Archiv für Großbritannien

Oliver Twist

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2017 by lady8jane
Oliver Twist von Charles Dickens

Oliver Twist von Charles Dickens

Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in unvorstellbarem Elend auf. Als er den Hunger und die Mißhandlungen nicht mehr erträgt, flieht er nach London und gerät dort in die Gewalt des Hehlers Fagin und seiner Bande, die versuchen, einen Dieb aus ihm zu machen. Doch es gibt ein dunkles Geheimnis um Olivers Herkunft. Erst mit Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, das Rätsel zu lösen und Fagin zu entkommen.

„Oliver Twist“ ist eine geniale Mischung aus realistischer Kriminalgeschichte und sozialkritischem Großstadtroman, voller Spannung, Gefühl, Humor und Ironie. Olivers Schicksal hat Generationen von Lesern bewegt.

Die meisten Klassiker sind ja nicht sonderlich spannend. Sie sind bestenfalls interessant, durch viele muß man sich durchbeißen und etwas zur damaligen Zeit lesen. Oft lohnt sich daß dann am Ende, weil man viel gelernt hat, weil man jetzt viele moderne Romane durch ihre Vorgänger besser verstehen kann, und ein wenig auch, weil man einfach stolz auf sich ist, daß man sich ein Stück Weltliteratur „erarbeitet“ hat.

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Der Wind in den Weiden

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Mai 2017 by lady8jane
Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame

Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame

Es ist Frühling – und eigentlich Zeit für den Frühjahrsputz. Doch dazu hat der Maulwurf keine Lust und macht lieber einen Ausflug. Als er dabei Ratz, die Wasserratte, den sympathischen Angeber Kröterich und den hilfsbereiten Dachs kennen lernt, beginnt für alle vier eine aufregende Zeit.

Ihre Freundschaft muß sich bewähren, als es gilt, Kröterichs Landsitz „Krötenhall“ von den Bewohnern des Wilden Waldes zurückzuerobern.

„Der Wind in den Weiden“ ist die klassische phantastische Tiergeschichte. Die amüsanten Abenteuer der vierbeinigen Helden mit den durchaus menschlichen Zügen haben viele begeisterte Leser gefunden.

Kenneth Grahame hat mit „Der Wind in den Weiden“ tatsächlich ein ungeheuer unterhaltsames Buch geschrieben. Das liegt nicht zuletzt auch daran, daß er hier nicht allzusehr die moralische Keule schwingt. Klar, viele seiner Charaktere sind gut und hilfsbereit, sie sind verläßliche Freunde, treue Kameraden und weise Ratgeber. Aber eben nicht immer. Manchmal sind sie einfach auch faul und haben keine Lust zu arbeiten. Und dann ist da Kröte, der ein Feigling und Aufschneider ist wie er im Buche steht. Ich habe nie ganz verstanden, wie es die anderen Tiere mit ihm aushalten. Ein gutes Herz ist nicht alles, irgendwie …

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Robinson Crusoe

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Januar 2017 by lady8jane
Robinson Crusoe von Daniel Defoe

Robinson Crusoe von Daniel Defoe

Aus Abenteuerlust und den Warnungen seiner Eltern zum Trotz fährt der junge englische Kaufmannssohn Robinson Crusoe zur See.

Nach einem Schiffbruch rettet er sich auf eine unbewohnte Insel, und es gelingt ihm, sich ein neues Leben aufzubauen. Viele Jahre lebt er völlig auf sich allein gestellt, bis er eines Tages einem jungen Eingeborenen das Leben rettet.

Seit seinem ersten Erscheinen vor über 250 Jahren hat dieser Abenteuerroman von Robinson und seinem Gefährten Freitag nichts von seiner Spannung eingebüßt.

Nichts von seiner Spannung eingebüßt? Na, ich weiß ja nicht …

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Das Dschungelbuch

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Dezember 2016 by lady8jane
Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Es ist eine fremde, abenteuerliche und gefährliche Welt, die der kleine Mowgli im indischen Dschungel erlebt, nachdem ihn der Tiger Shir Khan aus dem Dorf seiner Eltern geraubt hat. Er wächst bei einer Wolfsfamilie auf und schließt Freundschaft mit den Tieren der Wildnis, dem Bären Baloo und dem Panter Bagheera.

Aber auch das ungebundene Leben in der Natur, fernab von der menschlichen Zivilisation, kommt nicht aus ohne feste Regeln und Gesetze. Mowgli und die Tiere des Dschungels müssen ihnen gehorchen, wenn sie überleben wollen.

Rudyard Kiplings Erzählungen faszinieren heute wie damals Leser aller Altersgruppen. Sie zählen zur Weltliteratur.

Wer bei Rudyard Kiplings „Das Dschungelbuch“ an den Film von Disney denkt, wird vielleicht ein wenig enttäuscht werden. Denn das Buch hat nicht sehr viel mit dem Film zu tun, eigentlich fast nur die Namen und das Grundkonzept. Nicht nur die Charaktere sind anders (die Python Kaa zum Beispiel ist männlich und mit Mowgli verbündet), auch die Stimmung ist dem fröhlichen Disneyfilm so ziemlich entgegengesetzt.

