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Die Blutige Sonne

Die blutige Sonne von Marion Zimmer Bradley
Die blutige Sonne von Marion Zimmer Bradley

Nach Jahren im Dienst des terranischen Imperiums kehrt Jeff Kerwin auf den Planeten Darkover zurück, um nach seinen Wurzeln zu suchen und das Geheimnis seiner Herkunft zu entschlüsseln. Schnell gerät er zwischen alle Fronten und begegnet überall einer Mauer des Schweigens. Als Sohn eines Raumfahrers und einer Darkovanerin gilt Jeff als Bastard, den die Darkovaner nicht in ihre Gemeinschaft aufnehmen wollen. Prekär wird die Lage, als geheime Informationen an die Terraner weitergegeben werden. Obwohl äußerlich nicht von den Comyn zu unterscheiden – er hat deren brandrote Haare und auch eine PSI-Begabung – gilt Jeff Kerwin doch als Verräter.

Auch „Die blutige Sonne“ könnte man im Prinzip in die selbe Reihe wie „Die Kräfte der Comyn“ und „Die Winde von Darkover“ einordnen (zumal auch Kennard Alton wieder auftaucht). Es gibt aber einige Faktoren, die das Buch zu einem wirklich wichtigen in der Geschichte Darkovers machen, das man nicht verpassen sollte.

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Die Winde von Darkover

Die Winde von Darkover von Marion Zimmer Bradley
Die Winde von Darkover von Marion Zimmer Bradley

Der junge Terraner Daniel Barron, ein geschickter Techniker, wird zu Unrecht beschuldigt, einen schweren Unfall auf dem Raumhafen Thendara verursacht zu haben. Daniel wird vom Dienst suspendiert und auf eine Mission zur Comynfamilie Alton geschicht, die seine technischen Fähigkeiten benötigt. Immer häufiger leidet er unter schweren Anfällen von Persönlichkeitsspaltung, hervorgerufen durch mächtige PSI-Kräfte, denen er hilflos ausgesetzt ist. Auch das Mädchen Melitta muß sich gegen eine Reihe mächtiger Feinde behaupten, als die Burg Storn, Wohnsitz ihrer Familie, in die Hände von Banditen fällt. Zudem stehen sowohl Melitta als auch Daniel im Bann eines Geisterwindes, der das Denken beeinflußt und schreckliche Visionen heraufbeschwört.

„Die Winde von Darkover“ ist sicher kein schlechtes Buch, aber da es in der Reihe nach „Die Kräfte der Comyn“ kommt, verliert es ein wenig. Denn im Grunde erzählt auch dieser Roman wieder die selbe Geschichte: Terraner wird unvermittelt in die Geschehnisse in Darkover verwickelt, kommt in Kontakt mit „Laran“, entwickelt selbst PSI-Kräfte und wird am Ende auf Darkover heimisch. Und da hier nicht Jugendliche die Hauptrolle spielen, gibt es auch noch eine Liebesgeschichte.

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Die Kräfte der Comyn

Die Kräfte der Comyn von Marion Zimmer Bradley
Die Kräfte der Comyn von Marion Zimmer Bradley

Larry Montray, ein 16jähriger Erdenbürger, hat sich intensiv mit allem beschäftigt, was über Darkover, die ferne Welt unter der blutroten Sonne, geschrieben wurde. Als er mit seinem Vater nach Darkover kommt, hält man ihn, da er die Sprache perfekt beherrscht, für einen echten Darkoveraner. Er freundet sich mit dem gleichaltrigen Kennard Alton an, einem Jungen von Darkover, und lernt an dessen Seite die geheimnisvolle Welt dieses Planeten kennen. Dazu gehören die mannigfachen Gefahren, die auf Darkover lauern, aber auch die Kräfte der Comyn.

„Die Kräfte der Comyn“ führt die Geschichte von Darkover weiter in die nächste Generation. Kennard Alton ist der Sohn von Valdir Alton, der ein Zeitgenosse von Damon Ridenow aus „Der verbotene Turm“ ist.

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The Tale of Murasaki

The Tale of Murasaki von Liza Dalby
The Tale of Murasaki von Liza Dalby

Transporting the reader to a different place and another era, here is a rare and remarkable fictional portrait of an eleventh-century Japanese woman of the imperial court, and the exotic world she observed. From the real life and work of Murasaki Shikibu, arguably the world’s first novelist, „The Tale of Murasaki“ weaves an irresistible fiction, with all the spellbinding magic of „Memoirs of a Geisha“.

