Archiv für Hermann Hesse

Unterm Rad

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Januar 2012 by lady8jane
Unterm Rad von Hermann Hesse

Unterm Rad von Hermann Hesse

Hans Giebenrath ist ein guter Schüler und ein sensibler Junge. Sein ehrgeiziger Vater sorgt dafür, daß er von den Lehrern und Honoratioren seiner Kleinstadt in Süddeutschland als einziger Kandidat für das traditionelle württembergische „Landesexamen“ ausgewählt wird. Getrieben vom väterlichen Ehrgeiz vertieft sich Hans ganz in die Vorbereitungen; Zeit, seine Kindheit auszuleben, hat er kaum noch. Am Ende ist er dem körperlichen Zusammenbruch nahe, doch sein Eifer macht sich bezahlt: Nach der Prüfung stehen ihm die Türen für ein kostenloses Theologiestudium in der Klosterschule Maulbronn offen. Dort begegnet der Musterschüler Hans dem anarchischen Hermann Heilner, einem Rebell und selbsternannten Dichter. Die Begegnung wird Hans für immer verändern.

„Unterm Rad“ (1906) ist ein intime, einfühlsame Geschichte vom Erwachsenwerden. In ihr verarbeitet Hesse seine eigenen Erfahrungen als Schüler und Heranwachsender und veranschaulicht auf eindringliche Weise den Konflikt zwischen schulischer Ordnungsliebe und individuellem Freiheitsdrang.

So sehr mir die späteren Sachen von Hermann Hesse gefallen („Siddhartha“ zum Beispiel), so wenig kann ich mit seinen frühen Werken anfangen. Es ist nicht so, daß sie schlecht geschrieben wären, aber sie sind so furchtbar pubertär und gleichzeitig so altmodisch elegisch.

Weiterlesen

Advertisements

Siddhartha

Posted in Alexandria, Bibliothek Suhrkamp with tags , on 21. Oktober 2009 by lady8jane
Siddhartha von Hermann Hesse

Siddhartha von Hermann Hesse

In „Siddhartha“ zeichnet Hermann Hesse den fiktiven Lebensweg der historischen Figur hinter Buddha nach. Aber tut er das tatsächlich?

In „Siddhartha“ wird ein Lebensweg hin zur Erleuchtung erzählt. Der junge Titelheld widmet sich zunächst Gebet und Askese, dann Wollust, Reichtum und Spiel, um schließlich Weisheit in der liebevollen Annahme der All-Einheit des Lebens zu finden. Es sind wunderbar tiefe Gedanken, die Hesse seinem Helden in den Mund legt:

„Wenn jemand sucht“, sagte Siddhartha, „dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. Suchen heißt: ein Ziel haben. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben. Du, Ehrwürdiger, bist vielleicht in der Tat ein Suchender, denn, deinem Ziel nachstrebend, siehst du manches nicht, was nah vor deinen Augen steht.“

Weiterlesen