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Malina

Malina von Ingeborg Bachmann
Malina von Ingeborg Bachmann

Die Ich-Erzählerin aus der Ungargasse im dritten Wiener Bezirk lebt mit dem vierzigjährigen Malina zusammen, einem „Staatsbeamten der Klasse A“. Ihre brennende Liebe gehört aber dem wenige Jahre jüngeren Ivan, der mit zwei kleinen Kindern in der Nachbarschaft lebt. Die Beziehung zu Ivan überdeckt alles, auch die reale gesellschaftliche, politische und private Umwelt: „Meine Phantasie, reicher als die Yagephantasie, wird endlich durch Ivan in Bewegung gesetzt, etwas Immenses ist durch ihn in mich gekommen und strahlt nun aus mir, immerzu bestrahle ich die Welt, die es nötig hat, von diesem einen Punkt aus, an dem nicht nur mein Leben sich zentriert, sondern mein Wille, ‚gut zu leben‘, um wieder brauchbar zu sein, denn ich möchte, daß Ivan mich braucht, wie ich ihn brauche, und für das ganze Leben.“ Die Erzählerin gerät in eine Trance des bedrohlichen Glücklichseins, es ist wie ein Virus: Die Liebe ist eine Art von Krankheit …

„Malina“ ist ein ungeheuer interessant geschriebener Roman. Ingeborg Bachmann läßt ihre Ich-Erzählerin sich in allen möglichen Stilformen ausdrücken, und in jeder einzelnen Form ist sie brillant.

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