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Gott fährt Fahrrad

Gott fährt Fahrrad von Maarten 't Hart
Gott fährt Fahrrad von Maarten 't Hart

Nachdem mir „Das Wüten der ganzen Welt“ von Maarten ‚t Hart so gut gefallen hat, war ich von „Gott fährt Fahrrad“ ein wenig enttäuscht. Es ist sicher kein schlechtes Buch. ‚t Hart schreibt auf charmante, nachdenkliche und humorvolle Weise über seinen Vater.

Die Tatsache, daß bei seinem Vater Bauspeichelkrebs diagnostiziert wurde und er der einzige ist, der das weiß, lassen den Erzähler mit sich ringen. Er erinnert sich an seine Jugend zurück, und versucht sich auch in der Gegenwart seinem rauhbeinigen Vater wieder anzunähern. Seine Gedanken über den Tod und das Leben sind dabei an vielen Stellen erstaunlich tiefsinnig.

Trotzdem vermisse ich hier ein wenig die Größe von „Das Wüten der ganzen Welt“. Ob das an der sehr persönlichen Färbung des Themas liegt, ob man erst mit einigem Abstand große Kunst schaffen kann … ich weiß es nicht. Ich habe hier aber noch einen Roman von ‚t Hart liegen. Vielleicht zeigt es sich ja dort.

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Das Wüten der ganzen Welt

Das Wüten der ganzen Welt von Maarten 't Hart
Das Wüten der ganzen Welt von Maarten 't Hart

Irgendwie scheine ich in letzter Zeit ein gutes Händchen für niederländische Autoren zu haben. „Das Wüten der ganzen Welt“ ist ein wirklich großartiges Buch, das ich innerhalb von nur zwei Tagen regelrecht verschlungen habe.

Vielleicht liegt das daran, daß hier gleich mehrere Themen verwoben sind, die mich schon immer sehr interessiert haben: Die Auswirkungen der Nazi-Zeit in Deutschland und den Nachbarländern (einer meiner Urgroßväter hatte als Gewerkschaftsmann und SPDler massive Probleme mit der Gestapo) und … Musik!!! (Es gibt nur wenige in meiner Familie, die kein Instrument spielen, viele spielen sogar mehr als eines.) Das alles verbunden mit einem seltsamen Mord, vielen Geheimnissen und Rätseln.

Maarten ‚t Hart schafft es dabei, besser als in vielen Krimis, dem Leser Hinweise auf die Lösung des Falls zu geben. Er schafft es sogar, daß man sich dem Protagonisten (der, wie er selbst zugibt, sehr sehr naiv und unbedarft ist) überlegen fühlt und meint, viel eher auf die Lösung gestoßen zu sein. Aber dann erlebt man eine große Überraschung. Innerhalb der letzten Seiten dreht sich die Geschichte noch einmal völlig. Und auch darauf hat es Hinweise gegeben, die man einfach nur nicht gesehen hat.

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