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Austerlitz

Austerlitz von Winfried G. Sebald
Austerlitz von Winfried G. Sebald

Wer ist Jacques Austerlitz? Der rätselhafte Fremde, „ein damals, im siebenundsechziger Jahr, beinahe jugendlich wirkender Mann mit blondem, seltsam gewelltem Haar, wie ich es sonst nur gesehen habe an dem deutschen Helden Siegfried in Langs Nibelungenfilm“, begegnet dem Erzähler immer wieder, unerwartet und an den ungewöhnlichsten Orten: am Bahnhof, am Handschuhmarkt, im Industriequartier … Schritt für Schritt enthüllt sich bei diesen Treffen die Lebensgeschichte des einsamen, schwermütigen Wanderers Austerlitz, der kein Engländer ist, aber seit vielen Jahren in London lebt. In den vierziger Jahren kam er als jüdisches Flüchtlingskind nach Wales und wuchs in einem Dorfpfarrhaus auf bei einem älteren Prediger und dessen Frau. Als er nach vielen Jahren seine wahre Herkunft und seinen wahren Namen erfährt, weiß er, warum er sich als Fremder unter den Menschen fühlt …

Winfried G. Sebald ist ein weiterer Autor, den ich ohne die SZ-Bibliothek nicht kennengelernt hätte und um den es ziemlich schade gewesen wäre. Denn „Austerlitz“ ist ein ganz fabelhaftes Buch, das ich trotz seiner ziemlichen Dicke von über 400 Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe.

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