Archiv für John Steinbeck

Tortilla Flat

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Juli 2011 by lady8jane
Tortilla Flat von John Steinbeck

Tortilla Flat von John Steinbeck

Der Krieg ist vorbei, und Danny kann endlich wieder nach Hause zurückkehren. Doch da erwartet ihn eine Überraschung: Er hat von seinem Großvater zwei Holzhäuser in Tortilla Flat, einer Paisanosiedlung in Kalifornien, geerbt. Ein Haus überläßt er seinen mittellosen Freunden, doch schon bald brennt es nieder. Alle ziehen nun zu Danny, der sogar noch weitere Obdachlose mitsamt ihren Hunden aufnimmt. Dort führen sie ein unbekümmertes, unkonventionelles Dasein, leben einfach in den Tag hinein und sorgen sich höchstens darum, wer die nächste Flasche Wein besorgt. Der Höhepunkt des Tages besteht im „Wunder des Essens“ und den vielen Gesprächen unter Freunden. So könnte es ewig weitergehen, doch eines Tages wird Danny ruhelos, verläßt die Freunde, um als Landstreicher umherzuziehen. Als er wiederkommt, ist er völlig verändert.

„Tortilla Flat“ (1935) beschreibt in episodenhaften Abschnitten das Leben und Träumen derer, die am Wirtschaftswunder der USA nach dem Ersten Weltkrieg nicht teilhaben, daran aber auch gar nicht teilhaben wollen. Steinbeck erzählt äußerst unterhaltsam von liebenswerten Außenseitern, die sich nicht über den Tag hinaus sorgen und gerade deswegen ganz und gar das tägliche Leben genießen.

„Tortilla Flat“ ist ein großartiges kleines Buch. John Steinbecks Helden sind die Besitz- und Heimatlosen, Strauchdiebe, Faulpelze und Säufer mit viel Bauernschläue und Witz. Sie haben das Herz auf dem rechten Fleck, auch wenn sie keine Heilige sind. Sie prügeln sich gerne und sind den Frauen nicht abgeneigt, aber ihre Freundschaft geht ihnen über alles.

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