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Mitternachtskuß

Mitternachtskuß herausgegeben von Victoria A. Brownworth
Mitternachtskuß herausgegeben von Victoria A. Brownworth

Victoria A. Brownworth präsentiert Vampirismus al dente, feministisch gewürzt. Die acht Stories – mal sexy, mal subversiv – führen die LeserInnen von der ursprünglichen Heimat der Vampire in Osteuropa bis ins Revier einer lesbischen Vampirin in Los Angeles. In einer Geschichte ist es die Mutter, die sich auf merkwürdige Weise ausgesogen fühlt, in einer anderen eine junge Frau, die das dringende Bedürfnis verspürt, jemanden zu vernaschen …

„Mitternachtskuß“ versammelt acht verschiedene Vampirgeschichten. Entgegen des Versprechens auf dem Klappentext und im Vorwort sind die wenigstens der Erzählungen wirklich originell. Vampire in Rumänien, deren Diener Zigeuner sind (die zudem auf ältere Frauen stehen, ein Wunschtraum der Autorin vielleicht?) in Sie haben keine Gesichter. Eine erotisch-pornographische Geschichte, in der eine schöne Frau das „Raubtier“ ist in Zum Sterben schön. Und ganz besonders furchtbar die letzte Erzählung, Die zwölfte Nacht, geschrieben von der Herausgeberin selbst, in der eine lesbische Vampirin in New Orleans und eine Frau mit Namen Luna St. Croix vorkommen. Luna St. Croix! Himmel, das klingt wie schlechte Fanfiction!

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Die Flamme von Hali

Die Flamme von Hali von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross
Die Flamme von Hali von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross

Marion Zimmer Bradleys Vermächtnis ist eine wunderbare Romantriologie, die zu den Anfängen Darkovers zurückkehrt. Teil 3 der Triologie läßt noch einmal „Das Zeitalter des Chaos“ und die „Zeit der Hundert Königreiche“ aufleben. Die langjährige Freundin und Darkover-Weggefährtin Deborah J. Ross, bekannt auch unter dem Ehenamen Deborah Wheeler, hat Marion Zimmer Bradleys Vermächtnis vollendet.

König Carolin Hastur und sein Freund Varzil setzen alles daran, die Herrscherhäuser von Darkover zu einem Verzicht auf magische Waffen zu bewegen. Dabei ahnen sie nicht, daß ihr ärgster Feind dagegen intrigiert: Eduin Deslucido will die Hasturs vernichten, getrieben von einem Rachezauber seines toten Vaters. Sogar ein Attentat auf die Festung ist geplant, in der sich Varzils Schwester befindet – Eduins frühere Geliebte, für die er immer noch starke Gefühle empfindet.

„Die Flamme von Hali“ ist also jetzt das Ende der Trilogie, die Deborah J. Ross geschrieben hat. Und ich bin echt froh, daß die Romane vorbei sind.

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Zandrus Schmiede

Zandrus Schmiede von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross
Zandrus Schmiede von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross

Marion Zimmer Bradley Vermächtnis ist eine wunderbare Romantrilogie, die zu den Anfängen Darkovers zurückkehrt. Teil 2 der Triologie läßt noch einmal „Das Zeitalter des Chaos“ und die „Zeit der Hundert Königreiche“ aufleben. Die langjährige Freundin und Darkover-Weggefährtin Deborah J. Ross, bekannt auch unter dem Ehenamen Deborah Wheeler, hat Marion Zimmer Bradleys Vermächtnis vollendet.

Der Kampf gegen den gesetzlosen Bewahrer Rumail Deslucido ist vorüber, doch die Gefahr durch ihn ist noch nicht gebannt. Sein Sohn Eduin wird von dem Gedanken beherrscht, das Werk seines Vaters zu vollenden und die gesamte Fürstenfamilie der Hasturs auszulöschen. Er lebt unter fremdem Namen im Turm Arilinn, und ausgerechnet dorthin reist der junge Hasturerbe Carolin, um sich in der Beherrschung der „Laran“-Kräfte ausbilden zu lassen …

„Zandrus Schmiede“ setzt eine Generation nach „Der Untergang von Neskaya“ ein und ist damit durch den letzten überlebenden Deslucido verbunden, der von seinem Vater quasi von Geburt an dazu erzogen wurde, Rache zu nehmen. So weit, so langweilig. Die Geschichte ist … nicht so spannend, wie man das dem Klappentext nach meinen könnte. Eduin versucht zwar ab und zu den Hasturerben zu töten, bekommt dann aber im letzten Moment immer wieder Gewissensbisse und läßt es bleiben. Darüber hinaus ist Carolin ganz eng verbandelt mit dem in „Laran“ hochbegabten Varzil und der rettet ihn immer und überall. Carolin als charismatischer Anführer und Varzil (der später als Varzil der Gute bekannt sein wird) haben beide für mich zu viel von einer Mary Sue, um wirklich spannend zu sein.

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Der Untergang von Neskaya

Der Untergang von Neskaya von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross
Der Untergang von Neskaya von Marion Zimmer Bradley und Deborah J. Ross

Marion Zimmer Bradleys Vermächtnis ist eine Romantrilogie, die zu den Anfängen Darkovers zurückkehrt. Teil 1 der Trilogie „Die Feuer von Darkover“ läßt noch einmal „Das Zeitalter des Chaos“ und „Die Zeit der Hundert Königreiche“ aufleben.

