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Irakische Rhapsodie

Irakische Rhapsodie von Sinan Antoon
Irakische Rhapsodie von Sinan Antoon

In der Direktion der Staatssicherheit wird ein Manuskript gefunden, das ein Gefängnisinsasse in einer schwer entzifferbaren Schrift verfaßt hat. Ein Parteigenosse erhält den Auftrag, den verdächtigen Text lesbar zu machen.

Lange hat Furât, der Verfasser des Manuskripts, Anglistikstudent und angehender Schriftsteller, gezögert, bevor er die weißen Blätter, die ihm ein Mitinsasse heimlich zugesteckt hatte, zu füllen begann. Ein gefährliches Unterfangen. Das Land befindet sich im Krieg, das totalitäre Regime duldet keinerlei Abweichung. In faszinierendem Wechsel zwischen Erinnerung und Gegenwart, Reflexion, Angst- und Wunschträumen schildert der junge Mann das Leben der Studenten mit seinen abstrusen Verordnungen und Verboten, den aufgezwungenen Massenveranstaltungen, aber auch die glücklichen Momente mit seiner Geliebten und seiner Großmutter – zwei nicht konformen Frauen, die ganz entscheidend zu seinem Durchhalten beitragen.

Schreiben als Widerstand: Mit der „Irakischen Rhapsodie“ ist Sinan Antoon ein eindrucksvolles, poetisches Debüt gelungen.

Eigentlich ist dem Klappentext kaum noch etwas hinzuzufügen. „Irakische Rhapsodie“ ist ein ausgesprochen gelungenes Werk über totalitäre Systeme, Unterdrückung und Folter. Die Wechsel zwischen den Erzählebenen im Gefängnis und Furâts Erinnerungen, sowie seinen Träumen, mit denen er sich aus dem Gefängnis wegphantasiert, sind so klar nachzuvollziehen, daß man keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen.

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