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Gildenhaus Thendara

Gildenhaus Thendara von Marion Zimmer Bradley
Gildenhaus Thendara von Marion Zimmer Bradley

„Gildenhaus Thendara“ ist die direkte Fortsetzung von „Die zerbrochene Kette“ und deshalb begegnen wir darin auch wieder allen Charakteren, die wir im ersten Band lieb gewonnen haben:

Da die Frauen auf Darkover in einer von Männern dominierten Welt nur wenige Rechte besitzen, nimmt eine Gruppe von Frauen beherzt ihr Schicksal in die Hand. Sie schwören einen Eid darauf, sich nie mehr in die Abhängigkeit eines Mannes zu begeben, und bezeichnen sich als „Entsagende“. Heimat und Zentrum ihrer Aktivitäten sind die Gildenhäuser, die nicht nur Begegnungsstätten und Quartiere für reisende Frauen sind, sondern auch Hort uralter Geheimnisse. Hier treffen sich Magdalen, eine ehemalige terranische Agentin, und Camilla, deren Vergangenheit im Dunkeln liegt.

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Die zerbrochene Kette

Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley
Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley

Neben dem Kurzgeschichtenband „Freie Amazonen von Darkover“ ist „Die zerbrochene Kette“, glaube ich, das erste Buch aus dem Darkover-Zyklus, das ich gelesen habe. Insofern habe ich mich darauf gefreut, es wieder einmal zu lesen. Darum geht es:

„Ich schwöre, daß ich von diesem Tag an nie mehr den Namen eines Mannes führen will, sei er Vater, Vormund, Liebhaber oder Gatte …“ Dies ist mir eom Teil des Eids der freien Amazonen von Darkover, die der Männerwelt trotzen und völlige Gleichberechtigung fordern. Mit mehreren mutigen Frauen begeben sich die freien Amazonen Kindra und Lady Rohana Ardais auf eine gefahrvolle Reise in die Trockenstädte. Dotz regieren Männer nach ihren Gesetzen und legen Frauen in goldene Ketten. Das Ziel der beherzten Frauen ist, eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien.

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Die Erben von Hammerfell

Die Erben von Hammerfell von Marion Zimmer Bradley
Die Erben von Hammerfell von Marion Zimmer Bradley

Gekränkter Stolz und unversöhnliche Feindschaft bestimmen seit Jahrhunderten das Verhältnis zwischen den beiden Herzogtümern Hammerfell und Storn. Doch nun scheint es, als habe Storn den Kampf endgültig gewonnen. Rascard, der letzte Herzog von Hammerfell, ist bei der erfolglosen Verteidigung seines Herrschaftssitzes gefallen. Dennoch ist Storns Triumph nicht vollständig, denn in letzter Sekunde konnte Rascards junger Frau sich und ihre Zwillingssöhne aus der brennenden Burg retten. Und eines Tages wird es wiederum zu einem Kampf um Hammerfell kommen …

„Die Erben von Hammerfell“ ist wieder so ein Buch aus der Darkover-Reihe, das auch in jeder anderen Fantasy-Reihe hätte erscheinen können. Klar, die Charaktere haben „Laran“ und Erminie Hammerfell (die Mutter der Zwillinge) arbeitet als Technikerin in einem der Türme, aber das ist hier auch nur eine Entschuldigung, um sie wie eine Zauberin/Magierin aus jedem anderen Fantasy-Roman handeln zu lassen.

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Die Zeit der Hundert Königreiche

Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley
Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley

Die Territorien des Planeten Darkover sind in viele Fürstentümer und Stadtstaaten zerfallen. Persönliches Besitzstreben und Machtanspruch verhindern eine Einigung der Domänen. Der Knabe Bard di Asturien wächst als Pflegesohn an einem der Höfe gemeinsam mit den Söhnen und Töchtern des Königs heran. Zum Heerführer des Reiches aufgestiegen, verlobt er sich mit der Tochter Carlina und muß eine Probezeit bis zum Vollzug der Ehe bestehen. Ein plötzlich entfachter Streit mündet in einen erbitterten Kampf. Ein Bruder wird verkrüppelt, der andere getötet. Bard wird für vogelfrei erklärt und muß fliehen. Um im Kampf gegen das Königshaus zu bestehen, nutzt er dunkle Magie, die sein Verhängnis wird …

„Die Zeit der Hundert Königreiche“ ist so ein Buch, wo ich mich echt frage, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Wie kann man einen Charakter, noch dazu den Hauptprotagonisten des Buches, so unsympathisch und dämlich gestalten? Ich verstehe die Intention dahinter, aber die Ausführung ist wirklich furchtbar.

