Archiv der Kategorie: Alexandria

Das Zauberschwert

Das Zauberschwert von Marion Zimmer Bradley
Das Zauberschwert von Marion Zimmer Bradley

In der Geschichte des Planeten Darkover spielen Zauberschwerter eine nicht unwesentliche Rolle. Keine zweite Klinge ist wie die des alten Haudegens Dom Esteban, deren besondere Fähigkeiten dem Besitzer des Schwertes durch den Matrix-Stein des Heftes übertragen werden. Doch Dom Esteban konnte zuletzt die Klinge nicht mehr führen. Da kommt diesem Schwert plötzlich eine besondere Bedeutung zu, als der Terraner Andrew Carr, gänzlich auf sich gestellt, den harten Realitäten von Darkover ins Auge blicken muß. Die Zauberklinge und ein blutjunges Mädchen, das ihm als Phantombild erscheint, werden sein weiteres Leben entscheidend prägen.

Auch „Das Zauberschwert“ paßt nicht in die chronologische Reihenfolge der Bücher, aber wenigstens spielt es nach „An den Feuern von Hastur“. Ich vermute, daß es zeitlich irgendwo zwischen „Die zerbrochene Kette“ und „Gildenhaus Thendara“ einzuordnen ist, denn Magdalen Lorne trifft Andrew Carr nach den Ereignissen in „Der verbotene Turm“, das auf dieses Buch hier folgt. Vermutlich hat man bei Weltbild geglaubt, die Leser wären zu blöd, um die verschiedenen Handlungsstränge „gemischt“ zu lesen.

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Doppelweiß

Doppelweiß von Yasmina Khadra
Doppelweiß von Yasmina Khadra

Nur einen Tag, nachdem Kommisar Llob beim angesehenen Diplomaten Ben Ouda zu Besuch war, wird Ben Ouda ermordet aufgefunden. Mit dem Mut der Verzweiflung verfolgt Llob die Mörder und kommt den Machenschaften eines illegalen Finanzimperiums auf die Spur, stößt auf Kriegsgewinnler und kleine Gauner, die den Kopf hinhalten müssen. Aber auch er selbst ist in höchstem Maß gefährdet.

„Doppelweiß“ hat mir besser gefallen als der Vorgängerband „Morituri“. Das hat, glaube ich, zwei Gründe. Zum einen habe ich mich mittlerweile in die Welt von Kommissar Llob eingelesen, wodurch alles leichter verständlich war. Zum anderen ist auch die Handlung der Geschichte nicht so verworren wie im ersten Band. Der Fall ist ziemlich geradeaus erzählt, wenn man einmal von den üblichen Wendungen und Intigen in einem solchen Kriminalfall absieht.

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Morituri

Morituri von Yasmina Khadra
Morituri von Yasmina Khadra

Kommissar Llob aus Algier, humorvoll, sarkastisch und absolut integer, zögert nicht, die Drahtzieher bei einer Serie von Morden an Intellektuellen in den höchsten Kreisen zu suchen. Seine Hauptgegner sind jene „Kriegsgewinnler“, die in schwer bewachten Luxusvillen rauschende Feste feiern und Macht und Kapital unter sich aufteilen. „Morituri“ ist Kriminalroman und Zeitzeugnis zugleich.

Genau wie Ahmet Ümit in „Nacht und Nebel“ bedient sich auch Mohammed Moulessehoul aka Yasmina Khadra dem Genre des Roman noir. Aber anders als sein türkischer Kollege, ist Khadras „Held“ kein Geheimdienstagent sondern ein ganz normaler Polizeibeamter. Entsprechend schlecht sind er und seine Kollegen ausgerüstet. Ihre Methoden aber sind ähnlich, sie prügeln sich schon einmal mit Verdächtigen und schrecken auch vor Folter nicht zurück.

