlichten Grund ein Bestseller: So ein Buch hatte es vorher nicht gegeben.

Monica Bleibtreu spricht Nuala O’Faolains Lebensgeschichte so still und zurückhaltend, wie es nur eben geht. Besser kann man diesem Text nicht gerecht werden.

„Nur nicht unsichtbar werden“ ist ein Buch, bei dem ich nicht so recht weiß, was ich von ihm halten soll. Es hat wunderbare und berührende Momente. Wenn Nuala O’Faolain über das Alter und Einsamkeit spricht zum Beispiel, ist das sehr bewegend.

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Meg Finn und die Liste der vier Wünsche

Posted in Alexandria with tags , on 7. Juni 2007 by lady8jane
Meg Finn und die Liste der vier Wünsche von Eoin Colfer

Meg Finn und die Liste der vier Wünsche von Eoin Colfer

Ich mag die Artemis Fowl Bücher von Eoin Colfer sehr sehr gerne und habe deshalb auch gleich „hier“ geschrien, als „Meg Finn und die Liste der vier Wünsche“ bei BookCrossing als Ring angeboten wurde. Das Buch ist auch ganz vergnüglich zu lesen, nur reicht es leider nicht an die Artemis Fowl Reihe heran.

Und darum geht es:

Meg Finn, 14 und gescheiterte Einbrecherin, wird auf die Erde zurückgeschickt, um sich den Eintritt in den Himmel zu verdienen. Und das ausgerechnet mit einem Höllenhund auf den Fersen, der ihre Seele für die Unterwelt sichern soll!

Ich habe lange darüber nachgedacht, was denn dieses Buch weniger brillant macht, als die anderen von Colfer. Klar, das Gute gewinnt zum Schluß und das ist etwas, das mir nicht unbedingt schmeckt. Aber die Besatzung aus der Hölle ist trotzdem nicht unsympathisch dargestellt, Petrus dagegen ist nicht nur sympathisch und gut. Genügend Ambivalenz also, könnte man sagen.

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Das Elfenportal

Posted in Alexandria with tags , on 7. Mai 2007 by lady8jane
Das Elfenportal von Herbie Brennan

Das Elfenportal von Herbie Brennan

Zwischen den Säulen des Elfenportals lodert ein gleißendes blaues Feuer. Elfenprinz Pyrgus Malvae ist in großer Gefahr. Um seinen Verfolgern zu entkommen, gibt es für ihn nur noch einen Weg: die Flucht durch das Portal. Denn die Flammen darin führen direkt in die Gegenwelt …

Und das ist natürlich unsere! Über viele Strecken fühlt man sich in „Das Elfenportal“ von Herbie Brennan allerdings an die Bücher von Eoin Colfer erinnert. Elfen und Dämonen benutzen ausgefeilte Technik neben ihrer Magie, alles ist deutlich skurril und mit leicht ironischem Unterton geschrieben. Die Helden sind jung und vorwitzig oder alt und exzentrisch.

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