Archiv für USA

Tom Sawyer

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. März 2017 by lady8jane
Tom Sawyer von Mark Twain

Tom Sawyer von Mark Twain

Tom Sawyer ist alles andere als ein Musterschüler – sehr zum Leidwesen seiner Tante Polly! Stets hat Tom den Kopf voller Streiche und abenteuerlicher Ideen. Gemeinsam mit seinen Freunden Huckleberry Finn und Joe Harper führt er ein aufregendes Leben, sei es als Schatzsucher, als Pirat auf einer einsamen Flußinsel oder – wie Robin Hood – als „edler Geächteter“. Als er dann auch noch hilft einen Mord aufzuklären, ist er einmal mehr der Held des Tages.

Mark Twain hat Tom Sawyers Abenteuer nicht nur für Jungen und Mädchen geschrieben, ein Gedanke war auch, „die Erwachsenen auf unterhaltsame Weise an ihre eigene Kindheit zu erinnern“. Bis auf den heutigen Tag ist „Tom Sawyer“ die klassische Jungengeschichte.

Ich liebe Mark Twain, und sein „Tom Sawyer“ ist wohl sein berühmtestes und bekanntestes Buch. Es ist einfach bezaubernd, charmant, witzig und ungeheuer unterhaltsam. Ich lese es immer wieder gerne. Und jetzt, wo ich verschiedenste Jugendbücher aus einer ähnlichen Zeit lese, begreife ich auch langsam warum.

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Ezra Pound

Posted in Alexandria with tags , on 7. August 2013 by lady8jane
Ezra Pound von Jeannette Lander

Ezra Pound von Jeannette Lander

Da ich im Moment für eine geplante BookBox bei BookCrossing Biographien sammle und lese, bin ich auch über dieses Buch zu „Ezra Pound“ gestoßen. Der Klappentext verrät uns:

Der Dichter der Cantos ist einer der umstrittensten Autoren des 20. Jahrhunderts, sowohl in den USA als auch in Europa. Er hat die angelsächsische Lyrik entscheidend beeinflußt, blieb selbst jedoch lange im Schatten. Erst der Prozeß wegen Landesverrats, den die Vereinigten Staaten wegen seiner Rundfunksendungen im Italien Mussolinis gegen ihn anstrengten, rückte ihn ins Licht einer weiteren Öffentlichkeit. Pound lebt heute in Italien. Die meisten seiner Werke – Lyrik, Essays, Drama – erschienen auch in deutscher Übersetzung.

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Adressat unbekannt

Posted in Alexandria with tags , on 21. Dezember 2012 by lady8jane
Adressat unbekannt von Kressmann Taylor

Adressat unbekannt von Kressmann Taylor

„Adressat unbekannt“, erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.

Man kann es nicht anders sagen: Ein tolles Buch! Nur etwas über 50 Seiten braucht Kressmann Taylor, um eine eigentlich sehr komplizierte und spannende Geschichte um Freundschaft, Liebe, Politik und Verrat zu schreiben. Großartig!

Nur zwei oder drei Briefe braucht die Autorin, um so subtil wie geschickt dem Leser beiden Hauptfiguren vor Augen zu führen. Es ist eigentlich unglaublich, was man schon nach diesen paar Seiten alles über die Vergangenheit und Gegenwart ihrer Figuren weiß. Und nach dieser kurzen Einführung geht es auch schon richtig in die Vollen. Hitler hat die Regierung in Deutschland übernommen und Martin Schulse beginnt sich an die neuen Verhältnisse anzupassen. Schon bald ist es für ihn nicht mehr opportun mit Max Eisenstein befreundet zu sein. Als dann noch dessen Schwester Giselle, Martins frühere Geliebte, versucht, bei dem Deutschen Zuflucht zu finden, eskalieren die Ereignisse. Und Max rächt sich auf hochraffinierte Weise …

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Lügen in Zeiten des Krieges

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. November 2012 by lady8jane
Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley

Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley

Louis Begley erzählt die Geschichte von der Hölle der Todesangst und dem Überleben in ihr: Der Knabe Maciek aus T. in Polen, Sohn eines angesehenen jüdischen Arztes, erfährt, wie sich seine anfangs so wohl behütete, idyllische Kindheitswelt verfinstert bis ins Nachtschwarze mörderischer Ausweglosigkeit. Doch zuerst scheint alles im Lot, Maciek genießt seine Kindheit mit dem imposanten Großvater, der weichen Großmutter, der schönen Tante Tanja und dem sorgsamen Vater. Und seine Furcht vor dem Riesen in der Nacht wird beruhigt von Zosia, dem polnischen Kindermädchen. Doch mit dem „Anschluß“ Österreichs setzen Nervosität, Unruhe und Angst ein, der Kriegsausbruch im September 1939 verändert dieses Leben total. Die Deutschen kommen, Maciek und seine Familie müssen wie alle Juden ihr Haus verlassen. Was folgt, sind täglich Demütigung, Elend, Razzien, Todesfurcht und Tod, aber auch Knabenspiele, erwachende Pubertät. Tante Tanja befreundet sich mit dem Deutschen Reinhard, er hilft Macieks Familie mit falschen Papieren. Als die Deportation unmittelbar bevorsteht, warnt Reinhard die Familie und versteckt Tanja und Maciek in einer Wohnung in Lwów. Doch Gefahr und Verderben nehmen zu, Reinhard und die Großmutter werden von der Gestapo in T. entdeckt, er erschießt sich und die alte Frau und gewinnt Zeit für Tanja und Maciek durch diese Tat. Mit neuen Not- und Rettungslügen taumeln Tanja und Maciek, unter dem steigenden Druck, endgültig entdeckt zu werden, weiter durch das Inferno des Krieges …

„Lügen in Zeiten des Krieges“ ist ein verstörendes Dokument des Überlebens. Es beginnt langsam, fast langweilig, harmlos. Doch nach und nach steigert sich die Erzählung, verdichtet sich bis zu den beklemmend geschilderten letzten Kriegstagen.

