Archiv für Frankreich

Schattenmund

Posted in Alexandria with tags , on 21. Mai 2018 by lady8jane
Schattenmund von Marie Cardinal

Schattenmund von Marie Cardinal

Marie Cardinal, 1929 geboren, wuchs in Algier auf und studierte in Paris Philosophie. 1953 heiratete sie und bekam in vier Jahren drei Kinder. 1953 bis 1960 lehrte sie an Auslandsgymnasien. In der Reihe „neue frau“ liegen bereits mehrere Veröffentlichungen der auch in Deutschland sehr erfolgreichen Autorin vor.

In „Schattenmund“ erzählt sie die abenteuerliche Geschichte ihrer Analyse, die sie mit Dreißig beginnt, als sie wegen ständiger Blutungen und Halluzinationen zu normalen Kontakten mit der Außenwelt nicht mehr fähig ist. Leidenschaftliche Anklagen brechen aus ihr heraus, gegen die scheinbar kaltherzige Mutter und eine erstarrte bürgerliche Gesellschaft. Nach sieben Jahren hat Marie Cardinal nicht nur ihre Krankheit überwunden, sondern auch zu sich selbst gefunden; aus dem menschlichen Wrack ist eine selbstbewußte, neugierige Frau geworden.

Nachdem mir „Die Reise nach Algerien“ von Marie Cardinal ja sehr gut gefallen hat, habe ich mich auf „Schattenmund“ sehr gefreut. Im Nachhinein muß ich allerdings sagen … vielleicht hätte ich es lieber doch nicht lesen sollen.

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Die drei Musketiere

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Mai 2018 by lady8jane
Die drei Musketiere von Alexandre Dumas

Die drei Musketiere von Alexandre Dumas

„Einer für alle – alle für einen!“, so lautet der Wahlspruch der Musketiere, der ruhmreichen Leibgarde des französischen Königs Ludwigs XIII. Auch der junge Edelmann d’Artagnan zieht aus der Gascogne nach Paris, um als Musketier Rum und Ehre zu erringen. Er gerät mitten hinein in eine Welt höfischer Abenteuer und Intrigen. Gemeinsam mit seinen Freunden, den Musketieren Athos, Porthos und Aramis kämpft er gegen die Garde des Kardinals Richelieu und die Machenschaften der ebenso schönen wie skrupellosen Mylady.

Alexandre Dumas hat viele klassische Abenteuerromane geschrieben. „Die drei Musketiere“ ist ein Weltbestseller, der noch heute seine Leser fasziniert.

Ich habe ja schon bei „Der Club Dumas“ bekannt, ein großer Fan Alexandre Dumas‘ zu sein. Und „Die drei Musketiere“ waren für mich immer DAS Buch von ihm. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich es schon gelesen habe, und trotzdem macht es jedesmal wieder neu Spaß. Genauso wie all die Musketier-Filme, die ich immer noch und immer wieder gerne ansehe.

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In 80 Tagen um die Welt

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. November 2017 by lady8jane
In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne

In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne

Phileas Fogg schließt mit den Mitgliedern seines vornehmen Londoner Club eine abenteuerliche Wette: In 80 Tagen will er um die Welt reisen! Ein riskantes Unternehmen, vor allem, weil er dabei sein gesamtes Vermögen aufs Spiel setzt- Mit seinem Diener Passepartout begibt er sich auf Weltreise, per Schiff, mit der Eisenbahn, aber auch auf dem Elefantenrücken. Sie retten in Indien der jungen Witwe Auda das Leben, kämpfen in Amerika gegen Indianer und müssen viele Gefahren meistern. Und dann ist da auch noch der Londoner Detektiv, Mister Fix. Er verfolgt Phileas Fogg hartnäckig, weil er ihn für einen raffinierten Bankräuber hält. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Jules Verne, einer der Wegbereiter des modernen utopischen Romans, hat mit „In 80 Tagen um die Welt“ eines seiner spannendsten und vielseitigsten Bücher geschrieben.

Ich liebe Jules Verne! Schon immer habe ich seine Bücher verschlungen, und wahrscheinlich ist er „schuld“ an meinem Steampunk-Fimmel. Aber er schafft es auch einfach ganz genial, Science Fiction, spannende Geschichten, tolle Charaktere und Humor zu verbinden.

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Fisch aus Gold

Posted in Alexandria with tags , on 7. Oktober 2017 by lady8jane
Fisch aus Gold von Jean-Marie Gustave Le Clézio

Fisch aus Gold von Jean-Marie Gustave Le Clézio

Nachdem Jean-Marie Gustave Le Clézio den Literaturnobelpreis bekommen hat, habe ich „Fisch aus Gold“ auf meiner Leseliste ganz nach vorne geschoben. Und ich habe es nicht bereut! Darum geht es:

Laϊla heißt auf Arabisch die Nacht, und die dunklen Seiten der Welt erfährt die junge Afrikanerin ohne Wurzeln und Identität auf ihrer Odyssee durch Frankreich und Amerika. Le Clézio, der große französische Autor, erzählt die bewegende und aktuelle Geschichte Laϊlas, einer illegalen Einwanderin.

Ich muß ehrlich sagen, daß ich bei diesem Klappentext eine dieser arme-Frau-wird-mißhandelt-Jammergeschichten befürchtet hatte. Aber Le Clézio macht etwas völlig anderes aus dem Stoff. Das liegt vor allem daran, daß seine Protagonistin kein Opfer ist, oder zumindest nicht nur. Sie ist auch Täterin, ist ambivalent wie die meisten Charaktere in diesem Buch. Laϊla hat schwere Schicksalsschläge einzustecken, aber sie hat auch großes Glück. Immer wieder findet sie Menschen, die gut zu ihr sind, Menschen, die sie durchfüttern, bei sich wohnen lassen und sogar fördern. So bekommt sie eine umfangreiche Bildung, lernt Klavier spielen und singen. Immer wieder geht sie durch sehr tiefe Täler, aber sie wird durch diese Phasen der Katharsis stärker und geht schließlich ihren Weg.

