Archiv für John Irving

Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

Posted in Alexandria with tags , on 7. April 2012 by lady8jane
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker von John Irving

Die wilde Geschichte vom Wassertrinker von John Irving

Seine Frau will raus; seine Geliebte will ein Kind. Die Beschwerden, die er sich bei seiner einstigen Babysitterin geholt hat, machen ihm das Lieben zur Qual. Der Filmemacher, für den er arbeitet, will sein Leben verfilmen: als Dokumentation eines Fehlschlags. Dies ist die Geschichte vom Glück und Unglück des fluchbeladenen Fred Bogus Trumper, des eigenwilligen fahrenden Ritters im Kampf der Geschlechter, der ausschließlich seiner Waffe die Schuld an allem gibt. Seine Beschwerden sind ernster zu nehmen als die von Portnoy – der mußte nie so viel Wasser trinken.

Komisch oder gar „zwerchfellerschütternd schrill“ wie es in der Rezension des „Stern“ heißt, fand ich „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ nicht. Aber gut ist das Buch, absolut klasse sogar!

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Garp und wie er die Welt sah

Posted in Alexandria with tags , on 7. Mai 2011 by lady8jane
Garp und wie er die Welt sah von John Irving

Garp und wie er die Welt sah von John Irving

Die Welt des Schriftstellers Garp ist bevölkert von Lehrern und Huren, Spießern und Randexistenzen, Verlagslektoren und Mördern, Transsexuellen und Sittenstrolchen, Männern, Frauen und Kindern – grotesk, brutal, banal, perfide. Ein Pandämonium: unsere Welt.

Obwohl „Garp und wie er die Welt sah“ wohl eines der bekanntesten Bücher von John Irving ist (nicht zuletzt durch die Verfilmung mit Robin Williams und Glenn Close) und er damit seinen Durchbruch als Schriftsteller geschafft hat, ist es gleichzeitig das Buch, das mir von ihm bisher am wenigsten gefallen hat. Das mag daran liegen, daß ich seine Hauptfigur Garp nicht sonderlich interessant fand.

Tatsächlich haben mir vor allem die Passagen des Buches gefallen, in denen Garp eine nicht ganz so tragende Rolle spielt oder aber auch andere Personen vermehrt in den Vordergrund der Handlung treten. Die Geschichte um Garps Zeugung, die Episoden um sein Aufwachsen im Internat und seine Zeit in Wien lesen sich leicht und flüssig. Hier findet sich der Charme, den ich aus Irvings anderen Werken kenne und liebe.

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Laßt die Bären los!

Posted in Alexandria with tags , on 21. November 2010 by lady8jane
Laßt die Bären los! von John Irving

Laßt die Bären los! von John Irving

John Irving ist einer meiner Lieblingsschriftsteller und so war es für mich umso interessanter, sein Erstlingswerk „Laßt die Bären los!“ zu lesen. Darum geht es:

„Laßt die Bären los!“ ist die tragisch-komische, skurrile Geschichte von Siggi Javotnik und Hannes Graff, die sich eines Tages aufmachen zu neuen Ufern. Wichtige Rollen spielen dabei ein Motorrad, Mädchen und vor allem Bären, die Lieblingstiere des Autors. Bereits mit diesem Debut profilierte sich John Irving als einer der ungewöhnlichsten Schriftsteller Amerikas, nicht nur, weil seine Lieblingsbeschäftigung neben Romanschreiben Ringen und Gewichtheben ist, sondern weil sich seine Bücher mit erstaunlicher Vitalität allen Einordnungsversuchen widersetzen; inhaltlich wie formal.

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Das Hotel New Hampshire

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Januar 2009 by lady8jane
Das Hotel New Hampshire von John Irving

Das Hotel New Hampshire von John Irving

John Irving ist einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller. Seine Bücher sind großartig, genial und von der ersten bis zur letzten Seite (und Seiten haben sie alle viele!) extrem unterhaltsam. So fesselnd und überwältigend sind diese Bücher, daß ich hier als erstes eine Warnung aussprechen muß: Es kann sein, daß man einen Irving nicht mehr aus der Hand legen kann, daß man ganze Nächte durchlesen muß oder sogar vergißt aus dem Zug auszusteigen!

„Das Hotel New Hampshire“ von Irving ist für mich besonders vergnüglich, weil ich relativ oft in Hotels wohne und deshalb allein schon das Thema faszinierend finde:

Die amerikanische Ostküste 1939. Mary Bates und Win Berry haben gerade die Highschool hinter sich und jobben im Hotel Arbuthnot-by-the-Sea. Sie sind begeistert von der Geschäftigkeit des Hotels und der Weltläufigkeit der Gäste. Da ist der weitgereiste jüdische Schausteller Freud mit seinem Tanzbären Earl, der nur einer der vielen faszinierenden Besucher ist. Und auch der kultivierte Hotelbesitzer Arbuthnot macht in seinem tadellosen weißen Jacket großen Eindruck auf die Jugendlichen vom Land. In ihrer jugendlichen Unbekümmertheit beschließen sie, ein eigenes Hotel zu eröffnen. Freud, der nach Österreich zurückkehrt, überläßt den beiden Träumern seinen Tanzbär als Glücksbringer. Doch es kommt anders als geplant. Immer wieder stehen die beiden neuen Hindernissen gegenüber. Selbst ein Versuch, in Österreich als Hoteliers Fuß zu fassen, steht unter keinem guten Stern. Schließlich kommen sie doch noch zu Geld und Wohlstand, allerdings auf ganz anderen Wegen.

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Owen Meany

Posted in Alexandria with tags , on 7. Oktober 2007 by lady8jane
Owen Meany von John Irving

Owen Meany von John Irving

Die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright: Owen Meany ist John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt, ein großartiger Roman in der Tradition angelsächsischer Erzähler.

Ein wahrhaft großhartiger Roman, jawohl! Diese Geschichte eines (Irving-typischen) kleinwüchsigen Messias, diese Geschichte von Freundschaft und Liebe, von Glaube und Bestimmung ist mit das Beeindruckendste, das ich von Irving bisher gelesen habe.

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