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Lob der Stiefmutter

Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa
Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa

Am vierzigsten Geburtstag erhält die schöne Doña Lukrezia von Alfonsito, ihrem zehnjährigen Stiefsohn, einen liebevollen Brief, der sie endgültig davon überzeugt, daß es seinetwegen keine Schwierigkeiten in ihrer erst vor kurzem geschlossenen Ehe mit dem Vater Don Rigoberto geben wird. Der ist ganz verliebt und konzentriert auf den Liebesdienst an seiner Lukrezia, er pflegt sich und bereitet sich auf jede Nacht in den Armen seiner Frau sorgfältig vor. Trotzdem fühlt sich Lukrezia durch Alfonsito verunsichert, wenn er sie leidenschaftlich umhalst. Als sie erfährt, daß er sie auch noch heimlich im Bad beobachtet, wird ihr der Junge in seiner Schwärmerei für sie ein bißchen unheimlich und sie beschließt, deutlich Abstand zu nehmen: „Als Alfonsito an diesem Nachmittag von der Schule nach Hause kam und auf sie zuging, um ihr einen Kuß zu geben, wandte sie sogleich das Gesicht von ihm ab und vertiefte sich wieder in die Zeitschrift, die sie gerade durchblätterte, ohne ihn nach dem Unterricht oder nach den Aufgaben für den nächsten Tag zu fragen.“ Doch Alfonsito leidet so sehr unter dieser Entfremdung, daß er ihr einen Abschiedsbrief schreibt: er werde sich umbringen, wenn Doña Lukrezia weiterhin so kalt und grausam bliebe. Die schöne Stiefmutter ist ehrlich betroffen und eilt zu Alfonsito …

Nachdem mich Mario Vargas Llosa mit „Das grüne Haus“ ja nicht so vom Hocker gerissen hat, bin ich von „Lob der Stiefmutter“ total begeistert. Es ist ein herrlich bösartiges Buch!

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Das grüne Haus

Das grüne Haus von Mario Vargas Llosa
Das grüne Haus von Mario Vargas Llosa

„Das grüne Haus“ ist das erste Buch von Mario Vargas Llosa, das ich gelesen habe und ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Stilistisch und sprachlich ist der Autor hochinteressant. Aber die Geschichte selbst … naja.

Erzählt wird, im Prinzip, die Geschichte Bonifacias, die als kleines Mädchen von Soldaten ihrer Familie von eingeborenen Indianern entrissen wird, in einem Nonnenkonvent in Peru aufwächst, schließlich aus Mitleid die jüngeren Mädchen dort in die Freiheit entwischen läßt und dafür von den Nonnen verstoßen wird. Sie heiratet irgendwann einen Serganten, der kommt ins Gefängnis und Bonifacia endet als Prostituierte im namengebenden grünen Haus.

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