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Die Klapperschlange

Die Klapperschlange von John Carpenter
Die Klapperschlange von John Carpenter

Ganz Manhattan ist ein Gefängnis, in dem drei Millionen verurteilte Verbrecher ohne Wärter eingesperrt sind. Mitten in dieses Chaos stürzt das Flugzeug des Präsidenten. Jemand muß hinein, um sein Leben zu retten. Die Wahl fällt auf den Ex-Lieutenant Snake Plissken. Um sicherzustellen, daß er seine Mission erfüllt, werden ihm Sprenkörper implantiert. Snake hat weniger als 24 Stunden Zeit, den Präsidenten und sich selbst zu retten, danach explodieren die Ladungen …

„Die Klapperschlange“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Er ist spannend, dreckig und auf ganz herrliche Weise altmodisch. Wie kann ein Film altmodisch sein, der kaum 30 Jahre alt ist? Ich will versuchen, es zu erklären.

Zunächst einmal ist die Handlung ziemlich direkt. John Carpenter braucht keine ungewöhnlichen Wendungen und Geheimnisse, um seinen Film spannend zu gestalten. Außerdem verzichtet er völlig auf eine Liebesgeschichte für den Hauptcharakter. Heutzutage wird überall eine Liebesgeschichte eingebaut, selbst wenn die Buchvorlage keine enthält. Es werden auch keine tiefschürfenden Unterhaltungen geführt, es wird nicht groß und langatmig das Gefühlsleben oder die Hintergrundgeschichte der Charaktere ausgewälzt. Im Gegenteil, gerade Plissken ist ziemlich wortkarg und man erfährt über seine Vergangenheit so gut wie nichts. Trotzdem passiert viel zwischen den Figuren und Plissken durchläuft durchaus eine charakterliche Entwicklung. Man muß eben ein wenig genauer hinsehen und auf Blicke und Gesten achten.

Ausstattung, Musik, Action, Schauspieler … alles an diesem Film ist großartig und zwar bis in die kleinste Nebenrolle. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Frank Doubleday als Romero. Einfach nur gruselig! Und toll: anschauen!