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Goldstaub

Goldstaub von Ibrahim al-Koni
Goldstaub von Ibrahim al-Koni

In „Goldstaub“ schildert al-Koni das Verhältnis zwischen einem Menschen und einem Tier – einem jungen Mann und seinem edlen Kamelhengst -, das das Ausmaß einer existentiellen Abhängigkeit der Kreaturen voneinander annimmt. Diese Abhängigkeit geht hier so weit, daß das Kamel für den jungen Mann wichtiger wird als jede Beziehung zu Menschen. Um das in Notzeit verpfändete Kamel zurückzuhalten, entschließt er sich sogar, dem Druck des Pfandgläubigers nachzugeben und sich von seiner Ehefrau zu trennen. Doch damit nicht genug: Bei diesem Handel erhält er fatalerweise Gold geschenkt, und das Gerücht verbreitet sich, er habe seine Frau für eine Handvoll Goldstaub verkauft. Der Versuch, seine Ehre wiederherzustellen, scheitert.

Meine erste Begegnung mit dem lybischen Autoren Ibrahim al-Koni und gleich bin ich begeistert! Vielleicht ist es das Blut der Roma in meinen Adern, die mir diesen Text so nahe bringt, dieses tiefe Verständnis für Uchaijid und seine Sehnsucht nach dem Nomadentum vermittelt. Sein zunehmendes Gefühl, in seiner Familiensituation gefangen zu sein, wie sehr kann ich das nachvollziehen.

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