Schlagwort-Archive: Mongolei

Tau und Gras

Tau und Gras von Galsan Tschinag
Tau und Gras von Galsan Tschinag

Galsan Tschinag erzählt hier die Geschichten, die der Stoff seiner Kindheit sind und die sich in seine Erinnerung eingegraben haben. Geschichten von seiner weitverzweigten Familie, von Festen, Heimsuchungen, Krieg und Liebe. Geträumte Wirklichkeit und als Realität erlebte Märchen verbinden sich und münden in einen Gesang an den Altai.

Nachdem ich von Galsan Tschinag schon sehr viel gutes gehört hatte, war ich von meiner ersten Begegnung mit ihm in „Tau und Gras“ doch ein wenig enttäuscht. Sicher, einige Episoden sind interessant erzählt und es ist auf alle Fälle faszinierend einen Einblick in eine so fremdartige Kultur wie die der mongolischen Nomaden zu bekommen. Aber im Grunde reiht er doch nur Szene an Szene, und man weiß noch nicht einmal genau, ob sie sich linear in der Zeit zueinander verhalten oder nicht.

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Die Höhle des gelben Hundes

Die Höhle des gelben Hundes von Byambasuren Davaa
Die Höhle des gelben Hundes von Byambasuren Davaa

„Die Höhle des gelben Hundes“ erzählt von der Freundschaft der kleinen Nansaa zu einem herrenlosen Hund. Wir erfahren von dem freien Leben in der Steppe, von den Traditionen der Mongolen und dem besonderen Bund zwischen Mensch und Tier. Die Regisseurin der Filme „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ und „Die Höhle des gelben Hundes“ nimmt uns in ihrem ersten Buch auf eine poetische Reise in eine andere Welt mit.

Wir haben es hier quasi mit einem Buch zum Film zu tun. Genau wie der semi-dokumentarische Spielfilm „Die Höhle des gelben Hundes“, erzählt Byambasuren Davaa zum einen die Geschichte der kleinen Nansaa, ihrer Familie und dem Hund Zochor, zum anderen berichtet sie über ihre Erfahrungen in Deutschland und die Erfahrungen ihres deutschen Filmteams in der Mongolei.

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Die kleine Steinblume

Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw
Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw

Die „kleine Steinblume“ kam in einer kalten Nach im Februar 1962 in einer Jurte zur Welt.

Mit hohen Auszeichnungen für hervorragende schulische Leistungen erhält sie, nach entbehrungsreicher Kindheit in den Weiten der mongolischen Steppe, einen Studienplatz in der DDR. Doch ihr Leben verläuft immer wieder anders, als sie es sich erträumt hat.

Ihr Glück ist es anzukommen, das Bleiben ist ihr fremd geblieben.

In „Die kleine Steinblume“ zeigt sich einmal wieder wie in „Das darfst du nicht!“, daß es für eine gute Autobiographie eben nicht reicht, einiges erlebt zu haben und davon zu erzählen. Man muß auch gut erzählen und genau das tut Tschuluunzezeg Gaaw einfach nicht. Stattdessen reiht sie Ereignisse aneinander, ohne auch nur ansatzweise in die Tiefe zu gehen oder über ihre Gefühle dabei zu sprechen.

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