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Die Jadefrau

Posted in Alexandria with tags , on 7. August 2012 by lady8jane
Die Jadefrau von Nicole Mones

Die Jadefrau von Nicole Mones

Mit ihren roten Haaren und jadegrünen Augen erregt die Dolmetscherin Alice Mannegan es viel Aufsehen, wenn sie mit dem Rad durch die Straßen Pekings fährt. Obwohl die Amerikanerin seit langem in China lebt, ist sie eine Außenseiterin geblieben. Nun erhält sie die Chance, den Archäologen Adam Spencer auf seiner Suche nach dem sagenumwobenen „Pekingmenschen“ zu begleiten. Alice ahnt nicht, daß diese Reise zu den Ursprüngen der Menschheit eine Reise zu ihrem eigenen Ich werden wird …

Da ich selbst durch mein Studium nicht ganz unbeleckt bin in archäologischen Dingen, war ich auf „Die Jadefrau“ ziemlich gespannt. Bücher über Archäologen sind für mich eben durch meine Vorbildung zwar meist ein bißchen ärgerlich (weil unrealistisch), aber auch reichlich aufregend. Wer mag denn auch nicht Indiana Jones?

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A Dance with Dragons

Posted in Alexandria with tags , on 21. Juni 2012 by lady8jane
A Dance with Dragons von George R.R. Martin

A Dance with Dragons von George R.R. Martin

In the aftermath of a colossal battle, new threats are emerging from every direction.

Tyrion Lannister, having killed his father, and wrongfully accused of killing his nephew, King Joffrey, has escaped from King’s Landing with a price on his head.

To the north lies the great Wall of ice and stone – a structure only as strong as those guarding it. Eddard Stark’s bastard son Jon Snow has been elected 998th Lord Commander of the Night’s Watch. But Jon has enemies both inside and beyond the Wall. And in the east Daenerys Targaryen struggles to hold a city built on dreams and dust.

Nachdem ich George R.R. Martins „A Feast for Crows“ gelesen hatte, hatte ich große Bedenken, was „A Dance with Dragons“ anging. Wie der Vorgängerband schließt auch dieses Buch zeitlich direkt an „A Storm of Swords“ an. Nachdem allerdings im vierten Band der Reihe all die Handlungsstränge finden, die ich spannend finde, und alle Charaktere, die ich mag, hatte ich befürchtet, daß dieser fünfte Band, der eben alle anderen Handlungsstränge und Charaktere behandelt, ziemlich langweilig werden würde.

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Frühstück bei Tiffany

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2012 by lady8jane

Eigentlich würde hier jetzt mein Fazit zur SZ-Bibliothek stehen. Aber genau wie bei der SZ-Cinemathek setzt die Süddeutsche auch diese Reihe fort. Ich darf mich also auf 50 weitere Bände faszinierender Literatur freuen. Und es geht schon gut los:

Frühstück bei Tiffany von Truman Capote

Frühstück bei Tiffany von Truman Capote

„Bei all ihrer schicken Magerkeit, strahlte sie eine Haferflocken-Gesundheit aus, eine Seifen- und Zitronen-Reinlichkeit, und auf ihren Wangen lag eine raue Röte. Sie hatte einen großen Mund und eine Stupsnase. Eine Sonnenbrille verbarg ihre Augen. Es war ein Gesicht, das nicht mehr ganz in der Kindheit zuhause war und schon einer Frau gehörte.“ So beschreibt Truman Capote seine unsterbliche Heldin Holly Golightly. Die fast Neunzehnjährige, die voller Lebenshunger vom Land in die große Stadt ausgerissen ist, hat nichts außer ihrer Erscheinung und ihrer Ausstrahlung, die sie befähigt, mit Männern zu spielen und sich gewissermaßen aushalten zu lassen. Manchmal befällt sie, die im Partytrubel von New York so unschuldig glänzen kann, aber das „rote Elend“, Katzenjammer und Weltschmerz, Angst und Verlorenheit, spürt sie innere Leere und Einsamkeit. Dann hilft nichts anderes mehr, als auf die Fifth Avenue zu Tiffany zu fliehen, dem berühmten Juwelier. Der Schimmer der Diamanten beruhigt Holly und gibt ihr die Sicherheit zurück, im New York zu Beginn der 40er Jahre zu bestehen. Ihr Nachbar, ein junger Schriftsteller, beobachtet ihr krauses Leben, er liebt ihre Schlagfertigkeit, ihre originelle, von Fremdwörtern gespickte Sprache, ihre Lust am witzig parlierenden Dialog. Manchmal aber spielt sie Lieder, „bei denen man sich fragte, wo sie die gelernt hatte … rauhzärtliche, umherirrende Melodien mit Worten, die nach Südstaatennadelwäldern oder der Prärie schmeckten.“ Eines Tages ist sie weg, übrig bleibt nur ihr namenloser Kater, auf dessen Suche sich der Erzähler begibt …

Natürlich habe ich „Frühstück bei Tiffany“ schon längst im amerikanischen Original gelesen und kann das auch jedem nur empfehlen, zumal in diesem Buch die drei Kurzgeschichten fehlen, die normalerweise mit „Frühstück bei Tiffany“ zusammen veröffentlicht werden. Truman Capote ist ein Meister der Worte und am besten liest man diese Worte in seiner Sprache!