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Mararía

Mararía von Rafael Arozarena
Mararía von Rafael Arozarena

Im Dorf Femés, bei den Feuerbergen Lanzarotes ist es Sache der Hunde, den anbrechenden Morgen zu verkünden. Wütend bellen sie den Kirchturm an, der schwarz und hoch gegen den Himmel steht. Die Leute sagen, daß die Hunde den Turm mit Mararía verwechseln, denn auch sie ist von hoher dunkler Gestalt. Nur die Augen leuchten wie die Bronze der Glocken und erinnern an jene Frau, die einst das verführerischste Mädchen der Insel war – bevor Eifersucht und Gewalt, Liebe und Wahnsinn über sie hereinbrachen.

„Mararía“ zeigt wieder einmal beeindruckend, wie genial spanische Autoren sind. Bisher wurde ich noch nie von einem spanischen Autoren enttäuscht und auch Rafael Arozarena ist einfach wunderbar. Sein Schreibstil ist dermaßen plastisch, farbenprächtig und poetisch, daß man sich die Menschen, das Land und vor allem das Wetter und die Stimmung ungeheuer gut vorstellen kann. Das mag damit zu tun haben, daß Arozarena auch Lyriker ist.

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