Archiv für Angola

Das Lachen des Geckos

Posted in Alexandria with tags , on 7. Dezember 2018 by lady8jane
Das Lachen des Geckos von José Eduardo Agualusa

Das Lachen des Geckos von José Eduardo Agualusa

Félix Ventura handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seinen Kunden verkauft er Stammbäume, ein makelloses Vorleben und glückliche Erinnerungen. Ein Minister, ein ehemaliger Agent, ein geheimnisvoller Fremder und eine schöne Frau tauchen bei Ventura auf und vor seinen Augen verwickeln sich ihre Geschichten, mit unerwarteten und außergewöhnlichen Konsequenzen für alle …

„Das Lachen des Geckos“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch. Das liegt auch an dem Ich-Erzähler, den José Eduardo Agualusa hier verwendet: einen Gecko.

Darüberhinaus aber hat Agualusa mit seinem Roman ein ungeheuer intensives und wunderbar konstruiertes Kammerspiel geschaffen. Denn die Handlung bewegt sich nicht aus Félix Venturas Haus hinaus, alle handelnden Personen finden sich stattdessen bei Ventura ein, wodurch fast schon eine magische Atmosphäre aufgebaut wird. Diese verstärkt sich sogar noch durch die Tatsache, daß Félix Ventura ein Albino ist, und natürlich durch seinen reichlich außergewöhnlichen „Beruf“.

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Bom dia camaradas

Posted in Alexandria with tags , on 7. September 2011 by lady8jane
Bom dia camaradas von Ondjaki

Bom dia camaradas von Ondjaki

„Sag mal, Genosse António, findest du’s nicht besser, daß unser Land frei ist so wie jetzt?“ Mit dieser Frage will der zwölfjährige Ndalu den Koch der Familie aus der Reserve locken, aber der antwortet meist nur mit geheimnisvollem Lächeln. Ndalu kennt die Kolonialzeit in Angola bloß aus Erzählungen. Doch bald beschäftigen ihn ganz andere Dinge: Er soll im Radio zu hören sein, und außerdem kommt seine Tante aus Portugal zu Besuch und bringt bestimmt jede Menge Geschenke mit. Und dann gibt es auch noch das Gerücht, daß eine Bande einen Überfall auf seine Schule plant.

„Bom dia camaradas“ zeigt uns Angola gegen Ende der 80er Jahre aus Sicht des Kindes, das der Autor Ondjaki damals gewesen ist. Dabei erzählt er nicht nur ungeheuer sympathisch von seinen witzigen Kindheitserlebnissen und Streichen, sondern gibt auch einen faszinierenden Einblick in ein Land im Umbruch.

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