Archiv für China

Chinesische Abende

Posted in Alexandria with tags , on 7. Dezember 2017 by lady8jane
Chinesische Abende herausgegeben von Leo Greiner

Chinesische Abende herausgegeben von Leo Greiner

„Chinesische Abende“ ist eine wunderschöne Zusammenstellung von chinesischen Erzählungen aus verschiedenen klassischen Perioden. Übersetzt wurde das Ganze 1914 von Leo Greiner, was den Geschichten einen sehr passenden altmodischen Sprachduktus gibt. Greiner hat zusammen mit einem chinesischen Bekannten gut aus der riesigen Vielfalt der chinesischen Überlieferungen ausgewählt, so daß sich in diesem schmalen Band eine interessante Übersicht der verschiedenen Sagentypen findet.

Umso ärgerlicher ist es, daß der Insel Verlag in „Chinesische Novellen“ gleich drei der 22 Erzählungen noch einmal abgedruckt hat. Da hätte man sich schon ein wenig mehr Mühe mit der Recherchearbeiten (innerhalb des eigenen Hauses!) machen können.

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Mit brennender Geduld

Posted in Alexandria with tags , on 7. November 2017 by lady8jane
Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

Skármetas Roman ist eine poetische Evokation, eine Hommage an den größten chilenischen Dichter unseres Jahrhunderts, Pablo Neruda, ein Stück zärtliche Erinnerung eines im deutschen Exil lebenden Schriftstellers an sein Land und sein Volk.

„Mit brennender Geduld“ erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Briefträger Mario Jiménez, dem Sohn eines Fischers in Isla Negra, und Pablo Neruda, dem Dichter. Mit Hilfe eines Gedichts, das Mario dem väterlichen Freund abringt, gewinnt er das Herz seiner Angebeteten: Die Macht des Wortes, die treffende Metapher, die Poesie wirkz Wunder. Als Neruda von der Regierung Allende als Botschafter nach Paris entsandt wird, vergißt er seinen Briefträger nicht. Er schreibt ihm, und dafür schickt ihm Mario auf Tonband die Glockentöne, das Meeresrauschen, die Laute der Tiere und Menschen ins ferne Freankreich. Todkrank kehrt der Dichter nach Chile zurück. Dann kommt der Putsch – und danach wird es dunkel: Neruda stirbt, Mario wird abgeholt, er und sein Volk haben – zunächst – ihren Kampf um Freiheit, Demokratie und Poesie verloren. Was bleibt, ist die Hoffnung auf die Erfüllung der Visionen Nerudas.

Schon bei „Der Dieb und die Tänzerin“ ist mir aufgefallen, daß Antonio Skármeta einen sehr lebendigen, prallen, ja deftigen Stil hat. Auch in „Mit brennender Geduld“ greift er ordentlich in die Vollen: Erotik, Sex, anzügliche Sprüche und sonstige „Nettigkeiten“ wo man auch hinsieht. Vor allem Marios Schwiegermutter ist immer wieder für eine spitze Bemerkung gut.

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Himmelsbegräbnis

Posted in Alexandria with tags , on 7. Juni 2017 by lady8jane
Himmelsbegräbnis von Xinran

Himmelsbegräbnis von Xinran

Nur einhundert Tage war Shu Wen mit dem Soldaten verheiratet, der in Tibet auf geheimnisvolle Weise sein Leben verlor. Sie kann und will nicht glauben, daß ihre Liebe nun zu Ende sein soll. Trotz aller Gefahren geht Shu Wen nach Tibet. Dreißig Jahre währt ihre Suche nach dem wahren Schicksal ihres Geliebten …

„Himmelsbegräbnis“ verspricht uns laut Untertitel „Die Geschichte einer großen Liebe“ oder sogar „Eine der schönsten Liebesgeschichten, die je erzählt wurden“. Da werden hohe Erwartungen geweckt … und leider enttäuscht.

Da bekommt diese Shu Wen also vom Militärkommando die Nachricht, daß ihr Mann verstorben ist und glaubt das nicht. Gut, in den Wirren der damaligen Zeit kann man das nachvollziehen (zumal man ja gerne leugnet was man nicht glauben will). Daß sie sich daraufhin selbst zum Militärdienst meldet, ist so mutig wie folgerichtig. Bis dahin also alles bestens.