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Tall, Dark and Dead

Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway
Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway

Ich bin selbst schuld! Wieso lese ich sowas wie „Tall, Dark and Dead“ überhaupt? Chick-lit mit Vampiren, das kann ja nur schief gehen …

Tut es auch und zwar gleich zweifach. Da ist zunächst mal die Chick-lit-Sache. Diese ständige Fixierung auf (unglaublich gutaussehende) Männer … meine Güte nochmal! Spätestens wenn man über 25 ist, sollte man begriffen haben, daß es mehr gibt da draußen als Typen und Sex. Und mit dem Sex sind wir auch schon beim zweiten Manko des Buches: Tate Hallaway kann einfach keine erotischen Sexszenen schreiben. Selten hab ich es erlebt, daß man das alte Rein-Raus-Spiel so unsexy machen kann wie hier. Klinische Details sind halt nicht alles.

Dann diese Story … Vampire, Hexen, Hexenjäger-Assassinen des Vatikans (ja, richtig gelesen!), Dhampire (das sind leibliche Kinder von Vampiren) und eine Hauptfigur, die von einer Göttin besessen ist und einen Familiar hat. Astrologie, Wicca-Magie, Alchemie … es hört einfach nicht auf. Ich weiß nicht, wieso man das alles in ein Buch mischen muß, ich weiß es wirklich nicht. Für mich klingt das immer irgendwie wie (schlechte) Fanfiction.

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Herrin der Falken

Herrin der Falken von Marion Zimmer Bradley
Herrin der Falken von Marion Zimmer Bradley

Ha, ich wußte doch, daß ich die Handlung von „Zandrus Schmiede“ schon einmal gelesen habe! Hier nämlich, in „Herrin der Falken“. Denn das was im Klappentext steht ist nur der Anfang beziehungsweise nur ein Viertel der Geschichte:

Das Mädchen Romilly ist die Herrin der Falken. Sie besitzt die Gabe, mit Tieren kommunizieren zu können. Doch als Frau bleibt ihr in dem strengen Herrschaftssystem auf Darkover die Anwendung dieser Gabe verwehrt. Sie flieht und findet Aufnahme im Gildehaus der Freien Amazonen, wo sie zu einer selbstbewußten Kämpferin heranwächst.

Tatsächlich zieht Romilly, bevor sie bei den Freien Amazonen (die zu dem Zeitpunkt noch die Schwesternschaft des Schwertes und damit eine reine Söldnerinnenvereinigung sind) landet, verkleidet als Junge  mit dem verkleideten König und seinem Friedensmann Orain durch die Berge. Letzterer spielt dabei eine viel größere Rolle als in „Zandrus Schmiede“, stattdessen kommt Varzil der Gute in dem Buch überhaupt nicht vor. Die ganze Handlung wurde also in dem späteren Roman ziemlich umgeschrieben.

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Mitternachtskuß

Mitternachtskuß herausgegeben von Victoria A. Brownworth
Mitternachtskuß herausgegeben von Victoria A. Brownworth

Victoria A. Brownworth präsentiert Vampirismus al dente, feministisch gewürzt. Die acht Stories – mal sexy, mal subversiv – führen die LeserInnen von der ursprünglichen Heimat der Vampire in Osteuropa bis ins Revier einer lesbischen Vampirin in Los Angeles. In einer Geschichte ist es die Mutter, die sich auf merkwürdige Weise ausgesogen fühlt, in einer anderen eine junge Frau, die das dringende Bedürfnis verspürt, jemanden zu vernaschen …

„Mitternachtskuß“ versammelt acht verschiedene Vampirgeschichten. Entgegen des Versprechens auf dem Klappentext und im Vorwort sind die wenigstens der Erzählungen wirklich originell. Vampire in Rumänien, deren Diener Zigeuner sind (die zudem auf ältere Frauen stehen, ein Wunschtraum der Autorin vielleicht?) in Sie haben keine Gesichter. Eine erotisch-pornographische Geschichte, in der eine schöne Frau das „Raubtier“ ist in Zum Sterben schön. Und ganz besonders furchtbar die letzte Erzählung, Die zwölfte Nacht, geschrieben von der Herausgeberin selbst, in der eine lesbische Vampirin in New Orleans und eine Frau mit Namen Luna St. Croix vorkommen. Luna St. Croix! Himmel, das klingt wie schlechte Fanfiction!

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