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Die größere Hoffnung

Die größere Hoffnung von Ilse Aichinger
Die größere Hoffnung von Ilse Aichinger

Es ist Krieg. Das Mädchen Ellen hofft, ihrer nach Amerika emigrierten Mutter nachfolgen zu können. Doch sie, die bei ihrer falschen Großmutter in Wien lebt, erhält vom Konsul kein Visum. Ellen trifft auf andere Kinder, die das gleiche Schicksal teilen. Da ihnen und Ellen alle Orte verwehrt sind, bleibt ihnen nur der Friedhof zum Spielen; oder der Dachboden, wo sie Englisch lernen und das Krippenspiel aufführen. Zwar haben die Kinder Angst vor der geheimen Polizei, dennoch hält Ellen die Hoffnung hoch, entkommen zu können, auch nachdem die Großmutter gestorben ist, die Bombardierungen zunehmen, die Front immer näher rückt und sie die anderen Kinder aus dem Blick verliert. Bei der Einnahme der Stadt durch fremde Soldaten trifft Ellen auf Jan, einen ihrer jungen Offiziere. Als er verwundet wird, schreibt er eine Nachricht, die sie seinen Kameraden bei den Brücken überreichen soll: „Irgendwann mußte man springen. Ellen wußte, daß sie keine Zeit mehr hatte. Sie wußte, daß sie bald springen würde. Es war alles ein einziger Anlauf gewesen …“.

Nach dem Klappentext und nachdem „Die größere Hoffnung“ auch in Harenbergs „Buch der 1000 Bücher“ zu finden ist, hatte ich mit einem beeindruckenden Dokument der Zeitgeschichte gerechnet. Man wurde ich enttäuscht!

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