Wer bei Liza Dalbys Japanepos „The Tale of Murasaki“ erwartet, tapferen Samurai zu begegnen, der wird enttäuscht werden. Die von ihr beschriebene Heian-Periode der japanischen Geschichte ist zeitlich weit vor dem Erstarken der Kriegerkaste anzusiedeln. Statt mit Krieg beschäftigen sich die Adeligen Japans mit den schönen Dingen des Lebens. Sie vertreiben sich die Zeit mit Gedichten, komponieren Räucherwerk, legen Gärten an, färben und nähen ständig ihre Kleider und Zimmerausstattungen um … Das war es eigentlich auch schon. Probleme mit Geld, soziale Konflikte, kommt alles nicht vor, auch wenn sich Murasaki manchmal Gedanken darüber macht, ob man die Diener und Unberührbaren wohl überhaupt als Menschen bezeichnen kann (sie denkt, ja).

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Der verbotene Turm

Der verbotene Turm von Marion Zimmer Bradley
Der verbotene Turm von Marion Zimmer Bradley

Eine Bewahrerin, so besagt das Gesetz, hat nur für ihre Aufgabe zu leben. Aber Callista, die Bewahrerin des mächtigen Turms von Arilinn werden soll, liebt den Terraner Andrew Carr. Sie ist nicht bereit, auf ihre Bestimmung zu verzichten, um ihrem Herzen folgen zu können. Noch nie hat es eine Bewahrerin gewagt, sich den alten Gesetzen zu widersetzen. Callista bricht mit der Tradition und zieht sich die Todfeindschaft von Leonie, der Bewahrerin von Arilinn, zu. Aber noch schlimmer sind die schrecklichen Kräfte des Laran, die in Callista schlummern und sich gegen sie selbst und ihren Geliebten richten.

„Der verbotene Turm“ führt die Ereignisse in „Das Zauberschwert“ weiter und erzählt damit die Geschichte einiger meiner Lieblings-Charaktere. Ich mag alle vier der Haupt-Protagonisten, allerdings nicht alle gleich gerne. Callista ist dabei diejenige, die mir am wenigsten sympathisch ist, was vielleicht einfach an ihrer „Opferrolle“ liegt. Ihre zupackende und beherzte Schwester Ellemir ist mir da deutlich lieber.

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Captain Bligh’s Portable Nightmare

Captain Bligh's Portable Nightmare von John Toohey
Captain Bligh’s Portable Nightmare von John Toohey

„History brought to life.“, verspricht „Captain Bligh’s Portable Nightmare“. Das ist ein ziemlich großes Versprechen und es wird hier ganz sicher nicht eingelöst. Überhaupt bin ich mir nicht so ganz sicher, was John Toohey mit seinem Buch erreichen möchte.

Er erzählt die Geschichte nach, wie Captain Bligh und seine Kameraden nach der Meuterei auf der Bounty, mit einem kleinen Boot den kompletten Pazifik überquerten. Dabei versucht er den Spagat zu schaffen zwischen Fakten und Fiktion … und scheitert an beidem. Er schafft es nie, die Emotion des Lesers so weit zu fesseln, daß man wirklich mit den Männern in diesem Boot ist. Gleichzeitig ist seine Quellenarbeit völlig uneinsichtig. Und seine ständigen Behauptungen, daß jeder es geschafft hätte, die Männer halbwegs lebend zurück in die Zivilisation zu schaffen, ist … einfach bescheuert.

Wer sich für die Geschichte der Bounty interessiert, der sollte Caroline Alexanders „Die Bounty“ lesen.

Das Zauberschwert

Das Zauberschwert von Marion Zimmer Bradley
Das Zauberschwert von Marion Zimmer Bradley

In der Geschichte des Planeten Darkover spielen Zauberschwerter eine nicht unwesentliche Rolle. Keine zweite Klinge ist wie die des alten Haudegens Dom Esteban, deren besondere Fähigkeiten dem Besitzer des Schwertes durch den Matrix-Stein des Heftes übertragen werden. Doch Dom Esteban konnte zuletzt die Klinge nicht mehr führen. Da kommt diesem Schwert plötzlich eine besondere Bedeutung zu, als der Terraner Andrew Carr, gänzlich auf sich gestellt, den harten Realitäten von Darkover ins Auge blicken muß. Die Zauberklinge und ein blutjunges Mädchen, das ihm als Phantombild erscheint, werden sein weiteres Leben entscheidend prägen.

Auch „Das Zauberschwert“ paßt nicht in die chronologische Reihenfolge der Bücher, aber wenigstens spielt es nach „An den Feuern von Hastur“. Ich vermute, daß es zeitlich irgendwo zwischen „Die zerbrochene Kette“ und „Gildenhaus Thendara“ einzuordnen ist, denn Magdalen Lorne trifft Andrew Carr nach den Ereignissen in „Der verbotene Turm“, das auf dieses Buch hier folgt. Vermutlich hat man bei Weltbild geglaubt, die Leser wären zu blöd, um die verschiedenen Handlungsstränge „gemischt“ zu lesen.

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