A Classic English Crime

A Classic English Crime herausgegeben von Tim Heald

A Classic English Crime herausgegeben von Tim Heald

To celebrate the centenary of the birth of Agatha Christie, still by common consent the doyenne of English Detective Fiction, a team of her most distinguished descendants have joined in a highly original tribute. Leading members of the British Crime Writer’s Association have responded with ingenuity and enthusiasm to the challenge of producing stories set in the Golden Age of Detective Fiction – the period between the world wars.

The crime scenes vary from country house to seaside hotel, from village fete to West End theatre – while the crimes themeselves are as bizarre and cunning as anything Hercule Poirot or Miss Marple had to deal with.

The outstanding contributors to this volume are all in top form in this sparkling collection that is both an atmospheric trip through the corpse-littered world of the English Mystery’s Golden Age and a devilish affectionate salute to Agatha Christie – its undisputed queen.

Soweit also der Klappentext von „A Classic English Crime“. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen, er ist auch schon fast das kreativste und phantasievollste an dieser Sammlung.

Zusammengefaßt sind hier folgende 13 Kurzgeschichten, die doch sehr deutlich machen, wieso bislang noch niemand Agatha Christie von ihrem Thron stoßen konnte:

  • Means to Murder von Margaret Yorke
  • Smoke Gets in … von David Williams
  • Holocaust at Mayhem Parva von Julian Symons
  • All’s Fair in Love von Susan Moody
  • The Lady in the Trunk von Peter Lovesey
  • Jack Fell Down von H.R.F. Keating
  • Experts for the Prosecution von Tim Heald
  • A Fête Worse Than Death von Paula Gosling
  • Wednesday Matinée von Celia Dale
  • Spasmo von Liza Cody
  • A Little Learning von Simon Brett
  • Good Time Had by All von Robert Barnard
  • Cause and Effects von Catherine Aird

Die meisten dieser Geschichten sind höchstens Mittelmaß. Lediglich „A Fête Worse Than Death“, „Good Time Had by All“ und vor allem „Cause and Effects“ stechen als Kriminalgeschichten aus den übrigen hervor.

Es ist tatsächlich fast schon peinlich, wie schlecht einige dieser Geschichten sind. Gerade die drei ersten (wovon die dritte auch noch eine unsägliche Parodie ist) sind sehr sehr schwach und man muß sich schon ganz schön am Riemen reißen, um danach überhaupt noch weiterzulesen.

„All’s Fair in Love“ von Susan Moody hält einen dann aber doch noch bei der Stange, da hier eine völlig falsche Fährte gelegt wird, sowohl den Personen der Geschichte als auch dem Leser gegenüber. Ja, Susan Moody schafft es, zu überraschen, denn mit diesem Ausgang hätte man sicher nicht gerechnet. Danach bleibt das Niveau Gott sei Dank etwas höher als bei den ersten drei Geschichten.

Ein wirkliches Schmankerl (vor allem, wenn man einmal, so wie ich, eine Geisteswissenschaft studiert hat) ist übrigens „A Little Learning“. In dieser Geschichte werden sehr originell die Anleihen Agatha Christies an (natürlich gekonnt „gefälschte“) klassische englische Texte aufgezeigt. Das hat Spaß gemacht!

Leider sind aber längst nicht alle Geschichten auf diesem Niveau angesiedelt, weshalb man sich „A Classic English Crime“ nur als absoluter Agatha Christie Fan unbedingt zulegen sollte.

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