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Catch 22

Catch 22 von Joseph Heller
Catch 22 von Joseph Heller

Captain Yossarián muß im Zweiten Weltkrieg Kampfeinsätze fliegen, auch wenn er sie für idiotisch hält. Um diesem Irrsinn zu entkommen, beschließt er, den Rest des Krieges im Lazarett von Pianosa zu verbringen, was allerdings nicht gelingt. Yossarián und seine Kameraden halten sich alle gegenseitig für verrückt, so schießt Havermeyer nachts in seinem Zelt auf Feldmäuse, Doc Daneeka, der Yossarián fluguntauglich schreiben soll, sucht an sich selbst zwanghaft nach alarmierenden Krankheitsymptomen, Häuptling White Halfoat will unbedingt an einer Lungenentzündung sterben und anderes mehr. Die Vorgesetzten übertreffen sich mit unsinnigen Befehlen, die das Leben der Soldaten kosten können, zum Beispiel mit dem, daß jeder 50 Flugeinsätze absolviert haben muß. Und dann gibt es die Sache mit dem X-Haken: „X besagte, dass die Sorge um die eigene Sicherheit angesichts realer, unmittelbarer Gefahr als Beweis für fehlerloses Funktionierens des Gehirns zu werten sei.“ Wer diese Einsätze fliegt, ist verrückt, wenn er aber deshalb für verrückt erklärt werden will, muß er bei Verstand sein und weiter fliegen …

„Catch 22“ habe ich schon im amerikanischen Original gelesen und rezensiert. Und ganz ehrlich, im Original ist es besser (wie die meisten Bücher). Allerdings sollte man schon gut Englisch sprechen, um alle Wortspiele zu verstehen, den Dialogen folgen oder einige der militärischen Spezialausdrücke verstehen zu können.

Catch 22

Catch-22 von Joseph Heller
Catch-22 von Joseph Heller

Hilarious and tragic, at the heart of Catch 22 is a savage indictment of twentieth century madness, and a desire of the ordinary man to survive it.

Da ich demnächst die Verfilmung von „Catch 22“ im Rahmen der SZ-Cinemathek ansehen werde und das Buch schon länger im Schrank stehen habe, dachte ich, ich lese es vorher besser einmal. Und ich muß sagen: es ist großartig.

„Catch 22“ ist eine Kriegssatire der wirklich bitterbösen Art. So voller Sprachwitz und absurder Dialoge, skurriler Situationen und schräger Charaktere, daß man immer wieder vor sich hin kichern muß. Noch öfter aber bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Gerade die Szenen im Luftkampf über diversen italienischen Städten sind in ihrer chaotischen Panik atemberaubend … nein … sie schnüren einem die Luft ab, das wäre der richtige Ausdruck.

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