Archive for the SZ-Cinemathek Category

The Deer Hunter

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Juni 2017 by lady8jane
The Deer Hunter von Michael Cimino

The Deer Hunter von Michael Cimino

Eine schäbige Industriestadt in Pennsylvania. Nick und Michael feiern die Hochzeit ihres Freundes Steven und genießen ihre Freiheit: Ein letztes Mal geht es in die Berge auf die Jagd … Schon am nächsten Tag werden die drei zum Kriegsdienst nach Vietnam eingezogen. Dort erwartet sie die Hölle. Nach erbarmungslosem Kampf werden die drei im Dschungel gefangengenommen. Ihre Aufseher spielen mit den Gefangenen ein sadistisches Spiel: Russisches Roulette. Michael sieht nur eine Fluchtmöglichkeit. Er schlägt den Vietkong eine noch tödlichere Variante vor …

„The Deer Hunter“ ist einer der Filme, bei denen ich nicht so recht weiß, was ich mit ihnen anfangen soll. Denn irgendwie ist er nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ich denke, irgendwie soll darin gezeigt werden, wie der Krieg die drei Männer verändert und größtenteils zugrunde richtet. Dafür wird aber die Brutalität des Krieges irgendwie nicht krass genug dargestellt. Michael Cimino ver(sch)wendet sehr viel Zeit auf die Vorstellung der drei Männer und der Gemeinschaft in der sie leben. Dann sind sie kurz im Krieg und schon zeigt er die Folgen. Das ist alles ein wenig schnell, und das obwohl der Film mit ca. 175 Minuten doch recht lang ist.

Wenn das ein (Anti-)Kriegsfilm sein soll, dann habe ich das schon besser gesehen …

Leben!

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Mai 2017 by lady8jane
Leben! von Zhang Yimou

Leben! von Zhang Yimou

Fugui und Jiazhen überstehen turbulente Ereignisse in China, wobei sie von reichen Landbesitzern zum einfachen Landvolk absteigen. Der Spielsucht verfallen, verliert Fugui alles. In den folgenden Jahren wird er sowohl in die nationale als auch die kommunistische Armee gezwungen, während Jiazhen niedere Dienste verrichten muß. Sie gründen eine Familie und schaffen es, von den 40er bis in die 70er Jahre zu überleben …

Von Zhang Yimou kannte ich bisher nur die oppulenten Martial Arts Streifen „Hero“ und „House of Flying Daggers“, die beide ziemlich gut sind. „Leben!“ ist da ganz anders. Und trotzdem nicht weniger gut. Zhang Yimou scheint einfach ein Händchen für ausgezeichnete Filme zu haben.

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Pickpocket

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. April 2017 by lady8jane
Pickpocket von Robert Bresson

Pickpocket von Robert Bresson

Michel begeht als Hobby Taschendiebstähle und wird umgehend verhaftet. Dies gibt ihm die Möglichkeit, über die Sittlichkeit von Kriminalität nachzudenken. Nach seiner Entlassung stirbt jedoch seine Mutter. Er lehnt die Unterstützung seiner Freunde Jeanne und Jacques ab und fängt, nachdem er Unterricht bei einem Fachmann erhalten hat, wieder mit dem Taschendiebstahl an, denn dies ist für ihn der einzige Weg sich auszudrücken …

Es gibt sehr gute französische Filme, ich habe schon einige gesehen, die mich einfach nur umgehauen haben. Aber die, für die sich die SZ-Redaktion entschieden hat, sind irgendwie alle … blöd. Auch „Pickpocket“ ist da keine Ausnahme.

Gut, er ist nicht so grauenhaft wie „Die Verachtung“, man kann ihn sich anschauen, ohne daß man körperliche Schmerzen erleidet. Aber er ist auch nicht überragend. Tatsächlich ist er irgendwie völlig belanglos. Es passiert nichts auch nur ansatzweise überraschendes oder interessantes. Man könnte es sich also auch sparen den Film anzusehen. Völlig und total sparen.

Arsen und Spitzenhäubchen

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. März 2017 by lady8jane
Arsen und Spitzenhäubchen von Frank Capra

Arsen und Spitzenhäubchen von Frank Capra

Zwei scheinbar harmlos-liebenswürdige alte Damen frönen einem seltsamen Hobby: Sie vergiften ältere Herren, die dann von ihrem Bruder im Keller mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Durch Zufall entdeckt der Neffe Mortimer (Cary Grant) das makabre Treiben – aber kann man zwei alte Tanten verraten?

