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Der letzte Tango in Paris

Der letzte Tango in Paris von Bernardo Bertolucci
Der letzte Tango in Paris von Bernardo Bertolucci

Paris, die Stadt der Liebe, Leidenschaft und der erotischen Abenteuer. Auf der Suche nach einem Appartement treffen Jeanne (Maria Schneider) und Paul (Marlon Brando) in einer leeren Wohnung aufeinander und keiner der beiden ahnt, welche Folgen diese Zufallsbegegnung hat. Er ist ein alternder Amerikaner, sie ist eine junge Französin und beide wollen nur das eine – Sex. Zwischen dem ungleichen Paar entbrennt eine leidenschaftliche Affäre, die weder Tabus noch Grenzen kennt …

„Der letzte Tango in Paris“ war ein Skandal als er im Jahr 1972 erschienen ist. Und noch immer entwickelt der Film eine grausige Faszination. Der Sex selbst … Mittlerweile sieht man im Nachmittagsprogramm fast schon mehr.

Es ist diese absolute Dekadenz, die Bernardo Bertolucci hier schafft einzufangen. Dazu trägt die Atmosphäre der Abgeschlossenheit in der verlassenen Wohnung bei, vor allem aber Marlon Brando. Wer ihn in „Endstation Sehnsucht“ gesehen hat, jung, schön, sexy, und ihn dann in „Der letzte Tango in Paris“ sieht … Er ist immer noch schön und sexy, irgendwie … aber auf eine düstere und verbrauchte Art. Das Zusammenspiel mit Maria Schneider, die Entwicklung der Geschichte, die Beziehung zwischen den beiden, die sich wie in einer Spirale immer weiter nach unten bewegt und sich gleichzeitig in immer größere Extreme steigert … All diese entwickelt eine Sogkraft, die weit über das Sexuelle hinausgeht.