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www.else-buschheuer.de – Das New York Tagebuch

www.else-buschheuer.de - Das New York Tagebuch von Else Buschheuer
http://www.else-buschheuer.de – Das New York Tagebuch von Else Buschheuer

Von einem Tag auf den anderen wurden Else Buschheuers Aufzeichnungen aus New York und über New York zu Nachrichten aus der versehrten Stadt. Knapp zwei Meilen vom Ort des Anschlags entfernt, stellte sie ihre Eindrücke in ihr Internet-Tagebuch.

Else Buschheuer war eine der ersten Prominenten, die ein eigenes Blog geschrieben haben. Ihre Aufzeichnungen sind sehr persönlich, oft sehr witzig und von ihrem ganz eigenen Stil geprägt. Im Juli 2007 beginnt sie beim aufbau in New York ein Praktikum und natürlich berichtet sie auch von dort.

„www.else-buschheuer.de – Das New York Tagebuch“, die Zusammenfassung ihrer Blogeinträge aus New York, beginnt dann auch sehr leichtfüßig und witzig. Else Buschheuer beobachtet ihre neue Umgebung mit neugierigem Blick und hält amüsante Details und absurde Begegnungen fest. Die Seiten sprühen vor Lebenslust und Humor. Sie probiert Restaurants aus, empfiehlt und rezensiert Bücher und Filme, und erforscht ihre neue Umgebung. Und dann, fast genau in der Mitte des Buches, dieser Eintrag:

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Till Eulenspiegel

Till Eulenspiegel von Gisela Geisler
Till Eulenspiegel von Gisela Geisler

Till Eulenspiegel zieht von Ort zu Ort, und überall hält er die Leute zum Narren. In Braunschweig backt er Eulen und Meerkatzen statt Brötchen, in Erfurt lehrt er einen Esel lesen und in Leipzig führt er die Kürschner mit einer Hasenkatze hinters Licht.

Der Wortwitz und der hintergründige Humor von Eulenspiegel sind mittlerweile legendär. Seine Streiche spielt er mit Vorliebe den Reichen und Mächtigen, aber auch Heuchler, Aufschneider und Betrüger werden von ihm bloßgestellt.

Kein Wunder, daß diese Geschichten nicht nur Erwachsene zum Lachen bringen. Auch Kinder mögen den Schalk Eulenspiegel, weil er die Dinge beim Namen nennt und sich von den Großen nicht alles gefallen läßt. So ist Eulenspiegel, dessen Streiche erstmals vor 500 Jahren aufgezeichnet wurden, eine der berühmtesten Figuren der deutschen Literatur geworden.

Eigentlich mag ich die Geschichten um „Till Eulenspiegel“. Allerdings haben sie mir in dieser geballten Form nicht so recht Spaß gemacht.

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Geisterjäger John Sinclair 01 – Im Nachtclub der Vampire

Geisterjäger John Sinclair 01 - Im Nachtclub der Vampire von Jason Dark
Geisterjäger John Sinclair 01 - Im Nachtclub der Vampire von Jason Dark

Das Grauen geht um in London. Ein Krankenhaus meldet gestohlene Blutreserven. Eine Touristin beobachtet drei blutverschmierte Frauen bei der Beseitigung einer Leiche. Kurz darauf verschwindet sie. Die Spur führt in eine Bar. Im „Shocking Palace“ begegnet John Sinclair einer neuen Generation von Vampiren – und es kommt zum Kampf auf Leben und Tod …

„Geisterjäger John Sinclair 01 – Im Nachtclub der Vampire“ ist natürlich keine Hochliteratur. Aber es ist ein unterhaltsames Hörspiel mit ausgezeichneten Sprechern (mein Favorit: Joachim Kerzel als Erzähler), punktgenauen Soundeffekten, guter Musik und hintergründigem Humor (das Böse ist immer und überall *lach*). Es ist sogar ein extra Track mit Abspannmusik auf der CD, ganz wie bei einem Film.

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Hundert große Romane des 20. Jahrhunderts

Hundert große Romane des 20. Jahrhunderts herausgegeben von Thomas Steinfeld
Hundert große Romane des 20. Jahrhunderts herausgegeben von Thomas Steinfeld

Dankenswerterweise hat die SZ-Redaktion in „Hundert große Romane des 20. Jahrhunderts“ die Rezensionen zu allen 100 Bänden der Reihe herausgebracht. Zusätzlich sind die einleitenden Artikel zu den ersten und den zweiten 50 Bänden, ein Autoren- und ein Rezensentenverzeichnis, sowie ein Artikel über den Erfolg der SZ-Bibliothek abgedruckt.

Für mich ist das ein wirklich guter Abschluß der Reihe und ein hilfreiches Werkzeug für den Leser. Denn auf der Website der Süddeutschen sind die Rezensionen zu den ersten 50 Bänden schon nicht mehr zu finden. Und ich lese diese Artikel wirklich gerne, nachdem ich ein Buch fertig habe, vor allem, wenn ich mich frage, wieso ein bestimmter Band überhaupt in die Reihe aufgenommen wurde.

