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Ein Sommer in Kalkutta

Posted in Alexandria with tags , on 21. September 2007 by lady8jane
Ein Sommer in Kalkutta von Amit Chaudhuri

Ein Sommer in Kalkutta von Amit Chaudhuri

Einen Sommer lang besucht der Inder Joy mit seinem kleinen Sohn Bonny die Eltern in Kalkutta, um Abstand von seiner gescheiterten Ehe in Amerika zu gewinnen. Die Stadt seiner Kindheit ist ihm seltsam fremd geworden, doch in der Geborgenheit alter familiärer Bindungen kommt langsam Bewegung in seine erstarrten Gefühle … Ein poetischer und kluger Roman vom indischen Meister der kleinen Dinge.

„Ein Sommer in Kalkutta“ ist eines dieser Bücher, die ich absolut nicht verstehe. Vielleicht gefällt es ja irgendjemandem, gut geschrieben ist es sicher. Man kann sich alles genau vorstellen, die Sprache ist klar, die Charaktere lebendig gezeichnet, die Beschreibungen plastisch.

Nur … in diesem Buch passiert absolut überhaupt nichts. Der Mann und sein Sohn kommen in Kalkutta an, wohnen eine Weile bei den Eltern des Mannes, machen im Prinzip nichts außer ein paar Spaziergängen und dann fliegen sie wieder weg. Den ganzen Roman über wartet man darauf, daß sich irgendetwas tut, sich zumindest im Inneren der Protagonisten etwas bewegt, aber … nichts. Stattdessen werden über 220 Seiten lang kleinste und klitzekleinste Alltagsdinge minutiös berichtet. Das ist einfach nur noch langweilig.