Schlagwort-Archive: Leo Perutz

Der schwedische Reiter

Der schwedische Reiter von Leo Perutz
Der schwedische Reiter von Leo Perutz

Krieg und Barbarei beherrschen die Szenerie um 1700, in der ein namenloser Dieb und der desertierte schwedische Edelmann Christian von Tornefeld aufeinander treffen und der erste mit List und Tücke, aber auch aus Liebe zu einer jungen Frau die Identität des anderen annimmt. „Das Schicksal hatte ihn oft genug vor die Wahl gestellt, ob er lieber Hungers sterben oder gehenkt werden wollte. Und jetzt, da er seinem Landstreicherleben ein Ende machen und seine Freiheit hingeben wollte für ein Stück Brot alle Tage und ein Dach über dem Kopf, jetzt überkam ihn eine trotzige Begierde, hinauszugehen dorthin, wo der scharfe Wind pfiff, und noch einmal, ein letztes Mal, mit dem Tod eine Courante zu tanzen.“ Der Dieb begegnet einem phantastischen Panoptikum von Figuren wie dem Malefizbaron, der roten Lies und dem schwarzen Ibitz. Er wird Hauptmann einer Kirchenräuberbande und heiratet nach Auflösung der Bande unter dem Namen Christian von Tornefeld jene junge Frau Maria Agneta. Die Tochter Maria Christine wird geboren und das Glück ist groß …

Wie schon öfter erwähnt, bin ich kein Fan von historischen Romanen. Leo Perutz‘ „Der schwedische Reiter“ hat mich trotzdem begeistert. Das mag daran liegen, daß das Buch mich über weite Strecken an eines meiner Lieblingsbücher, „Krabat“, erinnert. Nicht unbedingt wegen des Themas sondern wegen der Stimmung. Obwohl auch hier eine verwunschene Mühle und ein unheimlicher Müller vorkommen. Zurecht nennt Daniel Kehlmann Perutz „den größten magischen Realisten unserer Sprache“.

Der schwedische Reiter weiterlesen