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Schwarze Notizen

Schwarze Notizen von Saadat Hassan Manto
Schwarze Notizen von Saadat Hassan Manto

Mit seinen Geschichten von der blutigen Teilung des indischen Subkontinents 1947 verdichtete der Schriftsteller und Journlist Saadat Hassan Manto das Gehörte, Gesehene und Erlebte zu Szenen schmerzhaft gesteigerter Gegenwart, eines angesichts des Todes auf die Spitze getriebenen Lebens.

Ähnlich wie „Ice Candy Man“ behandelt also auch „Schwarze Notizen“ die grausamen Ausschreitungen bei der Teilung Indiens und Pakistans. Anders aber als Bapsi Sidhwa aber läßt uns Saadat Hassan Manto das Geschehen nicht durch die Augen eines Kindes sehen, sondern richtet den scharfen Blick eines Journalisten auf die Ereignisse.

Ein Glück, daß seine Geschichten so kurz sind, denn sonst wären sie schier unerträglich. Mantos lakonische Sprache, sein verzweifelter Galgenhumor (vor allem in den namengebenden „Schwarzen Randnotizen“) und seine dezente Erzählweise, die die schlimmsten Grausamkeiten ausblendet und erst dadurch so richtig in den Mittelpunkt rückt, verdichten seine Erzählungen zu reinem Schmerz. Als Frau ist es dabei vor allem die Geschichte „Mach auf!“, die einem besonders an die Nieren geht.

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