Archiv für Jean-Jacques Rousseau

Bekenntnisse

Posted in Alexandria with tags , on 21. März 2010 by lady8jane
Bekenntnisse von Jean-Jacques Rousseau

Bekenntnisse von Jean-Jacques Rousseau

Jean-Jacques Rousseaus „Bekenntnisse“ ist vielleicht die erste wirkliche Autobiographie, die überhaupt geschrieben wurde. Rousseau legt in seinen Erinnerungen sich selbst bloß, gibt sich der Welt preis mit all seinen Fehlern und Marotten. Dabei geht er streng mit sich ins Gericht, nennt sich oft einen Trottel oder Idioten und zeigt nicht nur seine Vergangenheit auf sondern kommentiert sie auch noch im Rückblick. Gerade diese rückblickende Bewertung der eigenen Handlungen macht dieses Buch sehr faszinierend.

Dabei sind die „Bekenntnisse“ keineswegs leicht zu lesen. Rousseaus Sprache ist (natürlich) altmodisch und oft spielt er noch dazu auf auf Ereignisse und Personen an, die zumindest mir nicht bekannt waren (und ich bin doch recht gut gebildet). Außerdem ist es sehr sehr schwer den Überblick über die vielen Personen zu behalten, die im Laufe der 900 Buchseiten erwähnt werden. Dankenswerterweise ist zwar am Ende ein Verzeichnis der bekannten Persönlichkeiten, die Rousseau in seinem Leben getroffen hat und in seinem Buch erwähnt. Aber das sind natürlich nicht alle Leute, die hier auftauchen. Gärtner, Diener, einfachste Menschen, auch die spielen eine Rolle (und werden von Rousseau genauso ernst und wichtig genommen wir die Prominenz).

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