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Playtime

Playtime von Jacques Tati
Playtime von Jacques Tati

Tati und die Tücken der Technik: Parallel mit Monsieur Hulot fällt eine amerikanische Touristengruppe ins futuristische Paris ein, das vor lauter Stahl, Glas und Beton sein Gesicht verloren hat. Hier hat Monsieur Hulot einen wichtigen Termin, doch sein Gesprächspartner ist unauffindbar. Nach einem ganzen Tag voller Warten begegnet er einem alten Freund aus der Militärzeit. Atmosphäre und Flair kommen zurück, als sich ein neuerbautes, aber völlig unzweckmäßiges Nobelrestaurant wieder in seine Bestandteile auflöst.

Eigentlich mochte ich Jacques Tati bisher. Sein berühmter Film „Die Ferien des Monsieur Hulot“ ist sehr charmant und komisch. „Playtime“ dagegen ist einfach nur nervig.

Völlig sinnlose und zusammenhanglose Szenen reihen sich aneinander. Es gibt keine Dialoge sondern nur Gesprächsfetzen, die man mal hört, mal auch wieder nicht. Klar, manche Szenen sind herrlich absurd, aber generell ist der Film völlig ohne Bedeutung und Sinn. Denn ganz ehrlich, wenn ich das seltsame Verhalten von Großstädtern in der modernen Zeit beobachten möchte, dann setze ich mich irgendwo in Frankfurt auf eine Bank. Das ist irgendwie billiger und, ich muß das leider so sagen, auch wesentlich interessanter.