Archiv für Ian McEwan

Der Zementgarten

Posted in Alexandria, SZ-Bibliothek with tags , on 14. Oktober 2010 by lady8jane
Der Zementgarten von Ian McEwan

Der Zementgarten von Ian McEwan

Jack und seine Geschwister scheinen zunächst ein ganz normales Leben in einer ganz normalen englischen Vorortsiedlung zu führen. Doch dann stirbt der Vater – nicht ohne Zutun des 15-jährigen Jack – und schließlich auch die krebskranke Mutter. Da ihnen jetzt das Waisenhaus droht, beschließen die Kinder, die Leiche der Mutter in einem Privatbegräbnis im Keller zu verbergen. Jack und seine Schwester Julie bilden nun das neue Elternpaar, das sich in einer gespenstischen Szene schließlich auch sexuell vereinigt. „Im Hintergrund hatte ich das Gefühl, als säßen wir da und warteten auf ein schreckliches Ereignis, und dann fiel mir ein, daß es schon geschehen war“, kommentiert Jack seine Geschichte.

Ian McEwan gelingt mit seinem Roman „Der Zementgarten“ (1978) eine beklemmende psychologische Studie, die unter die Haut geht. Abgestoßen und fasziniert zugleich folgt der Leser den Lügen und Begierden, den Perversionen und Leidenschaften der Jugendlichen. Andrew Birkin verfilmte den Roman 1992 mit Andrew Robertson und Charlotte Gainsbourg in den Hauptrollen.

Über weite Strecken liest sich „Der Zementgarten“ wie ein Traumerlebnis. Und auch der Protagonist Jack hat oft das Gefühl, alles zu verschlafen, oder wie in einem Traum durch die Welt zu gehen. Dieser Traum allerdings ist ein veritabler Alptraum!

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