Archiv für Norwegen

Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort

Posted in Alexandria with tags , on 21. September 2018 by lady8jane
Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort von Jostein Gaarder

Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort von Jostein Gaarder

Zum ersten – und gleichzeitig letzten – Mal in ihrem Leben sieht sich Cecilie herausgefordert, ihre Existenz in der Welt zu durchdenken und mit ihrer Vorstellungskraft hinter das vorzudringen, was Spiegel uns als vertraute Fassade zeigen. Ein unendlicher Kosmos tut sich ihr plötzlich hinter Wörtern und Begriffen auf, den sie nur bruchstückhaft erfassen kann. Und trotzdem ist sie am Ende bei aller Unfertigkeit der Welt und sich selbst ein großes Stück nähergekommen. Ein Roman über eine ungewöhnliche Begegnung mit dem Mysterium der Schöpfung.

Nachdem ich von Jostein Gaarders „Sofies Welt“ und vor allem von „Das Kartengeheimnis“ total begeistert war, habe ich mir auch „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ von ihm gekauft. Leider war das ein ziemlicher Fehlgriff.

Ich weiß nicht, was mich an dem Buch am meisten enttäuscht hat. Eigentlich war so ziemlich alles reichlich mies. Zunächst einmal ist die Geschichte nicht einmal ansatzweise spannend. Schon nach den ersten Seiten weiß man, daß das Mädchen totkrank ist, und spätestens als der Engel auftaucht, ist auch klar, daß es sterben wird. Dann diese ungeheuer langweiligen Dialoge, zwischen Cecilie und dem Engel Ariel. Grausig! Ich hoffe jetzt einfach, daß die an einer schlechten Übersetzung liegen.

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Norwegische Märchen

Posted in Alexandria with tags on 7. September 2018 by lady8jane
Norwegische Märchen herausgegeben von Hans-Jürgen Hube

Norwegische Märchen herausgegeben von Hans-Jürgen Hube

Nahe verwandt mit den Märchen der anderen skandinavischen Länder sind die der Norweger, doch noch mehr, so scheint es, rauschen die großen geheimnisvollen Wälder dieses Nordlandes, faucht der Wind über die Berge, tobt das Meer an den zerfurchten Küsten und Fjorden, wo Trolle herumspuken, jene nordischen Riesenwesen, die den Menschen das Leben beschweren und die von den Märchenwesen – zumeist ist es der Aschenper – bezwungen werden müssen, um geraubte Prinzessinnen zu befreien und das Glück zu erlangen. So dominieren auch in Norwegen die mythischen Gestalten der Zaubermärchen, dem wohl beliebtesten Genre der Volksliteratur. Neben den Zaubermärchen und Tiermärchen stellt die Ausgabe auch Alltags- und Schwankmärchen vor. Sie vermitteln dem Leser unverfälschte Eindrücke vom norwegischen Bauernmilieu, von Hütte, Haus, Landschaft. Die Menschen dieser Märchenkategorie sind – trotz komischer Übertreibungen – echt norwegisch: meist ruhig und wortkarg, gemütlich und launig, manchmal einfältig und etwas zurückgeblieben, aber doch auch wieder gewitzt und erfolgreich.

Angeregt durch die Brüder Grimm, begannen in Norwegen die Freunde Peter Christen Asbjørnsen (1812-1885) und Jørgen Moe (1813-1882) die Märchen ihrer Heimat zu sammeln und aufzuzeichnen. Aus dieser 1841 bis 1851 erschienenen Sammlung schöpft die vorliegende Ausgabe.

Ich liebe Märchen und deshalb kann ich an Märchenbüchern nur sehr schwer vor bei gehen. Vor allem nordische Märchen haben es mir angetan, weil sie den unseren sehr ähnlich sind und gleichzeitig doch ganz anders. „Norwegische Märchen“ zum Beispiel haben einen viel lakonischeren Stil (der ja oft den Skandinaviern zu eigen ist), aber viele Themen finden sich auch in der Sammlung der Brüder Grimm wieder. Die Trollmärchen zum Beispiel sind dagegen typisch nordisch, und für mich immer wieder amüsant zu lesen.

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