Sehr charmant ist übrigens, daß der Einband dieses Buches die Bände der SZ-Bibliothek nachahmt. Sowohl in der Reihenfolge, in der Farbe und sogar in der Dicke entsprechen die Streifen genau der Reihenfolge, Farbe und Dicke der 100 Bücher. Ich finde, das hat einfach Stil!

Das steinerne Herz

Das steinerne Herz von Arno Schmidt
Das steinerne Herz von Arno Schmidt

Walter Eggers fährt auf der Suche nach dem Nachlaß des hannoveranischen Statistikers Curt Heinrich Conrad Friedrich Jansen nach Ahlden und mietet sich bei Frieda Thumann, einer Enkelin Jansens, und ihrem Mann Karl, einem Lastwagenfahrer, ein. Auf dem Dachboden des Hauses gibt es eine viel versprechende Bücherkiste. Eggers beginnt mit Frieda ein Liebesverhältnis, doch Frieda rückt nur Stück für Stück mit den begehrten Jansen-Schätzen heraus: „… da stand sie; nackt; meine Staatshandbücher unter dem Arm (so daß die linke Brust zum Teil drauflag: auf dem kalkblauen Jahrgang 1843!!): oben ein kaltes Lächeln, unten Pantoffeln.“ Eggers fährt mit Karl nach Berlin, der in Ost-Berlin eine Freundin, Line Hübner, hat. Am nächsten Morgen nehmen sie Line mit einem ergaunerten Reisepaß mit nach Ahlden. Nachdem Eggers die Bücher ergattert hat, plant er seinen Abgang aus dem Thumann-Haus. Doch da wird in einer Zwischendecke des Hauses ein Goldschatz entdeckt. Die Münzen werden in Hannover an einen Sammler verkauft. Eggers muß sich nun entscheiden …

Arno Schmidt verwendet in „Das steinerne Herz“ eine völlig andere Sprach- und Romanform. Sein Roman ist abschnittsweise gegliedert und wird immer von einigen kursiv geschriebenen Worten eingeleitet. Der Text selbst ist völlig experimentell und sprunghaft geschrieben, totale Innensicht.

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Chinesische Seide

Chinesische Seide von Thomas Regau
Chinesische Seide von Thomas Regau

„Chinesische Seide“ ist ein bezauberndes kleines Bändchen und das aus weit mehr als nur einem Grund. Schon die Geschichte selbst ist ungeheuer schön, wenn auch schnell erzählt: Ching-Lü, der als einziger das Geheimnis um die Herstellung der rein-weißen Pamirseide kennt, liebt die wilde und leidenschaftliche May-ta-Lin. Die aber sehnt sich nach Macht und Reichtum, weshalb sie sich den tartarischen Statthalter erwählt. Unter ihrem Einfluß versucht der Tartare, Ching-Lü sein Geheimnis zu entreißen. Der weigert sich aber … bis zum bitteren Ende.

Besonders charmant: die Zeichnung auf der Rückseite.
Besonders charmant: die Zeichnung auf der Rückseite.

Thomas Regaus Erzählung (oder zumindest dieses spezielle Buch, in dem sie abgedruckt ist) stammt aus dem Jahre 1951. Entsprechend altmodisch ist sie erzählt, was aber eher noch zu ihrem Zauber und ganz sicher zu ihrer Poetik beiträgt.

Dazu kommt, daß dieser kleine Band so wunderschön aufgemacht ist, daß es eine helle Freude ist. Schon die zauberhaft gestaltete Vorderseite des Romans lädt zum Träumen ein. Weitere, unendlich zarte Zeichnungen im asiatischen Stil finden sich auch innerhalb der Seiten. Und, besonders charmant, auch auf der Rückseite des Buches.

Ein rundum gelungenes Lesevergnügen!

Natalia, ein Mädchen aus der Taiga

Natalia, ein Mädchen aus der Taiga von Heinz G. Konsalik
Natalia, ein Mädchen aus der Taiga von Heinz G. Konsalik

Sibirien, das weite Land hinter dem Ural, läßt sich nicht mit europäischen Maßstäben messen. Ebenso, wie man ein Pferd mit Handschlag kauft, kann man auch eine Tochter erwerben. Natalie widersetzt sich solchen Plänen. Sie flieht vor Kassugai, dem Mann, der sie kaufte. Tausend Rubel sind auf ihren Kopf ausgesetzt, als sie im Spukhaus von Satovka Unterschlupf findet. Und hier begegnet sie wirklich ihrem Schicksal: dem Ingenieur Michail Tassburg, der einer Expedition angehört, die in der Taiga nach Erdgas sucht.

Es gibt Autoren, die sind ungeheuer erfolgreich mit trivialster Trivialliteratur. Konsalik ist einer dieser Autoren, und weil ich versuchen wollte, die Faszination dieser Art Literatur auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können, habe ich eines seiner Bücher testgelesen. „Natalia, ein Mädchen aus der Taiga“ hat nicht nur einen absolut bescheuerten Titel, sondern auch noch ein so kitschiges Cover, daß es eine helle Freude ist. Aber das ist eigentlich auch schon das einzig Gute, was man über das Buch sagen kann.

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