Archive for the SZ-Cinemathek Category

Manhattan

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Januar 2019 by lady8jane
Manhattan von Woody Allen

Manhattan von Woody Allen

Der 42-jährige Isaac Davis (Allen) hat einen Job, den er haßt, eine Freundin (Mariel Hemingway), die er als zu jung empfindet und eine lesbische Exfrau namens Jill (Meryl Streep), die gerade ein Enthüllungsbuch über ihre Ehe schreibt … und die er am liebsten erwürgen würde. Dann aber verliebt er sich Hals über Kopf in Mary (Diane Keaton), die attraktive, intellektuelle neue Flamme seines besten Freundes. Isaac verläßt die blutjunge Tracy, wirbt um Mary, wirft seinen Job hin und beginnt seine Suche nach Romantik und Erfüllung in einer Stadt, in der Sex so intim ist wie ein Handschlag – und der Weg zur wahren Liebe durch eine Drehtür führt.

Ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch der Welt, der vorher noch nie einen Film von Woody Allen gesehen hat. „Manhattan“ ist also mein erster Woody Allen Film und ich muß sagen, jetzt wo ich ihn gesehen habe, verstehe ich, wieso alle Leute so einen Wirbeln um ihn machen. Der Streifen ist brillant!

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Die große Illusion

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Dezember 2018 by lady8jane
Die große Illusion von Jean Renoir

Die große Illusion von Jean Renoir

1917 in einem deutschen Lager: eine Gruppe von französischen Gefangenen, darunter der Aristokrat Boieldieu, der Arbeiter Maréchal und der jüdische Bänker Rosenthal, bereitet ihre Flucht vor. Im letzten Moment werden sie in eine Festung verlegt, kommandiert von Herrn von Rauffenstein, mit dem sich Boieldieu anfreundet …

„Die große Illusion“ ist einer dieser Filme, die auf angenehme Weise „französisch“ sind. Ja, auch hier wird mehr diskutiert und gesprochen, ja, auch hier menschelt es und ist gefühlig und melancholisch und herzergreifend traurig. Aber dadurch schafft es der Film eine Größe, eine Wärme und einen Ernst zu entwinkeln, die ihn lange in Erinnerung bleiben lassen.

Maréchal ist dabei der menschlichste der Charaktere, der mit dem ich mich am meisten identifizieren konnte. Aber auch die anderen sind angenehm vielschichtig und human gezeichnet, und das wo „Die große Illusion“ doch eigentlich ein Kriegsfilm ist. Auf seine (wie gesagt, sehr „französische“ Weise) zeigt dieser Film auch die Schrecken des Krieges, das inhumane. Denn indem er die Soldaten beider Kriegsparteien in ihrer Menschlichkeit darstellt, ja sie sich sogar annähern und anfreunden läßt, führt er die Absurdität des Krieges deutlich vor Augen.

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Rashomon

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. November 2018 by lady8jane
Rashomon von Akira Kurosawa

Rashomon von Akira Kurosawa

Im „Wald der Dämonen“ überfällt der Räuber Tajomaru (Toshirô Mifune) einen Samurai und dessen Frau, die er vor den Augen ihres Mannes vergewaltigt. Später wird der Ehemann ermordet aufgefunden. Was geschehen ist, sollen die Zeugen der brutalen Tat klären. Doch jeder macht eine andere Aussage. Eine unheimliche Geschichte, die ein tödliches Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven schildert. Hier spiegeln sich menschliche Schwächen und Läuterungen wider und zeigen deutlich, wie fließend die Grenze zwischen Wahrheit und Unwahrheit ist.

Es gibt Filme, die einen einfach nur sprachlos zurücklassen, weil sie so gut sind. „Rashomon“ ist für mich einer dieser Filme und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Zunächst sollte ich aber vielleicht sagen, daß der Film „Rashomon“ mit dem gleichnamigen Buch nur bedingt etwas zu tun hat. Akria Kurosawa hat sich lediglich zwei Geschichten aus der Kurzgeschichtensammlung genommen (eine als Rahmenhandlung, eine als Haupthandlung) und daraus einen ungeheuer dichten und spannenden Film gewoben. Da wünscht man sich, daß noch mehr dieser Geschichten verfilmt werden würden …

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Butch Cassidy und Sundance Kid

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Oktober 2018 by lady8jane
Butch Cassidy und Sundance Kid von George Roy Hill

Butch Cassidy und Sundance Kid von George Roy Hill

Die beiden Outlaws Butch Cassidy (Paul Newman) und Sundance Kid (Robert Redford) bereiten mit ihrer Bande einen Überfall auf die Union-Pacific-Bahn vor. Ihr kühner Plan: Gleich zweimal wollen sie den Zug ausrauben. Der erste Coup verläuft glatt, doch als sie das zweite Mal zuschlagen, wartet bereits der Sheriff im Zug auf sie. Nur knapp können sie der Falle entkommen und fliehen. Eine furiose und abenteuerliche Verfolgungsjagd quer durch die USA beginnt.

