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Träume fischen

Träume fischen von Minako Oba
Träume fischen von Minako Oba

„Träume fischen“ gilt bei japanischen Kritikern als „das Feinste an pornographischer Kunst“ und als „skandalöser Kontrapunkt zum Puritanismus der japanischen Gesellschaft“. Wenn das wirklich so ist, dann war mir nicht bewußt, wie prüde die japanische Gesellschaft ist. Klar geht es in diesem Buch auch um Erotik und Sex, aber eben nicht nur. Und schon gar nicht sehr explizit.

Was mir aber ganz deutlich aufgefallen ist, ist die Verweigerungshaltung, die die Protagonistin hier einnimmt. Sie versucht nicht erfolgreich zu sein, sie versucht nicht ihre Eltern zu unterstützen, sie sucht sich keine Arbeit, nachdem ihr Mann bei einem Unfall gestorben ist. Stattdessen hängt sie herum und läßt sich von ihren Eltern aushalten. Später sieht sie keinen Sinn darin, ihren langjährigen Geliebten zu heiraten. Sie verstößt also gegen alle Konventionen.

Minako Oba schreibt ihre Geschichte in einer wunderschönen Sprache. Sehr gut zu lesen das Buch, Empfehlung!