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Timimoun

Timimoun von Rachid Boudjedra
Timimoun von Rachid Boudjedra

Rachid Boudjedra, der bedeutendste algerische Schriftsteller der Gegenwart, hat mit „Timimoun“ eine Liebeserklärung an die Wüste und die Liebe geschrieben.

„Ich falle ins Unheil der Menschenschicksale, so pathetisch und jammervoll, nun bin ich verliebt und zum Heulen eifersüchtig, weil Sarah für diesen jungen schwarzen Musiker schwärmt, gegen den ich überhaupt keine Chance habe“, klagt ein ehemaliger Pilot, homosexuell, der als Reiseleiter mit Sarah und anderen Touristen in der Sahara unterwegs ist.

Mir hat ja schon „Fluchten“ von Rachid Boudjedra gut gefallen. Also habe ich auch bei „Timimoun“ zugegriffen, zumal das Buch sehr schmal ist. Außerdem hat es mich interessiert, wie ein algerischer Schriftsteller einen homosexuellen Charakter darstellt.

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Fluchten

Fluchten von Rachid Boudjedra
Fluchten von Rachid Boudjedra

Die Geschichte spielt in einer Familie von Pferdezüchtern. Ila, dessen Leben schmerzlich von seiner Unfruchtbarkeit bestimmt wird, füllt sein Leben zum einen mit seiner Passion für das Pferdezüchten an, zum anderen durch die Adoption einer Reihe von Kindern. Er unternimmt lange Reisen in Nachahmung der großen Reisenden, deren Reiseberichte zu seiner Standardlektüre gehören.

Die permanente Suche des Protagonisten, dessen Leben von Reisen, Irrfahrten und Fluchten bestimmt ist, entführt den Leser in verschiedene Stationen – Constantine, Tunis, Algier, Moskau, Peking, Hanoi, Barcelona, Paris -, die mit einfühlsamer Liebe zum Details beschrieben werden.

Nach diesem Klappentext hatte ich ein beschauliches Buch über Reisen und die Begegnungen in verschiedenen Städten erwartet. „Fluchten“ ist alles mögliche, aber beschaulich ganz sicher nicht. Ich kannte bisher nichts von Rachid Boudjedra, deshalb hat er es hier geschafft, mich zu überraschen, ja, mich zu überwältigen.

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