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Mrs Dalloway

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. September 2012 by lady8jane
Mrs Dalloway von Virginia Woolf

Mrs Dalloway von Virginia Woolf

Ein Junitag in London 1923, an dem Clarissa Dalloway eine ihrer berühmten Abendgesellschaften geben wird. Vormittags ist sie in der Bond Street unterwegs und kauft Blumen: „Sie trat ein, leicht, groß, sehr aufrecht.“ Ein geheimnisvolles Auto taucht auf und verschwindet, Clarissa, die Frau aus gutem Hause, 51 Jahre alt, genießt die Stadt, beobachtet das pulsierende Leben und ist doch ganz mit sich selbst und ihren Gedanken beschäftigt, in denen sie die Erinnerungen an die Jugend vor dreißig Jahren genauso leicht durchstreift, wie sie zum Fest am Abend und den Gästen vorauseilt. Ihr Denken, spontan, flüchtig, kreist ununterbrochen in Fragmenten und Augenblicken um sie selbst, durchdringt die Innenwelt und die Außenhaut ihres Lebens einst und jetzt: Warum hat sie Peter Walsh, den unberechenbaren Abenteurer, nicht geheiratet, sondern Mr Dalloway, den trockenen Parlamentsabgeordneten? Wie verliebt war sie einst in Sally Seton? Während sie in diesem zwanglosen Strom aus Fragen, Antworten und nächsten Antworten gleichsam ruhelos und doch obenauf dahinschwimmt und Big Ben unerbittlich die Stunden zählt, kann parallel dazu Septimus Warren Smith, ein junger Veteran des Ersten Weltkrieges, seinen Visionen, Klärungsversuchen und Wahnvorstellungen aus dem Schützengraben nicht entkommen. Weder seine Frau noch der Psychiater Sir William Bradshaw können die Gefahr abwenden, sich endgültig zu verlieren. Am Abend auf der Party kreuzen sich die beiden Parallelstränge, als Sir William davon erzählt, daß sich der ehemalige Soldat umgebracht hat. Da durchzuckt es Clarissa: „Mitten in meiner Gesellschaft ist der Tod anwesend“, und sie fühlt ihre eigene Lebendigkeit plötzlich ganz unmittelbar.

Virginia Woolf ist eine der Autorinnen, die ich schon lange auf meiner Leseliste habe, von der ich aber trotzdem noch nie etwas gelesen habe. Dank der SZ-Bibliothek bin ich nun aber endlich dazu gekommen. Und ich muß sagen, „Mrs Dalloway“ ist ein wirklich tolles Buch!

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The A B C Murders

Posted in Alexandria with tags , on 21. Februar 2012 by lady8jane
The A B C Murders von Agatha Christie

The A B C Murders von Agatha Christie

A is for Andover – and Mrs Ascher battered to death.
B is for Bexhill – and Betty Bernard strangled.
C is for Sir Carmichael Clarke clubbed and killed.

Beside each body lay a copy of the A B C Railway Guide – open at the relevant page. The police were baffled. But the murderer har already made a grave mistake. He had challenged Hercule Poirot to unmask hin …

Ich habe mich ja hier schon als Agatha Christie Fan geoutet. (Und Dank BookCrossing komme ich immer wieder einmal dazu, einen ihrer Krimis zu lesen.) So ist es wohl nicht weiter verwunderlich, daß mir auch „The A B C Murders“ großen Spaß gemacht hat. Vor allem, weil dieses Buch etwas präsentiert, das mir bisher noch in keinem Buch von Agatha Christie untergekommen ist: einen Serienkiller.

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Traumpfade

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. April 2011 by lady8jane
Traumpfade von Bruce Chatwin

Traumpfade von Bruce Chatwin

Sein Leben lang träumte der zivilisationsmüde Bruce Chatwin von den Nomaden, in Alice Springs begegnet er endlich einem von ihnen. Der Russe Arkady Wolsckok ist allerdings Akademiker, stammt aber von nomadischen Kosaken ab und findet deshalb nirgends Ruhe. Durch Java, Indien, Afghanistan, Israel und die Länder Europas ist er gereist, doch jetzt hat er beschlossen, dem industrialisierten Westen endgültig zu entsagen und lieber die Weisheit der austraalischen Ureinwohner zu ergründen, der Aborigines. Dafür gibt er alles andere auf, Frau, Haus, Heimat, denn den Uraustraliern droht höchste Gefahr. Auch wenn sie bisher einigermaßen unbehelligt leben, so können es die Abgesandten der Zivilisation kaum erwarten, sie von ihrem angestammten Land zu vertreiben, weil sie die Bodenschätze dort endlich ausbeuten wollen. Dabei drohen die „Songlines“ zerstört zu werden, die Traumpfade, auf denen schon ihre Vorfahren dahinzogen, um mit ihrem Gesang die Welt zu erschaffen. Immer wieder muß auf diesen labyrinthischen Pfaden gewandert, muß die Natur von neuem besungen werden, denn sonst, so lautet die Überlieferung, droht der Welt und ihrer Schönheit das Ende.

Bruce Chatwins „Traumpfade“ bilden eine einzigartige Enzyklopädie der Unstetigkeit. Sie fassen das ganze Glück, das ganze Unglück des Reisens.

„Traumpfade“ ist nicht so sehr ein Roman, als mehr eine Mischung aus Tagebuchaufzeichnungen und Notizen, die in eine erzählerische Form gegossen wurden. Bruce Chatwin erzählt schlicht aus seinem Leben, von seinen Erlebnissen, von seinen Reisen (und maaaan, ist der Typ gereist!).

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