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An den Feuern von Hastur

An den Feuern von Hastur von Marion Zimmer Bradley und Mercedes Lackey
An den Feuern von Hastur von Marion Zimmer Bradley und Mercedes Lackey

„An den Feuern von Hastur“ straft das Konzept, das Weltbild für diese Reihe aufgestellt hat, Lügen. Und das schon mit dem 9. Band. Warum? Ganz einfach:

Ein Raumschiff der Erde nähert sich Darkover. Bald werden die drei Frauen und drei Männer der Besatzung auf die Bewohner des Planeten der blutroten Sonne treffen und sich mysteriösen Lebens- und Machtstrukturen gegenübersehen. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Leonie, eine schöne und intelligente Frau aus der Hastur-Familie, die auch über ein besonders starkes Laran verfügt, jene geheimnisvolle Kraft, die nur wenigen Auserwählten gegeben ist. Sie ahnt, daß Darkover Gefahr droht …

Allein aus dem Klappentext wird schon klar, daß wir es hier mit dem ersten Kontakt zwischen Terranern und Darkovanern zu tun haben. Hier wird also Darkover von den Terranern quasi wiederentdeckt. Darüber hinaus hat man es bei den Protagonisten Elizabeth Mackintosh und David Lorne ganz eindeutig mit den Eltern von Magdalen Lorne zu tun, der Protagonistin von „Die zerbrochene Kette“, „Gildenhaus Thendara“ und „Die Schwarze Schwesternschaft“, die genau vor „An den Feuern von Hastur“ herausgebracht wurden. Was also ist aus „in chronologischer Reihenfolge der darkovanischen Geschichte“ geworden?

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Coraline

Coraline von Neil Gaiman
Coraline von Neil Gaiman

When Coraline steps through a door to find another house strangely similar to her own (only better), things seem marvelous.

But there’s another mother there, and another father, and they want her to stay and be their little girl. They want to change her and never let her go.

Coraline will have to fight with all her wits and courage if she is to save herself and return to her ordinary life.

Neil Gaiman ist mein absoluter Lieblingsschriftsteller. Er ist genial. Er ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler, egal in welchem Medium er sich bewegt. Seine Comics, seine Kinderbücher, seine Kurzgeschichten, seine Gedichte und natürlich auch seine Romane, immer ist er brillant. Ich habe noch nie ein Buch von ihm in die Hand genommen und wurde enttäuscht. Niemals.

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Sitt Marie-Rose

Sitt Marie-Rose von Etel Adnan
Sitt Marie-Rose von Etel Adnan

Beirut 1975: Die libanesische Christin Sitt Marie-Rose unterstützt palästinensische Flüchtlinge. Im Konflikt zwischen Libanesen und Palästinensern wird sie als Verräterin verhaftet und soll ausgerechnet von Mounir verurteilt werden, ihrer alten Jugendliebe. Er steht ihr als Feind gegenüber.

„Sitt Marie-Rose“ ist trotz seiner Kürze ein herausragendes Buch. Zunächst einmal natürlich durch sein Thema. Der libanesische Bürgerkrieg zeigt nämlich mehr als alles andere, daß die Situation im Nahen Osten ganz und gar nicht so einfach ist, wie uns das Fernsehn manchmal glauben machen will. Hier sind es zum Beispiel die Christen, die in der Rolle der Aggressoren und Oppressoren gezeigt werden.

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Die Schwarze Schwesternschaft

Die Schwarze Schwesternschaft von Marion Zimmer Bradley
Die Schwarze Schwestern- schaft von Marion Zimmer Bradley

Magdalen Loren, ehemalige terranische Agentin, hat sich mittlerweile in das Gildenhaus Thendara eingelebt und sich mit dessen Bräuchen identifiziert. Da erhält sie die Botschaft vom terranischen Nachrichtendienst, daß ihre Kollegin Alexandra Anders auf unerforschtem Gebiet abgestürzt ist. Mit Hilfe ihres Matrix-Steines nimmt Magdalen Kontakt mit der Verschollenen auf und findet Merkwürdiges heraus. Kurz vor ihrem Absturz hatte Alexandra die Vision von schwarz gekleideten Frauen in einer verborgenen Stadt. Sowohl Magdalen als auch Alexandra machen sich unabhängig voneinander auf den Weg, die geheimnisvolle Stadt zu finden. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die einigen Weggefährtinnen das Leben kosten wird. Immer wieder versucht eine geheimnisvolle Gegnerin mit magischer Macht, den Erfolg der Expedition zu verhindern.

„Die Schwarze Schwesternschaft“ war immer eines der Bücher, das für mich ein wenig aus der Darkover-Reihe herausgefallen ist. Nominell bildet es mit „Die zerbrochene Kette“ und „Gildenhaus Thendara“ eine Trilogie. Und tatsächlich bringt es die Geschichte um Magdalen Lorne zu einem Abschluß.

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