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Die Tempelglocken von Shanghai

Posted in Alexandria with tags , on 21. Juli 2012 by lady8jane
Die Tempelglocken von Shanghai von Hong Li Yuan

Die Tempelglocken von Shanghai von Hong Li Yuan

Dieser authentische Roman erzählt die Geschichte Da Lees und seiner Familie während der Kulturrevolution, die das Leben der Menschen in China dramatisch verändert. In einer Zeit, in der die Menschenwürde außer Kraft gesetzt ist, sind es vor allem die kleinen Heldentaten, die die Herzen berühren und uns ein atmosphärisches Bild Chinas vermitteln.

Es ist wirklich superschwierig, ein angemessenes Urteil über „Die Tempelglocken von Shanghai“ abzugeben. Ich habe selten ein Buch gelesen, daß mir so gut und gleichzeitig so überhaupt nicht gefallen hat. Um das vielleicht ein wenig deutlicher zu machen, zähle ich hier einmal die positiven und negativen Dinge auf, die mir so aufgefallen sind.

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Shanghai Baby

Posted in Alexandria with tags , on 7. Februar 2010 by lady8jane
Shanghai Baby von Wei Hui

Shanghai Baby von Wei Hui

Der erotische Untergrundroman aus China: Als die Schriftstellerin Coco dem Berliner Mark begegnet, läßt sie sich mit ihm auf eine wilde Beziehung ein, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt …

Als besonders erotisch würde ich „Shanghai Baby“ jetzt nicht bezeichnen. Sicher, die Protagonistin hat relativ viel Sex, aber erotisch … nein! Trotzdem hat dieser Roman in China eingeschlagen wie eine Bombe. Erst war er sehr erfolgreich, dann wurde er verboten und sogar verbrannt. Aber das ganz sicher nicht, wegen der vielen sexuellen Anspielungen (auch wenn die kommunistische Partei in China schon recht prüde ist).

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Tod einer roten Heldin

Posted in Alexandria with tags , on 7. März 2009 by lady8jane
Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong

Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong

Nachdem mir schon der zweite Band über Oberinspektor Chen, „Die Frau mit dem roten Herzen“, so gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter, nun endlich auch das erste Buch der Krimireihe in Händen zu halten. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht!

Zwar ist der Fall, den es aufzuklären gilt, längst nicht so spannend wie der im zweiten Band. Eigentlich weiß man als Leser recht bald, wer der Schuldige ist (genau wie die Polizisten). Alles ist ein wenig gradliniger, ein wenig direkter, zumindest was die kriminologische Arbeit betrifft. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie sehr Qiu Xiaolong sich von seinem ersten zu seinem zweiten Buch hin steigert. (In Kenntnis des zweiten Bandes ist es übrigens sehr interessant, nun im ersten zu erfahren, wie die Beziehungen der Protagonisten zueinander begonnen und sich entwickelt haben.)

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Meister Atami und der kleine Mönch

Posted in Alexandria with tags , on 7. Februar 2009 by lady8jane
Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Der junge Luka trägt fünf schwarze Muttermale und ist damit auserwählt, der künftige chinesische Kaiser zu werden. Der Bettelmönch Atami schützt ihn vor den mongolischen Besatzern und unterweist ihn in der geheimnisvollen Fertigkeit des Kung Fu. Doch dann gerät Atami in die Hände des Feindes, und Luka muß sich dem übermächtigen Gegner allein entgegenstellen, um den göttlichen Auftrag zu erfüllen …

„Meister Atami und der kleine Mönch“ von Da Chen ist so etwas wie ein zu Papier gebrachter Kung Fu-Film. Und ich liebe Kung Fu-Filme, keine Frage! So habe ich mich auch bei diesem Buch ziemlich gut amüsiert. Da wird auf positive Art jedes lieb gewonnene Klischee bedient, vom alten und klapprigen aber superfitten Kung Fu-Meister, über den brutal aussehenden aber extrem sanftmütigen und tierlieben Riesen, bis zur fiesen und mit miesen Tricks arbeitenden Rivalen-Gang, die versucht den Protagonisten fertig zu machen.

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