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Die Abenteuer des Micah Mushmelon, kindlicher Talmudist

Die Abenteuer des Micah Mushmelon, kindlicher Talmudist von Michael Wex
Die Abenteuer des Micah Mushmelon, kindlicher Talmudist von Michael Wex

Wer ist Micah Mushmelon? – Als Schraga ihn vor dem koscheren Comicladen umrennt, weiß er nicht, mit wem er es zu tun bekommt. Als Neunjähriger mit Hochschulabschluß schon Synagogenvorsteher in Brooklyn, New York, einer der verdientesten Vorkämpfer für die Einhaltung der heiligen Gesetze, das ist Micah, der kindliche Talmudist. Aber selbst er, der sein ganzes vorgeburtliches Wissen nie vergessen hat, benötigt angesichts der Machenschaften eines gerissenen Ketzers unbedingt Unterstützung.

Schnell und absurd, komisch und eigensinnig erzählt Michael Wex vom Leben zwischen Tradition und Gegenwart, Thora und Comic-Heftchen, Synagoge und Knutschakademie bei den schönsten Mädchen der Welt …

Ein unorthodoxer, wilder Abenteuerroman.

Man muß wohl Jude sein oder sich zumindest mit dem Judentum sehr gut auskennen, um „Die Abenteuer des Micah Mushmelon, kindlicher Talmudist“ wirklich würdigen zu können. Denn viel vom Witz und Humor des Buches geht verloren, wenn man nichts über die verschiedenen Fraktionen der Chassidim, die religiösen Vorschriften des Judentums oder die Mystik der Kabbala weiß. Wie soll man auch Scherze über Sabbatvorschriften verstehen, wenn man nicht einmal weiß, welche Vorschriften für den Sabbat gelten?

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Der englische Patient

Der englische Patient von Michael Ondaatje
Der englische Patient von Michael Ondaatje

„Der englische Patient“ ist wieder einmal ein Buch, das ich ohne die SZ-Bibliothek nie gelesen hätte. Warum? Zunächst natürlich einmal wegen dieses furchtbaren Schmachtfetzens, den Hollywood daraus gemacht hat. Und zum Zweiten wegen des (wieder einmal) unsäglichen Klappentextes:

Italien gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. In einer verlassenen, abgelegnen Villa haben die Alliierten ein Lazarett eingerichtet. Hier pflegt die kanadische Krankenschwester Hana die Verwundeten der letzten Offensiven. Doch als die Alliierten entscheiden, das Lager abzubrechen und weiterzuziehen, entschließt sich Hana zurückzubleiben, um sich um einen schwer verwundeten, transportunfähigen Patienten zu kümmern. Dieser ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sein ganzer Körper ist eingehüllt mit Bandagen, und selbst an seinen Namen kann oder will er sich nicht mehr erinnern. Doch gerade darum fasziniert er Hana: Wer ist dieser mysteriöse und schweigsame Mann, den sie nur als den „englischen Patienten“ kennt? Welche Geschichte verbirgt sich hinter seinen undurchdringlichen Augen? Noch bevor sie eine Antwort finden kann, stoßen der italienische Spion Caravaggio und der indische Minensucher Kip zu Hana und quartieren sich bei ihr ein. Während sich die Kampfhandlungen immer weiter entfernen, entspinnt sich hier in der stillen Villa zwischen den vier Protagonisten eine wechselhafte Beziehung zwischen Verdächtigung und Verlangen, zwischen Haß und Liebe. Der Krieg zieht weiter, doch für die Hauptfiguren, die so zufällig zusammengefunden haben, beginnt der Kampf mit den Gefühlen erst.

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