Archiv für USA

Wolfsblut

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Oktober 2017 by lady8jane
Wolfsblut von Jack London

Wolfsblut von Jack London

Unter dem Schutz seiner Mutter wächst der Welpe Wolfsblut – halb Hund, halb Wolf – in der kanadischen Wildnis auf, bis er von Indianern eingefangen und gezähmt wird.

Aber dann verkauft ihn sein Besitzer an einen brutalen und skrupellosen Weißen, der Wolfsblut für Hundekämpfe abrichtet. Wolfsblut lernt nun die Menschen von ihrer grausamsten Seite kennen und wird zum gnadenlosen Kampfhund. Bis er einen neuen Herren findet, der ihm Verständnis und Zuneigung entgegenbringt …

Jack London, dessen realistische Abenteuerromane seit Generationen zahllose Leser in ihren Bann ziehen, hat einen mitreißenden Tierroman geschrieben, der seinesgleichen sucht.

Mit Jack London konnte ich noch nie allzuviel anfangen, und auch sein „Wolfsblut“ hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen. Zum einen geht es mir mit dem Buch ein wenig wie mit „Black Beauty“: Ich kann mit Hunden nicht so viel anfangen (bin ein Katzen-Mensch) und eine Geschichte, die sich hauptsächlich um Hunde dreht, finde ich einfach nicht sonderlich spannend.

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Onkel Toms Hütte

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. September 2017 by lady8jane
Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher-Stowe

Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher-Stowe

Der farbige Sklave Tom und seine Familie führen ein rechtloses Leben auf einer Farm im Süden der Vereinigten Staaten. Und trotzdem geht es ihnen noch besser als vielen ihrer Leidensgenossen. Denn der Farmer Mr Shelby ist ein guter Herr, der sich um seine Arbeiter kümmert und für sie sorgt.

Doch dann gerät er in finanzielle Schwierigkeiten und ist gezwungen, Tom zu verkaufen. Toms Familie wird auseinander gerissen, und für ihn selbst beginnt ein Leidensweg, der in zu verschiedenen Besitzern führt.

Harriet Beecher-Stowes spannender und aufrüttelnder Roman ist ein inzwischen klassisches Plädoyer gegen den Sklavenhandel, das weltweit große Beachtung fand und wesentlich zur Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten beigetragen hat.

Wenn man sich mit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung ein wenig beschäftigt, kann man schnell nachvollziehen, daß „Onkel Tom“ von Malcom X und den Mitgliedern der „Black Panther“-Bewegung als Schimpfwort verwendet wird. Denn Harriet Beecher-Stowes Titelheld ist wirklich gar zu duldsam und unterwürfig. Was aber vor allem damit zu tun hat, daß er ein Christ ist und als solcher duldsam und demütig ist. Und Christ ist er, weil Beecher-Stowe selbst stark gläubig war.

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Huckleberry Finn

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. August 2017 by lady8jane
Huckleberry Finn von Mark Twain

Huckleberry Finn von Mark Twain

Früher führte Huckleberry Finn ein unbeschwertes Leben. Doch seit er mit seinem Freund Tom Sawyer einen Schatz gefunden hat, ist es damit vorbei. Denn nun taucht sein Vater auf, ein Landstreicher, der sich bisher wenig um Huck gekümmert hat. Jetzt aber versucht er, in den Besitz des Geldes zu gelangen. Für Huck gibt es nur eine Lösung: Er reißt aus. Auf seiner Flucht trifft er den entflohenen Sklaven Jim und gemeinsam brechen beide zu einer abenteuerlichen Floßfahrt auf, den Mississippi hinunter.

„Huckleberry Finn“ ist eines der wichtigsten Bücher des amerikanischen Bestseller-Autors Mark Twain und für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen spannend und lesenswert. Ein internationaler Klassiker und ein Glücksfall für die Weltliteratur!

„Huckleberry Finn“ ist tatsächlich nicht nur eines der wichtigsten Bücher von Mark Twain, sondern ein sehr wichtiges Buch für die amerikanische Literatur und die westliche Literatur allgemein. Denn es ist eines der ersten Bücher, die in Umgangssprache geschrieben sind. Dieser Schritt von einer hohen (und damit auch künstlichen) Schriftsprache zu einem Erzählen einfach so, wie das Volk eben spricht und handelt, ist so gewaltig und auch so gewagt, daß man Twain eigentlich gar nicht genug dankbar sein kann. Dabei ist es für uns heutige Leser eigentlich nicht mehr so recht nachzuvollziehen, teilweise bemerken wir den Unterschied gar nicht, da wir dieses Erzählen ja aus vielen modernen Romanen gewohnt ist.

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Tom Sawyer

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. März 2017 by lady8jane
Tom Sawyer von Mark Twain

Tom Sawyer von Mark Twain

Tom Sawyer ist alles andere als ein Musterschüler – sehr zum Leidwesen seiner Tante Polly! Stets hat Tom den Kopf voller Streiche und abenteuerlicher Ideen. Gemeinsam mit seinen Freunden Huckleberry Finn und Joe Harper führt er ein aufregendes Leben, sei es als Schatzsucher, als Pirat auf einer einsamen Flußinsel oder – wie Robin Hood – als „edler Geächteter“. Als er dann auch noch hilft einen Mord aufzuklären, ist er einmal mehr der Held des Tages.

