Schlagwort-Archive: Griechenland

Die Farbe des Mondes

Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki
Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki

Sie haben es nicht leicht in den Tabakfeldern: Nina, ihre vier Kinder und die Großmutter. Sie sind arm, die Arbeit ist schwer und monoton. Fotis, der älteste Sohn, hält es hier nicht aus. Er geht nach Athen, um das Leben kennenzulernen. Und er lernt es gründlich kennen. Als später seine Geschwister nachkommen, erliegen sie nacheinander den Verführungen der Stadt.

Fotis braucht seine ganze Kraft.

„Die Farbe des Mondes“ ist ein so trauriges wie schönes Buch. Fotis und seine Familie haben das ganze Buch über nur Pech. Das ist an vielen Stellen quasi hausgemacht, denn gerade seine jüngeren Geschwister sind ziemliche Tunichtgute, manchmal aber auch einfach nur Schicksal. So taumeln sie immer weiter in den Abgrund, obwohl (oder gerade weil) sich ihre Mutter mit aller Kraft bemüht, die Familie durchzubringen. Nur Fotis schafft es am Ende, sich zumindest einen Hauch von Glück einzufangen. Und auch das nur, weil er auf die große, alles überwältigende Liebe verzichtet und sich bescheidet.

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Mein Franz von Assisi

Mein Franz von Assisi von Nikos Kazantzakis
Mein Franz von Assisi von Nikos Kazantzakis

„Alexis Sorbas“ hat mich begeistert, insofern war ich auf „Mein Franz von Assisi“ sehr gespannt:

Nikos Kazantzakis (1883-1957) gehört zu den großen griechischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein „Alexis Sorbas“ begründete seinen Weltruhm.

„Mein Franz von Assisi“ bezeichnete Kazantzakis als „ein kämpferisches Werk, das den christlichen Mythos in eine ‚unsichtbare Gegenwart‘ trägt. Als ich in die engen Gassen von Assisi einbog, fühlte ich eine unsagbare Seligkeit in mir.“

Es ist keine wirkliche Biographie, die Nikos Kazantzakis hier über Franz von Assisi schreibt. Vielmehr ist es eine freie Nacherzählung, bei der einiges weggelassen und einiges hinzuerfunden wurde.

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Alexis Sorbas

Alexis Sorbas von Nikos Kazantzakis
Alexis Sorbas von Nikos Kazantzakis

Der berühmte Roman über Alexis Sorbas, den urwüchsigen Philosophen des einfachen Herzens, der alle Berufe kennt, „die man mit Fuß, Hand und Kopf“ ausüben kann. Eine Liebeserklärung an Griechenland und seine Menschen, ein Schelmenroman von antiker Heiterkeit.

Auch als Film mit Anthony Quinn ein unvergessener Welterfolg.

„Alexis Sorbas“ ist ein Roman, den man nur schwer in Worte fassen kann. Er ist ganz sicher zu recht so berühmt, denn er ist großartig. Und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, ihn zu loben. Am besten nämlich überall.

Nikos Kazantzakis ist hier nicht nur ein Schelmenroman gelungen, nicht nur ein heiteres Buch, das einiges in unserem Leben in Frage stellt. Nein, „Alexis Sorbas“ ist ungeheuer tiefschürfend und stellt schlicht ALLES in Frage. Unsere Abhängigkeiten von Besitz, Erfolg, Wissen, Religion, Vaterland, Essen, Alkohol, Sex, die Frage, was Freiheit eigentlich schlußendlich bedeutet … Um nichts Geringeres geht es in diesem Buch.

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