Schlagwort-Archive: Nagib Machfus

Echnaton

Echnaton von Nagib Machfus
Echnaton von Nagib Machfus

Wenige Jahrzehnte nach Echnatons Tod geht der junge Historiker Merimun auf die Suche nach der Wahrheit. Er befragt vierzehn Zeitzeugen nach ihren Erlebnissen: Generäle, Priester, Künstler, enge Vertraute und Familienmitglieder erzählen ihm ihre Geschichte. Nach Echnatons Sturz und der Niederlage der Utopie stehen in ihren Berichten Hass und stille Bewunderung dicht nebeneinander. Zuletzt dringt Merimun auch zu Nofretete vor. Von den neuen Machthabern in einem zerfallenen Palast eingesperrt, wird sie sich des Verrats an ihrer großen Liebe bewußt.

Ich merke immer wieder, daß ich historische Romane eigentlich nur mag, wenn sie sich sehr modern geschrieben sind. Nagib Machfus‘ „Echnaton“ erzählt natürlich aus der Zeit der Pharaonen. Gleichzeitig stellt er aber, ähnlich wie Max Frischs „Stiller“ die Frage nach der Wahrheit. Bzw. die Frage, was das ist, Wahrheit und ob es sie in absolutum geben kann. Die Frage nach der Identität, ja nach Realität. In seiner Herangehensweise ist Machfus dabei leichter als Frisch, zugänglicher für den Leser.

Echnaton weiterlesen