Archiv für China

Himmelsbegräbnis

Posted in Alexandria with tags , on 7. Juni 2017 by lady8jane
Himmelsbegräbnis von Xinran

Himmelsbegräbnis von Xinran

Nur einhundert Tage war Shu Wen mit dem Soldaten verheiratet, der in Tibet auf geheimnisvolle Weise sein Leben verlor. Sie kann und will nicht glauben, daß ihre Liebe nun zu Ende sein soll. Trotz aller Gefahren geht Shu Wen nach Tibet. Dreißig Jahre währt ihre Suche nach dem wahren Schicksal ihres Geliebten …

„Himmelsbegräbnis“ verspricht uns laut Untertitel „Die Geschichte einer großen Liebe“ oder sogar „Eine der schönsten Liebesgeschichten, die je erzählt wurden“. Da werden hohe Erwartungen geweckt … und leider enttäuscht.

Da bekommt diese Shu Wen also vom Militärkommando die Nachricht, daß ihr Mann verstorben ist und glaubt das nicht. Gut, in den Wirren der damaligen Zeit kann man das nachvollziehen (zumal man ja gerne leugnet was man nicht glauben will). Daß sie sich daraufhin selbst zum Militärdienst meldet, ist so mutig wie folgerichtig. Bis dahin also alles bestens.

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Die Tempelglocken von Shanghai

Posted in Alexandria with tags , on 21. Juli 2012 by lady8jane
Die Tempelglocken von Shanghai von Hong Li Yuan

Die Tempelglocken von Shanghai von Hong Li Yuan

Dieser authentische Roman erzählt die Geschichte Da Lees und seiner Familie während der Kulturrevolution, die das Leben der Menschen in China dramatisch verändert. In einer Zeit, in der die Menschenwürde außer Kraft gesetzt ist, sind es vor allem die kleinen Heldentaten, die die Herzen berühren und uns ein atmosphärisches Bild Chinas vermitteln.

Es ist wirklich superschwierig, ein angemessenes Urteil über „Die Tempelglocken von Shanghai“ abzugeben. Ich habe selten ein Buch gelesen, daß mir so gut und gleichzeitig so überhaupt nicht gefallen hat. Um das vielleicht ein wenig deutlicher zu machen, zähle ich hier einmal die positiven und negativen Dinge auf, die mir so aufgefallen sind.

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Shanghai Baby

Posted in Alexandria with tags , on 7. Februar 2010 by lady8jane
Shanghai Baby von Wei Hui

Shanghai Baby von Wei Hui

Der erotische Untergrundroman aus China: Als die Schriftstellerin Coco dem Berliner Mark begegnet, läßt sie sich mit ihm auf eine wilde Beziehung ein, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt …

Als besonders erotisch würde ich „Shanghai Baby“ jetzt nicht bezeichnen. Sicher, die Protagonistin hat relativ viel Sex, aber erotisch … nein! Trotzdem hat dieser Roman in China eingeschlagen wie eine Bombe. Erst war er sehr erfolgreich, dann wurde er verboten und sogar verbrannt. Aber das ganz sicher nicht, wegen der vielen sexuellen Anspielungen (auch wenn die kommunistische Partei in China schon recht prüde ist).

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Tod einer roten Heldin

Posted in Alexandria with tags , on 7. März 2009 by lady8jane
Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong

Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong

Nachdem mir schon der zweite Band über Oberinspektor Chen, „Die Frau mit dem roten Herzen“, so gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter, nun endlich auch das erste Buch der Krimireihe in Händen zu halten. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht!

Zwar ist der Fall, den es aufzuklären gilt, längst nicht so spannend wie der im zweiten Band. Eigentlich weiß man als Leser recht bald, wer der Schuldige ist (genau wie die Polizisten). Alles ist ein wenig gradliniger, ein wenig direkter, zumindest was die kriminologische Arbeit betrifft. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie sehr Qiu Xiaolong sich von seinem ersten zu seinem zweiten Buch hin steigert. (In Kenntnis des zweiten Bandes ist es übrigens sehr interessant, nun im ersten zu erfahren, wie die Beziehungen der Protagonisten zueinander begonnen und sich entwickelt haben.)

