Archiv für Andrzej Stasiuk

Die Welt hinter Dukla

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2013 by lady8jane
Die Welt hinter Dukla von Andrzej Stasiuk

Die Welt hinter Dukla von Andrzej Stasiuk

„Ich komme immer wieder in dieses Dukla zurück, um es bei unterschiedlichem Licht, zu unterschiedlichen Tageszeiten anzusehen“, schreibt Andrzej Stasiuk, der keine Handlung erzählen will, nur Ereignisse. So kehrt er stets wieder in dieses Dorf am Rande der Karpaten zurück, in dem sommers wie winters „immer etwas los ist“. Schon der Knabe folgt den Spuren von Licht und Nacht, läßt sich treiben durch das Dickicht der Nachmittage, an denen eigentlich nichts passiert, die aber gleichwohl dicht angefüllt sind mit Gerüchen und Geräuschen, mit Lichteindrücken und kleinen Abenteuern der Entdeckung. Eines Tages taucht ein braunes Mädchen in weißem Kleid beim Tanzen auf. Der dreizehnjährige Junge verfällt ihrem Bann, er versucht, gleichsam in sie hineinzuschlüpfen, sie sozusagen von innen zu berühren. Doch aller Beobachtungsanstrengungen zum Trotz kommt es nur zu flüchtigen, plötzlichen Begegnungen. Stasiuks Streifzüge durch Dukla folgen unsichtbaren Wegen und Pfaden durch Atmosphären und Stimmungen, er sammelt Erlebnissplitter, in denen er zugleich sich selbst auf die Spur kommt. Es entsteht das vielfarbig schillernde Kaleidoskop eines so flüchtigen wie einprägsamen poetischen Bilderreigens: „Das Bild, der Zwillingsbruder unseres Verstandes, wird uns überleben.“

Der Klappentext zu „Die Welt hinter Dukla“ klingt nicht sonderlich spannend. Und nachdem ich „Berittener Bogenschütze“ gelesen hatte, das so ähnlich klang und ganz schrecklich war, habe ich mich ein wenig vor diesem Buch hier gedrückt. Als ich es dann aber angefangen habe, war ich sofort begeistert.

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