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Das Leben der Insekten

Posted in Alexandria with tags , on 21. Mai 2013 by lady8jane
Das Leben der Insekten von Wiktor Pelewin

Das Leben der Insekten von Wiktor Pelewin

Die fünfzehn Episoden des Romans sind keine klassischen Allegorien, in denen Tiere für Menschen stehen, um „menschliche Schwächen“ aufzuspießen (eine übliche Präparationsform für Insekten, wie man weiß). Pelewin geht einen schwierigeren Weg. Er läßt die Tiere leben, wodurch auch der Mensch in ihnen richtig Mensch sein darf. Seine Protagonisten sind stets beides zugleich: Mensch und (Kerb-)Tier. Sie verpuppen und entpuppen sich immerzu als zutiefst animalische und höchst vergeistigte Wesen, was zu grotesken Zerreißproben führt.

„Das Leben der Insekten“ ist ein wirklich außerordentlich vergnügliches Buch, wenn man bereit ist, sich auf Wiktor Pelewins Konzept einzulassen. Und das ist eigentlich ganz einfach: Insekten sind Menschen sind Insekten sind Menschen. Wenn man erst einmal akzeptiert hat, daß Sam Sucker eine Mücke UND ein amerikanischer Geschäftsmann ist, dann ist dieses Buch wirklich ganz ausgezeichnet.

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