Archiv der Kategorie: Alexandria

Die Schwarze Schwesternschaft

Die Schwarze Schwesternschaft von Marion Zimmer Bradley
Die Schwarze Schwestern- schaft von Marion Zimmer Bradley

Magdalen Loren, ehemalige terranische Agentin, hat sich mittlerweile in das Gildenhaus Thendara eingelebt und sich mit dessen Bräuchen identifiziert. Da erhält sie die Botschaft vom terranischen Nachrichtendienst, daß ihre Kollegin Alexandra Anders auf unerforschtem Gebiet abgestürzt ist. Mit Hilfe ihres Matrix-Steines nimmt Magdalen Kontakt mit der Verschollenen auf und findet Merkwürdiges heraus. Kurz vor ihrem Absturz hatte Alexandra die Vision von schwarz gekleideten Frauen in einer verborgenen Stadt. Sowohl Magdalen als auch Alexandra machen sich unabhängig voneinander auf den Weg, die geheimnisvolle Stadt zu finden. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die einigen Weggefährtinnen das Leben kosten wird. Immer wieder versucht eine geheimnisvolle Gegnerin mit magischer Macht, den Erfolg der Expedition zu verhindern.

„Die Schwarze Schwesternschaft“ war immer eines der Bücher, das für mich ein wenig aus der Darkover-Reihe herausgefallen ist. Nominell bildet es mit „Die zerbrochene Kette“ und „Gildenhaus Thendara“ eine Trilogie. Und tatsächlich bringt es die Geschichte um Magdalen Lorne zu einem Abschluß.

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Schwarze Notizen

Schwarze Notizen von Saadat Hassan Manto
Schwarze Notizen von Saadat Hassan Manto

Mit seinen Geschichten von der blutigen Teilung des indischen Subkontinents 1947 verdichtete der Schriftsteller und Journlist Saadat Hassan Manto das Gehörte, Gesehene und Erlebte zu Szenen schmerzhaft gesteigerter Gegenwart, eines angesichts des Todes auf die Spitze getriebenen Lebens.

Ähnlich wie „Ice Candy Man“ behandelt also auch „Schwarze Notizen“ die grausamen Ausschreitungen bei der Teilung Indiens und Pakistans. Anders aber als Bapsi Sidhwa aber läßt uns Saadat Hassan Manto das Geschehen nicht durch die Augen eines Kindes sehen, sondern richtet den scharfen Blick eines Journalisten auf die Ereignisse.

Ein Glück, daß seine Geschichten so kurz sind, denn sonst wären sie schier unerträglich. Mantos lakonische Sprache, sein verzweifelter Galgenhumor (vor allem in den namengebenden „Schwarzen Randnotizen“) und seine dezente Erzählweise, die die schlimmsten Grausamkeiten ausblendet und erst dadurch so richtig in den Mittelpunkt rückt, verdichten seine Erzählungen zu reinem Schmerz. Als Frau ist es dabei vor allem die Geschichte „Mach auf!“, die einem besonders an die Nieren geht.

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Die Höhle des gelben Hundes

Die Höhle des gelben Hundes von Byambasuren Davaa
Die Höhle des gelben Hundes von Byambasuren Davaa

„Die Höhle des gelben Hundes“ erzählt von der Freundschaft der kleinen Nansaa zu einem herrenlosen Hund. Wir erfahren von dem freien Leben in der Steppe, von den Traditionen der Mongolen und dem besonderen Bund zwischen Mensch und Tier. Die Regisseurin der Filme „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ und „Die Höhle des gelben Hundes“ nimmt uns in ihrem ersten Buch auf eine poetische Reise in eine andere Welt mit.

Wir haben es hier quasi mit einem Buch zum Film zu tun. Genau wie der semi-dokumentarische Spielfilm „Die Höhle des gelben Hundes“, erzählt Byambasuren Davaa zum einen die Geschichte der kleinen Nansaa, ihrer Familie und dem Hund Zochor, zum anderen berichtet sie über ihre Erfahrungen in Deutschland und die Erfahrungen ihres deutschen Filmteams in der Mongolei.