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Mitsou

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. August 2013 by lady8jane
Mitsou von Colette

Mitsou von Colette

Mitsou, 24 Jahre alt, ist Revuestar am Pariser Montmartre: „… keine Nase – oder so gut wie keine -, sehr große Augen, so schwarz wie das Haar, runde Wangen und ein kleiner, trotziger, frischer Mund.“ Sie scheint sich besser auszukennen mit Verehrern als ihre allzu rasch und oft verliebte Freundin Petite Chose und weiß sie zu nehmen, ohne sich etwas zu vergeben: „Gott sei Dank habe ich in den drei Jahren, seit ich mit Pierre beisammen bin, vergessen, was Unannehmlichkeiten sind.“ Aber dann schleppt Petite Chose zwei Leutnants in die Theatergarderobe. Einer ist blau gekleidet. Mit seinem Auftauchen und seinem Brief an Mitsou wird alles anders. Sie antwortet, ein Briefwechsel entsteht zwischen Mitsou und dem Leutnant und zeigt eine zarte, allmählich zwischen ihnen wachsende Liebe. Es kommt zur ersehnten und entscheidenden Begegnung, in der sich Enttäuschung und Hoffnung gleichermaßen bittersüß mischen und die Verliebten soviel voneinander erfahren, was sie zuvor nicht erahnten und erst recht nicht wußten …

„Mitsou“ ist ein extrem süßes kleines Buch. Colette schafft es wunderbar die Stimmung ihrer Charaktere einzufangen, ihre kleinen Eitelkeiten und ihre großen Sehnsüchte. Und man kann nicht anders als Mitleid zu haben mit Mitsou und ihrem Leutnant, die beide die große Liebe suchen und doch nicht finden.

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Mord im Sommerpalast

Posted in Alexandria with tags , on 7. November 2012 by lady8jane
Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi

Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi

Und ich dachte nach „Das verbotene Lied“, es könne nicht mehr schlimmer kommen …

Ja, ich hatte wirklich die Hoffnung, nachdem die Protagonisten alle eingeführt und die Situation bei Hofe vorgestellt ist, daß nun endlich im zweiten Band der Reihe alles ein wenig in Schwung kommt. Dabei hätte ich mir eigentlich doch denken können, daß die Fortsetzung zwangsläufig nur schlechter werden kann, oder?

Worum es in „Mord im Sommerpalast“ geht ist eigentlich völlig nebensächlich, aber damit ich selbst nicht so viel zu diesem Machwerk schreiben muß, hier der Klappentext:

Die anmutige Konkubine Pfauenauge hatte sich den heiß ersehnten Aufenthalt im Sommerpalast nördlich von Peking anders vorgestellt. Statt den Intrigen und der Dekadenz der Verbotenen Stadt zu entkommen, gerät sie mit dem kaiserlichen Hofstaat in tödliche Gefahr. Ein junger Eunuch wird grausam ermordet in der Pagode des Himmlischen Frühlings gefunden. Und Pfauenauges Vertrauter, Kleiner Brillant, weiß zu viel …

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Der Liebhaber

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. April 2012 by lady8jane
Der Liebhaber von Marguerite Duras

Der Liebhaber von Marguerite Duras

Alt ist sie geworden, die französische Schriftstellerin. Zu viel Alkohol hat ihr Gesicht ruiniert. Dabei war sie früher einmal so wunderschön, so verführerisch. Wie war das damals gewesen, vor vielen Jahren, die exotische Affäre mit dem Asiaten? Sie träumt sich zurück nach Indochina, an die Ufer des Mekongs. Noch einmal erwacht alles vor ihrem inneren Auge: wie sie sich, damals noch beinahe ein Kind, bei der Überquerung des Flusses in einen fast doppelt so alten, reichen Chinesen verliebt. Wie er sie bald jeden Tag in seiner Limousine von ihrer Mädchenschule in Saigon abholt und jeden Tag auf ihr Verlangen hin tiefer in die Geheimnisse der Liebe und der Sexualität einweiht. Eine wilde, unbezähmbare, doch gesellschaftlich unmögliche amour fou entbrennt zwischen den beiden. Der Chinese verliebt sich in sie, doch sie will als Prostituierte behandelt werden, und ihre Familie, die das Geld dringend benötigt, schweigt. Erst auf der langen Rückfahrt nach Frankreich wird der jungen Frau bewußt, daß sie einen schweren Fehler begangen hat.

Duras‘ autobiographisch inspirierter Roman über ihre Jugend wurde 1984 ein Bestseller. Sie selbst bezeichnete das mit dem angesehenen „Prix Goncourt“ ausgezeichnete Werk als „das leichteste Buch, das ich jemals geschrieben habe“.

Wieder einmal ein Klappentext, der wirklich und absolut unmöglich ist! „Der Liebhaber“ ist vieles, aber ganz sicher keine geradelinige Geschichte. Und auch die Entscheidung, als Prostituierte behandelt zu werden, fällt nicht so bewußt, wie das hier dargestellt wird, noch trifft das Mädchen die Entscheidung nach Frankreich zurückzugehen. Aber vor allem und auf keinen Fall geht es in diesem Roman um Reue.

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