Archive for the Alexandria Category

Die Weisheit des Propheten

Posted in Alexandria with tags on 21. Juni 2017 by lady8jane
Die Weisheit des Propheten von Mohammed

Die Weisheit des Propheten von Mohammed

Für viele seiner Zeitgenossen war der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert (1788-1866) der größte Lyriker deutscher Sprache.

Seine berühmten Übersetzungen aus dem Koran, hier in Auswahl versammelt, zeichnen sich wie keine anderen durch die ungeheure Sorgfalt aus, mit der er der einzigartigen dichterischen Qualität des heiligen islamischen Buches nahezukommen suchte.

Wer auch nur ansatzweise beim Thema Islam oder Islamismus mitreden möchte, sollte den Koran lesen. „Die Weisheit des Propheten“, die Auszüge aus Friedrich Rückerts Übersetzungen aus dem Koran, sind eine schöne Gelegenheit dazu. Warum? Ganz einfach: Sie lesen sich gut, und diese Auswahl faßt die „interessanteren“ Passagen aus dem Koran zusammen.

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Oliver Twist

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2017 by lady8jane
Oliver Twist von Charles Dickens

Oliver Twist von Charles Dickens

Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in unvorstellbarem Elend auf. Als er den Hunger und die Mißhandlungen nicht mehr erträgt, flieht er nach London und gerät dort in die Gewalt des Hehlers Fagin und seiner Bande, die versuchen, einen Dieb aus ihm zu machen. Doch es gibt ein dunkles Geheimnis um Olivers Herkunft. Erst mit Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, das Rätsel zu lösen und Fagin zu entkommen.

„Oliver Twist“ ist eine geniale Mischung aus realistischer Kriminalgeschichte und sozialkritischem Großstadtroman, voller Spannung, Gefühl, Humor und Ironie. Olivers Schicksal hat Generationen von Lesern bewegt.

Die meisten Klassiker sind ja nicht sonderlich spannend. Sie sind bestenfalls interessant, durch viele muß man sich durchbeißen und etwas zur damaligen Zeit lesen. Oft lohnt sich daß dann am Ende, weil man viel gelernt hat, weil man jetzt viele moderne Romane durch ihre Vorgänger besser verstehen kann, und ein wenig auch, weil man einfach stolz auf sich ist, daß man sich ein Stück Weltliteratur „erarbeitet“ hat.

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Himmelsbegräbnis

Posted in Alexandria with tags , on 7. Juni 2017 by lady8jane
Himmelsbegräbnis von Xinran

Himmelsbegräbnis von Xinran

Nur einhundert Tage war Shu Wen mit dem Soldaten verheiratet, der in Tibet auf geheimnisvolle Weise sein Leben verlor. Sie kann und will nicht glauben, daß ihre Liebe nun zu Ende sein soll. Trotz aller Gefahren geht Shu Wen nach Tibet. Dreißig Jahre währt ihre Suche nach dem wahren Schicksal ihres Geliebten …

„Himmelsbegräbnis“ verspricht uns laut Untertitel „Die Geschichte einer großen Liebe“ oder sogar „Eine der schönsten Liebesgeschichten, die je erzählt wurden“. Da werden hohe Erwartungen geweckt … und leider enttäuscht.

Da bekommt diese Shu Wen also vom Militärkommando die Nachricht, daß ihr Mann verstorben ist und glaubt das nicht. Gut, in den Wirren der damaligen Zeit kann man das nachvollziehen (zumal man ja gerne leugnet was man nicht glauben will). Daß sie sich daraufhin selbst zum Militärdienst meldet, ist so mutig wie folgerichtig. Bis dahin also alles bestens.

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Hollywood im Winter

Posted in Alexandria with tags , on 21. Mai 2017 by lady8jane
Hollywood im Winter von Lydia Mischkulnig

Hollywood im Winter von Lydia Mischkulnig

Für Kunst muß man Gesetze übertreten. So zumindest lautet die Maxime des Industriellen und Kunstmäzens Tauschitz. Er serviert seinen Gästen ein stilvolles Abendessen auf einem gestohlenen samtroten Kirchenvorhang, sammelt in kleinen Urnen die Zigarettenasche bedeutender Schauspieler, legt seine Terrasse mit Grabsteinen berühmter Menschen aus und schreckt auch nicht davor zurück, seinen Sohn Caesar mit wahren Künstlergenen auszustatten

Im Rahmen der alljährlichen Festspiele wählt Tauschitz für die Inszenierung des Ödipus Rex (sehr frei nach Sophokles) den bekannten Regisseur Berg aus und überläßt ihm – traditionsgemäß – für diese Zeit das karge, aber inspirative Turmzimmer seiner Festung. Eifrig wirkt auch Tauschitz‘ Familie bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen mit: Ehefrau Edith hat einen Preis für Nachwuchsdramatiker gestiftet, Tochter Antonia geht mit Berg ein Verhältnis ein, Caesar gelangt zu ungeahnten schauspielerischen Ehren. Die Grenzen zwischen Theater und Realität beginnen zu verschwimmen.