„Arsen und Spitzenhäubchen“ ist ein echter Knaller! Den Film kann ich immer mit Vergnügen ansehen, was nicht zuletzt auch an Cary Grant liegt, der hier einmal nicht als Charmeur und Liebhaber brilliert, sondern zeigt, daß in ihm auch ein großer Komödiant steckt.

Aber er wird hier auch in eine Situation geworfen, die so absurd wie komisch ist. Dabei fängt alles so harmlos an, die Tanten sind süß, der Onkel zwar eindeutig verrückt, aber doch friedlich und „pflegeleicht“. Und dann platzen nach und nach immer heftigere Bomben …

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Hiroshima mon amour

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Februar 2017 by lady8jane
Hiroshima mon amour von Alain Resnais

Hiroshima mon amour von Alain Resnais

Hiroshima, 1957: Eine junge Französin (Emmanuèle Riva), dreht in Hiroshima einen Antikriegsfilm. Ein paar Stunden vor ihrer Rückkehr nach Frankreich beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre mit einem Japaner (Eiji Okada). Der Geliebte ruft bei der Französin schmerzliche Erinnerungen wach an ihre tragische Liebe zu einem deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Der Aufenthalt in Hiroshima und die intensiven Gespräche mit dem Geliebten werden für sie zur Vergangenheitsbewältigung.

Die Geschichte, die in „Hiroshima mon amour“ erzählt wird, ist eigentlich ziemlich spannend. Eine junge Französin verliebt sich in einen verheirateten Japaner (eigentlich nur ein One-Night-Stand) und wird dadurch an ihre erste große Liebe erinnert, einen deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Vor allem aber daran, wie sie von der französischen Bevölkerung behandelt wurde, nachdem die Besatzung vorbei war.

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Verfolgt

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Januar 2017 by lady8jane
Verfolgt von Raoul Walsh

Verfolgt von Raoul Walsh

Nach dem Tod seiner Eltern wächst Jeb Rand (Robert Mitchum) mit dem Geschwisterpaar Thorley (Teresa Wright) und Adam Callum auf. Unerklärliche Albträume quälen Jeb, die eng mit einem dunklen Geheimnis seiner Kindheit verknüpft sind. Als junger Mann zieht er in den spanisch-amerikanischen Krieg und kehrt als Held zurück. Während sich die hübsche Thorley in den starken, charakterfesten Jeb verliebt, wird Adams Hass auf den Zurückgekehrten, der einmal sein Erbe mit ihm teilen wird, größer und größer. Doch ein tödlicher Zwischenfall verwandelt Thorleys Gefühle in Hass, und Jeb wird vom Geliebten zum Gejagten…

Robert Mitchums Präsenz garantiert eigentlich schon, daß „Verfolgt“ kein 08/15-Western werden kann. Dazu ist der Mann einfach zu düster, zu wenig typisch-heldenhaft. Und dieses düstere Charisma wird hier noch (wie schon bei „Die Nacht des Jägers“) durch entsprechende, einfach großartige Schwarz-Weiß-Bilder unterstützt. Dabei ist er diesmal wirklich der Held des Films und nicht der Bösewicht.

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Prince of the City

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Dezember 2016 by lady8jane
Prince of the City von Sidney Lumet

Prince of the City von Sidney Lumet

Was ist die stärkste menschliche Beziehung? Zwischen Mutter und Kind? Zwischen Liebenden? Zwischen Freunden aus Kindertagen? Es gibt vielleicht eine, die noch stärker ist: die Verbindung zwischen einem Polizisten und seinen Kollegen – eine Verbindung, die einen Code des Stillschweigens voraussetzt, wenn die Vertreter des Gesetzes selbst gegen dieses verstoßen.

Basierend auf der Geschichte von Robert Daley über eine tatsächliche Untersuchung in New York City, schildert „Prince of the City“ die wahre Geschichte über einen Cop, der sich diesem Code wiedersetzt – und dafür zahlt …

Mit „Prince of the City“ werde ich einfach nicht warm. Der Film ist öde, aber total! Dabei hat die Geschichte doch Potential. Ein Cop entdeckt sein Gewissen und sagt aus über all die krummen Geschichten, die er in seiner Dienstzeit mitbekommen hat. Schließlich muß er sogar gegen seine Freunde aussagen, alles in allem also ein großes persönliches und politisches Drama.

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