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Bittersüße Schokolade

Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel
Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel

Die Atmosphäre dieses „spritzigen“ Romans ist von unterschiedlichen Frauen geprägt, von Frauen, die die Männer in ihrer Umgebung in den Schatten stellen. Da ist vor allem Tita, die kämpfen muß, um zu leben und zu lieben, wie ihr Herz es befiehlt. Dieser „mexikanische“ Bestseller ist Liebesroman und Kochbuch in einem.

Nachdem ich von „Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo“ nicht unbedingt begeistert war, bin ich mit nicht allzu großen Erwartungen an „Bittersüße Schokolade“ herangegangen, das ich über einen BookCrossing-Ring bekommen habe. Und mußte feststellen … das Buch ist toll!

Das liegt natürlich vor allem daran, daß es in „Bittersüße Schokolade“ ums Essen geht. Die Protagonistin Tita ist die jüngste Tochter einer feudalen mexikanischen Familie und deshalb dazu verdammt, unverheiratet zu bleiben und für ihre Mutter zu sorgen. Ihre Liebe zu Pedro (der schließlich ihre älteste Schwester heiratet, nur um Tita nahe sein zu können) kann sie deshalb nur durch ihre Gerichte ausdrücken. Und was für Gerichte das sind! „Wachteln mit Rosenblättern“ oder „Gefüllte grüne Pfefferschoten in Walnußsauce“ sind nämlich vor allem dazu gedacht, im Rahmen von großen Festgelagen gegessen zu werden. Das Festmahl im letzten Kapitel zum Beispiel hat 20(!!!) Gänge. Aber auch sonst ist dieser Roman voller Sinnlichkeit. Gerüche, Farben, Geräusche und Erotik verbinden sich hier mit dem Geschmack köstlicher Speisen zu einer (manchmal sogar im Wortsinn) phantastischen Mischung.

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Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo

Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo von Laura Esquivel
Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo von Laura Esquivel

„Hörst du das Singen des Sandes“, fragte der kleine Júbilo einst seine Großmutter auf dem Weg zum Strand. Es gibt kein Geräusch, das er nicht versteht, nichts bleibt ihm verborgen, denn Júbilo hört bis in die Seele der Menschen, nimmt ihre geheimsten Gedanken, ihre innigsten Wünsche und Sehnsüchte wahr. Seiner Begabung entsprechend wird er Telegraphist, denn er, der das Licht der Welt nicht weinend erblickte, sondern mit einem Lächeln auf dem Gesicht, ist dazu geboren, zwischen den Menschen zu vermitteln. Nur ein einziges Mal entgeht ein Hilferuf dem sonst so perfekten Gehör, und daraufhin droht Júbilo das Wichtigste in seinem Leben zu verlieren: seine über alles geliebte Frau …

Ich bin zwiegespalten, was „Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo“ angeht. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist eigentlich sehr schön. Don Júbilo ist ein ungeheuer sympathischer Charakter mit einer bezaubernden Fähigkeit, seine Geschichte beinhaltet Liebe, Leidenschaft, Leichtigkeit, aber auch Eifersucht, Krankheit, Leiden, Tod. Und in einigen wenigen Abschnitten ist dieses Buch auch wirklich so grandios wie das jetzt klingt.

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