„Hollywood im Winter“ ist ein wirklich bösartiges Buch über den Kunstbetrieb rund um die Salzburger Festspiele. Die Künstler sind durch die Bank extrem selbstbezogen, dämlich, völlig planlos, arrogant und unfähig. Die Kunst, die sie machen ist … schlicht bescheuert (aber nicht ganz unrealistisch, wenn man sich ansieht, was teilweise auf den Bühnen der Welt so inszeniert wird).

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Der Wind in den Weiden

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Mai 2017 by lady8jane
Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame

Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame

Es ist Frühling – und eigentlich Zeit für den Frühjahrsputz. Doch dazu hat der Maulwurf keine Lust und macht lieber einen Ausflug. Als er dabei Ratz, die Wasserratte, den sympathischen Angeber Kröterich und den hilfsbereiten Dachs kennen lernt, beginnt für alle vier eine aufregende Zeit.

Ihre Freundschaft muß sich bewähren, als es gilt, Kröterichs Landsitz „Krötenhall“ von den Bewohnern des Wilden Waldes zurückzuerobern.

„Der Wind in den Weiden“ ist die klassische phantastische Tiergeschichte. Die amüsanten Abenteuer der vierbeinigen Helden mit den durchaus menschlichen Zügen haben viele begeisterte Leser gefunden.

Kenneth Grahame hat mit „Der Wind in den Weiden“ tatsächlich ein ungeheuer unterhaltsames Buch geschrieben. Das liegt nicht zuletzt auch daran, daß er hier nicht allzusehr die moralische Keule schwingt. Klar, viele seiner Charaktere sind gut und hilfsbereit, sie sind verläßliche Freunde, treue Kameraden und weise Ratgeber. Aber eben nicht immer. Manchmal sind sie einfach auch faul und haben keine Lust zu arbeiten. Und dann ist da Kröte, der ein Feigling und Aufschneider ist wie er im Buche steht. Ich habe nie ganz verstanden, wie es die anderen Tiere mit ihm aushalten. Ein gutes Herz ist nicht alles, irgendwie …

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Die Ballade von Johnny Sosa

Posted in Alexandria with tags , on 7. Mai 2017 by lady8jane
Die Ballade von Johnny Sosa von Mario Delgado Aparaín

Die Ballade von Johnny Sosa von Mario Delgado Aparaín

„Die Ballade von Johnny Sosa“ ist ein großes kleines Buch über den Traum vom Ruhm, über die Menschenwürde, den Blues und die Schwierigkeit, im richtigen Moment nein zu sagen.

Endlich einmal ein Klappentext, der genau ins Schwarze trifft! Dieses raffinierte kleine Buch (tatsächlich nicht viel länger als eine Ballade) macht einfach nur Spaß. Mario Delgado Aparaíns trockener Humor, gepaart mit seinen farbigen Beschreibungen und Johnny Sosas herrlichem Englisch … großartig!

Dabei ist das Thema eigentlich so ernst wie es ernster nicht geht. Die Diktatur in Uruguay war wohl eine der grausamsten des lateinamerikanischen Kontinents, das Land als „Folterkammer Südamerikas“ bekannt.

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Die Tränen Luzifers

Posted in Alexandria with tags , on 21. April 2017 by lady8jane
Die Tränen Luzifers von Rosa Lobato de Faria

Die Tränen Luzifers von Rosa Lobato de Faria

Der Schausteller Bernardo ist verliebt in das Revuegirl Maria-Antonia. Um die Frau für sich zu gewinnen, schließt er einen Pakt mit dem Teufel. Er kriegt die Dame seines Herzens, wenn er Luzifer für eine Träne seine männlichen Nachkommen verspricht.

Wieder eine Folge von „Bescheuerte Klappentexte“ … Wer „Die Tränen Luzifers“ nach dieser Beschreibung liest, wird ganz sicher nicht das bekommen, was er beim Kauf des Buches erwartet hat. Mal ganz davon abgesehen, daß er schlicht falsch ist. Bernardo verspricht tatsächlich irgendwie in einem Traum dem Teufel seine männlichen Nachkommen, aber mit den Tränen Luzifers hat es etwas ganz anderes auf sich. Die „Tränen Luzifers“ (oder „Tränen Shivas“) sind eine Flüssigkeit, die einen Menschen in die Lage versetzen, eine Woche lang in einem todesähnlichen Zustand zu verbringen. Und Bernardo hat einen kleinen Vorrat dieser Flüssigkeit aus Indien mitgebracht (und verwendet sie für eine Nummer in seiner Show).

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