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Die Zeit der Sternschnuppen

Die Zeit der Sternschnuppen von Sergio Bambaren
Die Zeit der Sternschnuppen von Sergio Bambaren

Der Himmel kennt viele Geheimnisse: die wahre Liebesgeschichte von Sonne und Mond, das Rätsel um das Kreuz des Südens oder die mutige Mission einer Sternschnuppe … Sergio Bambaren, der Millionen Leser mit seinen Büchern berührt, erzählt in diesem stimmungsvoll illustrierten Buch, wie eine Nacht im Himalaya sein Leben veränderte – und lehrt uns, an Wunder zu glauben.

„Die Zeit der Sternschnuppen“ ist also eines der Bücher, mit denen Sergio Bambaren Millionen von Leser berührt. Das müssen ganz schön schlichte Gemüter sein, aber ehrlich mal!

Was Bambaren da verzapft ist ein krudes Gemisch aus Möchtegernmärchen und Platitüden, gemischt mit ein paar „Lebensweisheiten“, die es eigentlich nicht wert sind, so genannt zu werden. Im Grunde sind es nämlich nicht weiter als etwas netter formulierte Bauernweisheiten oder die schlauen Sprüche, die man sich von Mutter und Oma anhören muß (und die einen ordentlich ankotzen).

Ich denke, Bambaren versucht irgendwie auf der Paolo Coelho Welle zu reiten (als Surfer weiß er ja, wie man das tut). Dazu mischt er noch ein wenig Antoine de Saint-Exupéry, verpackt das ganze in putzige kleine Märchen, die man mal schnell zwischendurch lesen kann.

Definitiv ein Autor, von dem ich nur abraten kann.

Lob der Stiefmutter

Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa
Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa

Am vierzigsten Geburtstag erhält die schöne Doña Lukrezia von Alfonsito, ihrem zehnjährigen Stiefsohn, einen liebevollen Brief, der sie endgültig davon überzeugt, daß es seinetwegen keine Schwierigkeiten in ihrer erst vor kurzem geschlossenen Ehe mit dem Vater Don Rigoberto geben wird. Der ist ganz verliebt und konzentriert auf den Liebesdienst an seiner Lukrezia, er pflegt sich und bereitet sich auf jede Nacht in den Armen seiner Frau sorgfältig vor. Trotzdem fühlt sich Lukrezia durch Alfonsito verunsichert, wenn er sie leidenschaftlich umhalst. Als sie erfährt, daß er sie auch noch heimlich im Bad beobachtet, wird ihr der Junge in seiner Schwärmerei für sie ein bißchen unheimlich und sie beschließt, deutlich Abstand zu nehmen: „Als Alfonsito an diesem Nachmittag von der Schule nach Hause kam und auf sie zuging, um ihr einen Kuß zu geben, wandte sie sogleich das Gesicht von ihm ab und vertiefte sich wieder in die Zeitschrift, die sie gerade durchblätterte, ohne ihn nach dem Unterricht oder nach den Aufgaben für den nächsten Tag zu fragen.“ Doch Alfonsito leidet so sehr unter dieser Entfremdung, daß er ihr einen Abschiedsbrief schreibt: er werde sich umbringen, wenn Doña Lukrezia weiterhin so kalt und grausam bliebe. Die schöne Stiefmutter ist ehrlich betroffen und eilt zu Alfonsito …

Nachdem mich Mario Vargas Llosa mit „Das grüne Haus“ ja nicht so vom Hocker gerissen hat, bin ich von „Lob der Stiefmutter“ total begeistert. Es ist ein herrlich bösartiges Buch!

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Das grüne Haus

Das grüne Haus von Mario Vargas Llosa
Das grüne Haus von Mario Vargas Llosa

„Das grüne Haus“ ist das erste Buch von Mario Vargas Llosa, das ich gelesen habe und ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Stilistisch und sprachlich ist der Autor hochinteressant. Aber die Geschichte selbst … naja.

Erzählt wird, im Prinzip, die Geschichte Bonifacias, die als kleines Mädchen von Soldaten ihrer Familie von eingeborenen Indianern entrissen wird, in einem Nonnenkonvent in Peru aufwächst, schließlich aus Mitleid die jüngeren Mädchen dort in die Freiheit entwischen läßt und dafür von den Nonnen verstoßen wird. Sie heiratet irgendwann einen Serganten, der kommt ins Gefängnis und Bonifacia endet als Prostituierte im namengebenden grünen Haus.

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Die blaue Stunde

Die blaue Stunde von Alonso Cueto
Die blaue Stunde von Alonso Cueto

Adrián Ormache hat alles, was man sich wünscht: Frau und Kinder, eine erfolgreiche Anwaltskanzlei, ein großes Haus. Doch dann erfährt er, daß sein Vater in den achtziger Jahren, als der „Leuchtende Pfad“ seinen Guerillakrieg gegen den Staat führte, eine Militärkaserne leitete – brutal und erbarmungslos. Konfrontiert mit der Vergangenheit, verstrickt sich Adrián immer mehr in die Schuld seines Vaters, und seine Heimat wird ihm zusehends fremd.

Weil meine Eltern schon immer Fairhandelsinitiativen unterstützt haben, bin ich als Kind und Jugendliche mit vielleicht ein wenig mehr Wissen um Afrika und Lateinamerika aufgewachsen als andere. Der Leuchtende Pfad und generell die Lage in Peru waren dabei immer wieder Thema. Insofern war „Die blaue Stunde“ für mich ein ganz besonders interessantes Buch.

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