Coryn Leynier, Sohn eines unbedeutenden Adelshauses in den Bergen, verfügt über ein großes Potenzial von Laran, jener magischen Psi-Kraft. Rumail, der Hüter des Laran-Zirkels von Neskaya, erbietet sich, Coryn auszubilden. Doch verfolgt er damit einen tückischen Plan: Im Auftrag seines Bruders, des ehrgeizigen und skrupellosen Damian Deslucido, pflanzt er einen mörderischen Befehl tief in Coryns Unterbewußtsein. Einen Befehl, der Jahre später den Untergang der mächtigen Dynastie der Hasturs herbeiführen soll. Doch die Verschwörer haben zwei Dinge außer Acht gelassen: die Standhaftigkeit Coryns und die Liebe zur Hastur-Prinzessin Taniquel Hastur-Acosta, deren Königreich von Damian Deslucido auf grausame Weise erobert wurde …

„Der Untergang von Neskaya“ ist also der erste Band einer Trilogie, die Deborah J. Ross im Auftrag von Marion Zimmer Bradley geschrieben hat. Ich weiß ganz ehrlich nicht, was ich davon halten soll. Klar, die beiden Autorinnen haben schon öfter zusammen gearbeitet, aber Ross‘ Stil unterscheidet sich doch erheblich vom Original. Sie ist schlicht nicht so gut wie MZB, so einfach ist das. Dazu noch die unsägliche Sache, die sich bei allen Fantasy-Schreibern in den letzten Jahren breit gemacht hat, immer gleich Trilogien zu schreiben und dann auch noch mit ewig dicken Einzelbänden. Muß das echt sein?

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Herrin der Stürme

Herrin der Stürme von Marion Zimmer Bradley
Herrin der Stürme von Marion Zimmer Bradley

Die chronologisch frühen Bücher der Darkover-Reihe spielen in einer Zeit, in der die Darkoveraner noch nicht wieder von den Terranern entdeckt worden sind. So auch „Herrin der Stürme“:

Dorilys, ein zehnjähriges Mädchen mit übernatürlichen Kräften, wird zur Schlüsselfigur in der Auseinandersetzung verfeindeter Clans auf Darkover. Sie ist die Herrin der Stürme und in der Lage, wahre Urgewalten zu entfesseln.

Durch bewußte Zuchtwahl hat sich inzwischen die Gabe des „Laran“ unter der herrschenden Schicht ausgebreitet. Mit Hilfe der Matrix-Kristalle werden die Geisteskräfte noch verstärkt. Aus der Verbindung zwischen Lord Alderan und Aliciane geht eine Tochter hervor, deren „Laran“ übermächtig ist. Obwohl erst ein Kind von zehn Jahren, kommt ihr in der Auseinandersetzung der Clans eine Schlüsselrolle zu.

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Landung auf Darkover

Landung auf Darkover von Marion Zimmer Bradley
Landung auf Darkover von Marion Zimmer Bradley

Der Darkover-Zyklus, Marion Zimmer Bradleys fesselnde Geschichte einer fernen Welt und ihrer Bewohner, Kultur und Historie, ist heute längst zu einer Fantasy-Legende geworden. Dieser Roman schildert, wie alles begann, als terranische Raumfahrer gezwungen wurden, auf der Welt der blutroten Sonne zu landen. Sie begründen eine eigenständige Kultur, die von ihrem terranischen Erbe ebenso geprägt ist wie von den besonderen Kräften, die sich langsam von ihrer neuen Welt auf sie übertragen. Dieser Roman ist daher ein Schlüssel zum Verständnis des gesamten Werkes.

„Landung auf Darkover“ stellt gleich das Konzept des Darkover-Zyklus des Weltbild Verlags gründlich in Frage. Weltbild hat die Romane nach der Chronik von Darkover herausgebracht und nicht in der Reihenfolge, in der sie erschienen sind. Dadurch wird natürlich gleich von Anfang an klar, daß die Zivilisation auf Darkover tatsächlich von der Erde abstammt, wie die Terraner in späteren Büchern immer behaupten. Insofern ist der Roman durchaus ein Schlüssel zum Verständnis des Zyklus‘ so wie im Klappentext behauptet.

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Betty und ihre Schwestern

Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott
Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott

Es ist die Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mrs March und ihre vier heranwachsenden Töchter warten auf die Rückkehr des Vaters, der als Geistlicher an der Front ist. Die Familie muß mit vielen Problemen des Alltags fertig werden. Finanzielle Nöte gehören genauso dazu wie Rivalitäten unter den Geschwistern.

Es gibt jedoch auch viele schöne Erfahrungen und die Schwestern begreifen, daß Freunde und der Zusammenhalt in der Familie das Wichtigste im Leben sind. Als ihr Vater nach einem Jahr von der Front zurückkehren kann, stellt er fest, daß seine Töchter ein Stück erwachsener geworden sind.

Louise May Alcotts Familienroman „Betty und ihre Schwestern“ gehört seit fast 150 Jahren zum Bestand der klassischen Jugendliteratur.

„Betty und ihre Schwestern“ gehört vielleicht zum Bestand der klassischen Jugendliteratur und das schon seit fast 150 Jahren, aber so langsam aber sicher wird es Zeit, daß das Buch in die Mottenkiste wandert. Was für ein frömmelnder Kitsch! Einfach furchtbar! Alle sind sie superbrav, superreligiös und superstrebsam. Ist echt nicht zum Aushalten!

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