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Gildenhaus Thendara

Gildenhaus Thendara von Marion Zimmer Bradley
Gildenhaus Thendara von Marion Zimmer Bradley

„Gildenhaus Thendara“ ist die direkte Fortsetzung von „Die zerbrochene Kette“ und deshalb begegnen wir darin auch wieder allen Charakteren, die wir im ersten Band lieb gewonnen haben:

Da die Frauen auf Darkover in einer von Männern dominierten Welt nur wenige Rechte besitzen, nimmt eine Gruppe von Frauen beherzt ihr Schicksal in die Hand. Sie schwören einen Eid darauf, sich nie mehr in die Abhängigkeit eines Mannes zu begeben, und bezeichnen sich als „Entsagende“. Heimat und Zentrum ihrer Aktivitäten sind die Gildenhäuser, die nicht nur Begegnungsstätten und Quartiere für reisende Frauen sind, sondern auch Hort uralter Geheimnisse. Hier treffen sich Magdalen, eine ehemalige terranische Agentin, und Camilla, deren Vergangenheit im Dunkeln liegt.

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Abendkranich

Abendkranich von Hisako Matsubara
Abendkranich von Hisako Matsubara

Fesselnd erzählt die Autorin, wie die zehnjährige Saya das Ende des Zweiten Weltkriegs in Japan erlebt, die Stunde Null, den völligen Umsturz aller Werte. Der Vater, oberster Shintopriester, ein weiset und gütiger Mann, ist die tragende Figur der Handlung. Bei ihm findet Saya die Kraft, die schweren Belastungen ihres jungen Lebens zu meistern.

„Abendkranich“ beleuchtet eine Zeit in der japanischen Geschichte, die sonst fast ganz ausgespart wird. Die Erzählung setzt ein am Vorabend der historischen Radioansprache des Tennō. Und vielleicht das erste Mal ist mir hier als westlichem Leser bewußt geworden, was diese Ansprache für das japanische Volk bedeutet hat. Welche Tragweite es alleine hatte, die Stimme des Tennō direkt und mit eigenen Ohren zu hören.

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Die Farbe des Mondes

Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki
Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki

Sie haben es nicht leicht in den Tabakfeldern: Nina, ihre vier Kinder und die Großmutter. Sie sind arm, die Arbeit ist schwer und monoton. Fotis, der älteste Sohn, hält es hier nicht aus. Er geht nach Athen, um das Leben kennenzulernen. Und er lernt es gründlich kennen. Als später seine Geschwister nachkommen, erliegen sie nacheinander den Verführungen der Stadt.

Fotis braucht seine ganze Kraft.

„Die Farbe des Mondes“ ist ein so trauriges wie schönes Buch. Fotis und seine Familie haben das ganze Buch über nur Pech. Das ist an vielen Stellen quasi hausgemacht, denn gerade seine jüngeren Geschwister sind ziemliche Tunichtgute, manchmal aber auch einfach nur Schicksal. So taumeln sie immer weiter in den Abgrund, obwohl (oder gerade weil) sich ihre Mutter mit aller Kraft bemüht, die Familie durchzubringen. Nur Fotis schafft es am Ende, sich zumindest einen Hauch von Glück einzufangen. Und auch das nur, weil er auf die große, alles überwältigende Liebe verzichtet und sich bescheidet.

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Die zerbrochene Kette

Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley
Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley

Neben dem Kurzgeschichtenband „Freie Amazonen von Darkover“ ist „Die zerbrochene Kette“, glaube ich, das erste Buch aus dem Darkover-Zyklus, das ich gelesen habe. Insofern habe ich mich darauf gefreut, es wieder einmal zu lesen. Darum geht es:

„Ich schwöre, daß ich von diesem Tag an nie mehr den Namen eines Mannes führen will, sei er Vater, Vormund, Liebhaber oder Gatte …“ Dies ist mir eom Teil des Eids der freien Amazonen von Darkover, die der Männerwelt trotzen und völlige Gleichberechtigung fordern. Mit mehreren mutigen Frauen begeben sich die freien Amazonen Kindra und Lady Rohana Ardais auf eine gefahrvolle Reise in die Trockenstädte. Dotz regieren Männer nach ihren Gesetzen und legen Frauen in goldene Ketten. Das Ziel der beherzten Frauen ist, eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien.

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