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Meister Atami und der kleine Mönch

Posted in Alexandria with tags , on 7. Februar 2009 by lady8jane
Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Der junge Luka trägt fünf schwarze Muttermale und ist damit auserwählt, der künftige chinesische Kaiser zu werden. Der Bettelmönch Atami schützt ihn vor den mongolischen Besatzern und unterweist ihn in der geheimnisvollen Fertigkeit des Kung Fu. Doch dann gerät Atami in die Hände des Feindes, und Luka muß sich dem übermächtigen Gegner allein entgegenstellen, um den göttlichen Auftrag zu erfüllen …

„Meister Atami und der kleine Mönch“ von Da Chen ist so etwas wie ein zu Papier gebrachter Kung Fu-Film. Und ich liebe Kung Fu-Filme, keine Frage! So habe ich mich auch bei diesem Buch ziemlich gut amüsiert. Da wird auf positive Art jedes lieb gewonnene Klischee bedient, vom alten und klapprigen aber superfitten Kung Fu-Meister, über den brutal aussehenden aber extrem sanftmütigen und tierlieben Riesen, bis zur fiesen und mit miesen Tricks arbeitenden Rivalen-Gang, die versucht den Protagonisten fertig zu machen.

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Die Frau mit dem roten Herzen

Posted in Alexandria with tags , on 21. Juli 2008 by lady8jane
Die Frau mit dem roten Herzen von Qiu Xiaolong

Die Frau mit dem roten Herzen von Qiu Xiaolong

In letzter Zeit lese ich fast nur noch Bücher aus und über Asien. Komischer Zufall irgendwie. So ist auch „Die Frau mit dem roten Herzen“ wieder ein Buch, das im asiatischen Raum spielt, genauer gesagt, im China der Neuzeit. Es ist Qiu Xiaolongs zweiter Krimi um Oberinspektor Chen, man kann das Buch aber auch gut lesen ohne den ersten Teil zu kennen. Ich zumindest hatte keine Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden. Worum aber geht es?

Ein Unbekannter liegt brutal erstochen im Bund-Park, und eine schwangere Frau ist spurlos verschwunden: Oberinspektor Chen von der Shanghaier Sonderkommission hat alle Hände voll zu tun, da paßt es ihm gar nicht, daß er einer Kollegin aus den USA China von seiner besten Seite zeigen soll. Unter den scharfen Augen von Parteisekretär Li fahndet er zusammen mit der attraktiven Amerikanerin nach der Vermißten, doch die Triaden sind ihnen dicht auf den Fersen …

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Die Go-Spielerin

Posted in Alexandria with tags , on 7. März 2008 by lady8jane
Die Go-Spielerin von Shan Sa

Die Go-Spielerin von Shan Sa

„Die Go-Spielerin“ von Shan Sa ist eines der besten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Worum geht es?

Virtuos beherrscht die junge Chinesin das Go-Spiel – bis sie dem Zauber eines Mandarin erliegt, der sie zu einem leidenschaftlichen Duell herausfordert. Dabei ahnt die Rebellin nicht, wer ihr Gegner in Wirklichkeit ist: ein Spion der Japaner, die in jenen Jahren die Mandschurei besetzen … Shan Sa wurde mit ihrem Roman um die tragische Liebe zwischen einer chinesischen Aristokratin und einem japanischen Leutnant zum Liebling der Pariser Literaturszene.

Das Schöne an diesem Buch ist, daß hier eine Asiatin über Asiaten schreibt. Die Gefühls- und Gedankenwelten der Protagonisten sind anders als unsere und in ihrer Andersartigkeit ungeheuer poetisch dargestellt. So entwickelt sich zum Beispiel die Liebesgeschichte zwischen der Go-Spielerin und dem Japaner auf so dezente Weise, wie es in einem westlichen Buch nicht möglich gewesen wäre. Alles was die beiden bis fast zum Schluß des Buchs tun ist … Go spielen. Da findet keine Berührung statt, keine großen Liebeserklärungen werden gemacht, keine heißen Küsse werden getauscht. Und doch durchzieht ihre Beziehung das Buch in immer stärkerem Maße.

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