Mark Twain hat Tom Sawyers Abenteuer nicht nur für Jungen und Mädchen geschrieben, ein Gedanke war auch, „die Erwachsenen auf unterhaltsame Weise an ihre eigene Kindheit zu erinnern“. Bis auf den heutigen Tag ist „Tom Sawyer“ die klassische Jungengeschichte.

Ich liebe Mark Twain, und sein „Tom Sawyer“ ist wohl sein berühmtestes und bekanntestes Buch. Es ist einfach bezaubernd, charmant, witzig und ungeheuer unterhaltsam. Ich lese es immer wieder gerne. Und jetzt, wo ich verschiedenste Jugendbücher aus einer ähnlichen Zeit lese, begreife ich auch langsam warum.

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Ezra Pound

Posted in Alexandria with tags , on 7. August 2013 by lady8jane
Ezra Pound von Jeannette Lander

Ezra Pound von Jeannette Lander

Da ich im Moment für eine geplante BookBox bei BookCrossing Biographien sammle und lese, bin ich auch über dieses Buch zu „Ezra Pound“ gestoßen. Der Klappentext verrät uns:

Der Dichter der Cantos ist einer der umstrittensten Autoren des 20. Jahrhunderts, sowohl in den USA als auch in Europa. Er hat die angelsächsische Lyrik entscheidend beeinflußt, blieb selbst jedoch lange im Schatten. Erst der Prozeß wegen Landesverrats, den die Vereinigten Staaten wegen seiner Rundfunksendungen im Italien Mussolinis gegen ihn anstrengten, rückte ihn ins Licht einer weiteren Öffentlichkeit. Pound lebt heute in Italien. Die meisten seiner Werke – Lyrik, Essays, Drama – erschienen auch in deutscher Übersetzung.

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Adressat unbekannt

Posted in Alexandria with tags , on 21. Dezember 2012 by lady8jane
Adressat unbekannt von Kressmann Taylor

Adressat unbekannt von Kressmann Taylor

„Adressat unbekannt“, erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.

Man kann es nicht anders sagen: Ein tolles Buch! Nur etwas über 50 Seiten braucht Kressmann Taylor, um eine eigentlich sehr komplizierte und spannende Geschichte um Freundschaft, Liebe, Politik und Verrat zu schreiben. Großartig!

Nur zwei oder drei Briefe braucht die Autorin, um so subtil wie geschickt dem Leser beiden Hauptfiguren vor Augen zu führen. Es ist eigentlich unglaublich, was man schon nach diesen paar Seiten alles über die Vergangenheit und Gegenwart ihrer Figuren weiß. Und nach dieser kurzen Einführung geht es auch schon richtig in die Vollen. Hitler hat die Regierung in Deutschland übernommen und Martin Schulse beginnt sich an die neuen Verhältnisse anzupassen. Schon bald ist es für ihn nicht mehr opportun mit Max Eisenstein befreundet zu sein. Als dann noch dessen Schwester Giselle, Martins frühere Geliebte, versucht, bei dem Deutschen Zuflucht zu finden, eskalieren die Ereignisse. Und Max rächt sich auf hochraffinierte Weise …

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Lügen in Zeiten des Krieges

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. November 2012 by lady8jane
Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley

Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley

Louis Begley erzählt die Geschichte von der Hölle der Todesangst und dem Überleben in ihr: Der Knabe Maciek aus T. in Polen, Sohn eines angesehenen jüdischen Arztes, erfährt, wie sich seine anfangs so wohl behütete, idyllische Kindheitswelt verfinstert bis ins Nachtschwarze mörderischer Ausweglosigkeit. Doch zuerst scheint alles im Lot, Maciek genießt seine Kindheit mit dem imposanten Großvater, der weichen Großmutter, der schönen Tante Tanja und dem sorgsamen Vater. Und seine Furcht vor dem Riesen in der Nacht wird beruhigt von Zosia, dem polnischen Kindermädchen. Doch mit dem „Anschluß“ Österreichs setzen Nervosität, Unruhe und Angst ein, der Kriegsausbruch im September 1939 verändert dieses Leben total. Die Deutschen kommen, Maciek und seine Familie müssen wie alle Juden ihr Haus verlassen. Was folgt, sind täglich Demütigung, Elend, Razzien, Todesfurcht und Tod, aber auch Knabenspiele, erwachende Pubertät. Tante Tanja befreundet sich mit dem Deutschen Reinhard, er hilft Macieks Familie mit falschen Papieren. Als die Deportation unmittelbar bevorsteht, warnt Reinhard die Familie und versteckt Tanja und Maciek in einer Wohnung in Lwów. Doch Gefahr und Verderben nehmen zu, Reinhard und die Großmutter werden von der Gestapo in T. entdeckt, er erschießt sich und die alte Frau und gewinnt Zeit für Tanja und Maciek durch diese Tat. Mit neuen Not- und Rettungslügen taumeln Tanja und Maciek, unter dem steigenden Druck, endgültig entdeckt zu werden, weiter durch das Inferno des Krieges …

„Lügen in Zeiten des Krieges“ ist ein verstörendes Dokument des Überlebens. Es beginnt langsam, fast langweilig, harmlos. Doch nach und nach steigert sich die Erzählung, verdichtet sich bis zu den beklemmend geschilderten letzten Kriegstagen.

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