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Die blaue Aubergine

Die blaue Aubergine von Miral al-Tahawi
Die blaue Aubergine von Miral al-Tahawi

Das Mädchen Nada kommt blau angelaufen zur Welt. Die Eltern nennen es zärtlich-spöttisch „blaue Aubergine“ und haben höchste Erwartungen: Eine Prinzessin wird aus ihr, meint die Mutter, eine Weltraumforscherin, glaubt der Vater. Irgendwann findet sich Nada an der Uni wieder und versteht die Welt und ihren Körper nicht mehr. Sie verhüllt sich, versteckt sich unterm Kopftuch und sucht Zuflucht bei den religiösen Parolen der Islamisten. Aber auf ihre drängenden Fragen zu Liebe und Politik, Gesellschaft und Erwachsenwerden findet sie weder in der Tradition noch in der Revolte eine Antwort.

„Die blaue Aubergine“ ist zwar nur 181 Seiten stark, fühlt sich aber an (und liest sich) wie ein viel dickeres Buch. Das liegt zum einen am Thema, das einfach sehr schwer ist. Die Stellung der Frau, ein Frauenleben in der arabischen Welt, dazu könnte man ganze Bibliotheken füllen.

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