Archiv für Marcel Proust

Eine Liebe Swanns

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2011 by lady8jane
Eine Liebe Swanns von Marcel Proust

Eine Liebe Swanns von Marcel Proust

Swann ist hoffnungslos verliebt. Seit er festgestellt hat, daß die schöne Odette einer Figur in einem Gemälde Botticellis gleicht, kann er seine Augen nicht mehr von ihr abwenden. Seine Aufmerksamkeit schmeichelt ihr zunächst, und sie führt ihn in den Salon der Verdurins ein. Doch nach und nach verliert sie das Interesse an Swann – der ihr nur um so bedingungsloser verfällt. Als er eines Tages mit ihrer Untreue konfrontiert wird und feststellen muß, daß Odette eigentlich eine Dame aus der Halbwelt von zweifelhaftem Ruf ist, scheint er aus einem bösen Traum zu erwachen und erkennt mit einem Mal, daß er Jahre seines Lebens mit der Liebe zu einer Frau verbracht hat, die es nicht wert war, so vergöttert zu werden.

„Eine Liebe Swanns“ (1913) ist eine psychologische Studie, die Proust Meisterschaft verrät, feinste Nuancen des Seelenlebens in Worte zu fassen und intimste Gefühlsregungen literarisch erfahrbar zu machen. Vor den Augen des Lesers entsteht ein Kaleidoskop der Emotionen zwischen erwachender Liebe, brennender Leidenschaft und verzehrender Eifersucht. Zugleich portrait Proust satirisch das großbürgerliche und adlige Gesellschaftsleben in einer untergangenen Welt: dem Fin de siècle.

Ich hatte vorher noch nie etwas von Marcel Proust gelesen, aber natürlich schon viel von ihm gehört. Nachdem ich jetzt mit „Eine Liebe Swanns“ zumindest einen seiner Romane kennengelernt habe, muß ich sagen, Proust ist gar nicht so schwer zu lesen wie alle immer tun. Gut, er ist kein großer Freund von Absätzen und seine Sätze oder besser Satzkonstrukte sind sehr lang. Aber wenn man einmal „Die Akazie“ gelesen hat, dann ist Proust noch vergleichsweise harmlos. Seine Sätze sind zumindest grammatikalisch richtig und ordentlich durch Interprunktion gegliedert.

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