Archive for the Alexandria Category

Die zerbrochene Kette

Posted in Alexandria, Weltbild Darkover-Zyklus with tags , on 14. Mai 2019 by lady8jane
Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley

Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley

Neben dem Kurzgeschichtenband „Freie Amazonen von Darkover“ ist „Die zerbrochene Kette“, glaube ich, das erste Buch aus dem Darkover-Zyklus, das ich gelesen habe. Insofern habe ich mich darauf gefreut, es wieder einmal zu lesen. Darum geht es:

„Ich schwöre, daß ich von diesem Tag an nie mehr den Namen eines Mannes führen will, sei er Vater, Vormund, Liebhaber oder Gatte …“ Dies ist mir eom Teil des Eids der freien Amazonen von Darkover, die der Männerwelt trotzen und völlige Gleichberechtigung fordern. Mit mehreren mutigen Frauen begeben sich die freien Amazonen Kindra und Lady Rohana Ardais auf eine gefahrvolle Reise in die Trockenstädte. Dotz regieren Männer nach ihren Gesetzen und legen Frauen in goldene Ketten. Das Ziel der beherzten Frauen ist, eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien.

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Die kleine Steinblume

Posted in Alexandria with tags , on 7. Mai 2019 by lady8jane
Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw

Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw

Die „kleine Steinblume“ kam in einer kalten Nach im Februar 1962 in einer Jurte zur Welt.

Mit hohen Auszeichnungen für hervorragende schulische Leistungen erhält sie, nach entbehrungsreicher Kindheit in den Weiten der mongolischen Steppe, einen Studienplatz in der DDR. Doch ihr Leben verläuft immer wieder anders, als sie es sich erträumt hat.

Ihr Glück ist es anzukommen, das Bleiben ist ihr fremd geblieben.

In „Die kleine Steinblume“ zeigt sich einmal wieder wie in „Das darfst du nicht!“, daß es für eine gute Autobiographie eben nicht reicht, einiges erlebt zu haben und davon zu erzählen. Man muß auch gut erzählen und genau das tut Tschuluunzezeg Gaaw einfach nicht. Stattdessen reiht sie Ereignisse aneinander, ohne auch nur ansatzweise in die Tiefe zu gehen oder über ihre Gefühle dabei zu sprechen.

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Ice Candy Man

Posted in Alexandria with tags , on 21. April 2019 by lady8jane
Ice Candy Man von Bapsi Sidhwa

Ice Candy Man von Bapsi Sidhwa

Das kleine Parsenmädchen Lenny wächst in einem Milieu auf, das von Toleranz und Verträglichkeit geprägt scheint. Daß es neben Parsen auch Sikhs, Hindus und Moslems gibt, weiß Lenny denn die hat ein Kindermädchen, eine hübsche junge Ayah, der Verehrer aller Glaubensrichtungen, darunter der moslemische Ice-Candy-Verkäufer, nachstellen. Die Idylle findet ein abruptes Ende, als 1947 der Panjab zwischen den unabhängigen Staaten Indien und Pakistan aufgeteilt wird: Lahore brennt, religiöser Fanatismus bricht aus, Freunde von ehedem bekämpfen sich erbittert, und der gutmütige Ice Candy Man verwandelt sich in einen gewissenlosen Opportunisten, der das Vertrauen des Kindes mißbraucht, um die begehrenswerte Ayah in seine Gewalt zu bringen.

Bapsi Sidhwa erzählt unnachahmlich aus kindlicher Perspektive von der Exotik des orientalischen Lebens und dem jähen Umschlag in unbegreifliche Grausamkeit.

„Ice Candy Man“ ist kein Buch für schwache Gemüter. Bapsi Sidhwa erzählt in eindringlichen Bildern von der Grausamkeit, die mit der Teilung Indiens und Pakistans einherging, und die von Wikipedia so lakonisch mit „Es folgte eine Zeit der unkontrollierten Gewalt.“ umschrieben wird. Obwohl in diesem Roman die gewaltsamen Auseinandersetzungen in einem eher sachlichen Stil gehalten sind und auf keinen Fall reißerisch ausgeschlachtet werden, sind sie teilweise beim Lesen fast nicht zu ertragen.

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Die Erben von Hammerfell

Posted in Alexandria, Weltbild Darkover-Zyklus with tags , on 14. April 2019 by lady8jane
Die Erben von Hammerfell von Marion Zimmer Bradley

Die Erben von Hammerfell von Marion Zimmer Bradley

Gekränkter Stolz und unversöhnliche Feindschaft bestimmen seit Jahrhunderten das Verhältnis zwischen den beiden Herzogtümern Hammerfell und Storn. Doch nun scheint es, als habe Storn den Kampf endgültig gewonnen. Rascard, der letzte Herzog von Hammerfell, ist bei der erfolglosen Verteidigung seines Herrschaftssitzes gefallen. Dennoch ist Storns Triumph nicht vollständig, denn in letzter Sekunde konnte Rascards junger Frau sich und ihre Zwillingssöhne aus der brennenden Burg retten. Und eines Tages wird es wiederum zu einem Kampf um Hammerfell kommen …

„Die Erben von Hammerfell“ ist wieder so ein Buch aus der Darkover-Reihe, das auch in jeder anderen Fantasy-Reihe hätte erscheinen können. Klar, die Charaktere haben „Laran“ und Erminie Hammerfell (die Mutter der Zwillinge) arbeitet als Technikerin in einem der Türme, aber das ist hier auch nur eine Entschuldigung, um sie wie eine Zauberin/Magierin aus jedem anderen Fantasy-Roman handeln zu lassen.

