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Vater Mensch

Vater Mensch von Nuruddin Farah
Vater Mensch von Nuruddin Farah

Deerye, einstiger Held im somalischen Widerstand gegen die italienischen Besatzer, ist müde und alt geworden. Doch als sein Sohn von den Sicherheitskräften des machthabenden Generals ermordet wird, beschließt er zu handeln: Er plant ein Attentat auf den General …

Wenn es einen Wettbewerb zum schlechtesten Klappentext der Welt geben würde, wäre der von „Vater Mensch“ wohl recht weit vorne zu finden. Das fängt damit an, daß der Name des Protagonisten falsch geschrieben ist, und hört noch lange nicht damit auf, daß hier die Handlung der letzten 20(!!!) Seiten verraten wird.

Vor allem aber spielt der Klappentext dem potentiellen Leser eine völlig andere Geschichte vor als er dann tatsächlich bekommt. Denn „Vater Mensch“ ist kein Buch über Rache, sondern ein Buch über Politik und die Frage, ob Gewalt als Mittel der Politik gerechtfertigt ist. Und es geht um Deeriye, den ehemaligen Held der Befreiungsbewegung, der immer noch politisch bedeutend ist trotz seiner Gebrechen.

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Maps

Maps von Nuruddin Farah
Maps von Nuruddin Farah

Askar kommt in Ogaden als Waise auf die Welt. Sein Vater ist dem Krieg zum Opfer gefallen, den Äthiopien und Somalia um dieses karge Land führen, seine Mutter stirbt sofort nach seiner Geburt, doch ein anderer Mensch tritt in das neue Leben: „Ja, du lagst wartend da wie in einem Hinterhalt, bis eine Frau, die von deiner Existenz nichts ahnte, in das dunkle Zimmer trat, in dem du seit der Sekunde deiner Geburt gelegen hattest.“ Die Frau heißt Misra, sie stammt aus Äthiopien und findet das schmutzige Kind mit dem starren Blick. Eine tiefe, liebevolle Beziehung entsteht zwischen den beiden, eine Welt, für die nur das Kind und Misra den Schlüssel besitzen. Doch da ist auch der reiche, böse Onkel Qorrax, den Askar nicht ausstehen kann und der ebenso wie Aw-Adan, der Priester des Dorfes, Anspruch auf Misras Zuneigung erhebt. Der Krieg um Ogaden trennt Askar von Misra und verschlägt den Jungen in die somalische Hauptstadt Mogadischu. Jahre später trifft er Misra dort wieder, aber unter neuen, düsteren Vorzeichen: Sie soll somalische Freiheitskämpfer an Äthiopien verraten haben …

In der afrikanischen Literatur, die ich bislang gelesen habe, findet sich immer wieder ein zentrales Motiv: Die Frage nach der eigenen Identität. Auch in „Maps“ fragt sich Askar immer wieder, was das eigentlich ist, ein Somali oder Somalia. Durch die politische Zerrissenheit des Landes ist er sich nicht sicher über das, was sein Volk definiert. Oder auch was andere Völker und Länder im Gegensatz dazu bestimmt und definiert.

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