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Die Ararat-Legende

Posted in Alexandria with tags , on 21. März 2019 by lady8jane
Die Ararat-Legende von Yaşar Kemal

Die Ararat-Legende von Yaşar Kemal

Der Hirte Ahmet spielt auf der Flöte das uralte Lied vom Ararat, dem Retter in der Not und dem Strafenden bei Ungehorsam. Da sieht er im Morgengrauen vor seiner Hütte am Fuße des Felsens einen silber- und goldgeschmückten Schimmel stehen – ein Geschenk Allahs, so meinen der Weise Sofi und die kurdischen Bergbauern. Verheißt das prächtige Araberpferd Freude oder Leid? Ahmet weigert sich, dem osmanischen Pascha in Beyazit die vermeintliche Gabe Gottes zurückzuerstatten, das verbietet der islamische Brauch. Doch Mahmut Chan kennt keine Tradition und wirft ihn in den Kerker, wo Ahmet die Liebe von Gülbahar gewinnt, des Paschas Tochter. Das Mädchen mit den Gazellenaugen verhilft ihm zur Flucht, und eine schweigende Volksmenge zieht um des Glücks der Liebenden willen auf den Herrscherpalast zu. Dennoch können die beiden nicht zueinanderfinden: Der Schatten des Mißtrauens ist auf ihre Liebe gefallen. Der stolze, unversöhnliche Ararat hat im Zorn seinen Fluch gesprochen über menschliche Untugenden wie Argwohn und Eifersucht, Besitzgier und Machtrausch.

Eigentlich erzählt „Die Ararat-Legende“ aber nicht Ahmets Geschichte, sondern die von Gülbahar. Denn während der nur im Kerker sitzt, versucht das Mädchen, das sich unsterblich in ihn verliebt hat, alles, um ihn frei zu bekommen. Sie sucht Hilfe bei ihrem Bruder, schließlich bei einem Feueranbeter, einem Scheich und dem Gefängniswärter Memo. Aber es ist er die Macht und der Zorn des Volkes, die sie mit Ahmet zusammenbringt.

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Die Zeit der Hundert Königreiche

Posted in Alexandria, Weltbild Darkover-Zyklus with tags , on 14. März 2019 by lady8jane
Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley

Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley

Die Territorien des Planeten Darkover sind in viele Fürstentümer und Stadtstaaten zerfallen. Persönliches Besitzstreben und Machtanspruch verhindern eine Einigung der Domänen. Der Knabe Bard di Asturien wächst als Pflegesohn an einem der Höfe gemeinsam mit den Söhnen und Töchtern des Königs heran. Zum Heerführer des Reiches aufgestiegen, verlobt er sich mit der Tochter Carlina und muß eine Probezeit bis zum Vollzug der Ehe bestehen. Ein plötzlich entfachter Streit mündet in einen erbitterten Kampf. Ein Bruder wird verkrüppelt, der andere getötet. Bard wird für vogelfrei erklärt und muß fliehen. Um im Kampf gegen das Königshaus zu bestehen, nutzt er dunkle Magie, die sein Verhängnis wird …

„Die Zeit der Hundert Königreiche“ ist so ein Buch, wo ich mich echt frage, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Wie kann man einen Charakter, noch dazu den Hauptprotagonisten des Buches, so unsympathisch und dämlich gestalten? Ich verstehe die Intention dahinter, aber die Ausführung ist wirklich furchtbar.

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Tall, Dark and Dead

Posted in Alexandria with tags , on 7. März 2019 by lady8jane
Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway

Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway

Ich bin selbst schuld! Wieso lese ich sowas wie „Tall, Dark and Dead“ überhaupt? Chick-lit mit Vampiren, das kann ja nur schief gehen …

Tut es auch und zwar gleich zweifach. Da ist zunächst mal die Chick-lit-Sache. Diese ständige Fixierung auf (unglaublich gutaussehende) Männer … meine Güte nochmal! Spätestens wenn man über 25 ist, sollte man begriffen haben, daß es mehr gibt da draußen als Typen und Sex. Und mit dem Sex sind wir auch schon beim zweiten Manko des Buches: Tate Hallaway kann einfach keine erotischen Sexszenen schreiben. Selten hab ich es erlebt, daß man das alte Rein-Raus-Spiel so unsexy machen kann wie hier. Klinische Details sind halt nicht alles.

Dann diese Story … Vampire, Hexen, Hexenjäger-Assassinen des Vatikans (ja, richtig gelesen!), Dhampire (das sind leibliche Kinder von Vampiren) und eine Hauptfigur, die von einer Göttin besessen ist und einen Familiar hat. Astrologie, Wicca-Magie, Alchemie … es hört einfach nicht auf. Ich weiß nicht, wieso man das alles in ein Buch mischen muß, ich weiß es wirklich nicht. Für mich klingt das immer irgendwie wie (schlechte) Fanfiction.

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