„Butch Cassidy und Sundance Kid“ ist an jeder Stelle einfach nur toll! Natürlich bin ich voreingenommen, weil ich, wie schon mehrfach erwähnt, Western einfach verdammt gerne mag. Aber dieser Western hier ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes.

Das beginnt natürlich schon mit dem Duo Paul Newman und Robert Redford, das einfach immer genial ist. Jeder, der schon einmal „Der Clou“ mit den beiden gesehen hat, wird mir da zustimmen. Aber vielleicht hätte man die zwei Schauspieler nicht in diesem wunderbaren Film gesehen, wenn sie vorher nicht diesen Western gespielt und darin begeistert hätten.

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Fahrstuhl zum Schafott

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. September 2018 by lady8jane
Fahrstuhl zum Schafott von Louis Malle

Fahrstuhl zum Schafott von Louis Malle

Florence Carala und ihr Liebhaber Julien Tavernier planen zusammen das perfekte Verbrechen an ihrem Ehemann. Julien konstruiert ein unanfechtbares Alibi. Er tötet Simon Carala und täuscht einen Selbstmord vor. Durch Zufall, der Portier hat den Strom abgestellt, bleibt Julien im Fahrstuhl stecken. Während er versucht, zu entkommen, stehlen Jugendliche sein Auto und töten zwei deutsche Touristen. Nun wird nach Julien gefahndet aufgrund eines Verbrechens, dass er nicht begangen hat …

Eigentlich ist „Fahrstuhl zum Schafott“ ein ziemlich guter Film. Die Aufnahmen sind schlicht brillant, allein wie Jeanne Moreau als Florence Carala die ganze Nacht lang durch Paris streift, um ihren Liebhaber zu suchen … genial! Die Aufnahmen sind so strahlend und gleichzeitig so düster, ganz wunderbar.

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Lohn der Angst

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. August 2018 by lady8jane
Lohn der Angst von Henri-Georges Clouzot

Lohn der Angst von Henri-Georges Clouzot

WOAH! Wenn ich mir vorstelle, daß ich einen exzellenten Film wie „Lohn der Angst“ ohne die SZ-Cinemathek nie gesehen hätte. Was wäre das für ein Verlust gewesen! Und darum geht es:

Gestrandete Existenzen in Las Pietras in Venezuela, einer trostlosen Stadt am „Ende der Welt“. Doch eines Tages gibt es eine Chance: Eine Ölquelle, 500 km entfernt, ist in Brand geraten. Es gibt nur eine Möglichkeit, das Feuer zu löschen, nämlich eine Ladung Nitroglyzerin zu zünden. Dazu muß die explosive Ladung auf behelfsmäßig hergerichteten Lastwagen zum Brandort gefahren werden. Ein Himmelfahrtskommando durch unwegsames und völlig ungesichertes Gelände. Vier Männer gehen gegen eine Höchstbezahlung von 2.000 Dollar das Risiko ein und wagen die gefährliche Fahrt, auf der jede Unebenheit die Ladung zur Explosion bringen kann …

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Was geschah wirklich mit Baby Jane?

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Juli 2018 by lady8jane
Was geschah wirklich mit Baby Jane? von Robert Aldrich

Was geschah wirklich mit Baby Jane? von Robert Aldrich

Zwei alternde Filmschauspielerinnen leben einsam in einem alten Hollywood-Anwesen. „Baby Jane“ Hudson, ehemals ein erfolgreicher Kinderstar, kümmert sich um ihre verkrüppelte Schwester Blanche, selbst ein 30er Jahre- Filmstar, die Ihre Karriere nach einem Unfall beenden mußte. Nun leben die beiden zusammen …

Für mich ist „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ eine der großen Entdeckungen der SZ-Cinemathek. Dieser Film haut einen einfach um. Ich hätte niemals, niemals gedacht, daß so ein Film 1962 überhaupt möglich gewesen ist.

Bette Davis als „Baby Jane“ Hudson und Joan Crawford als Blanche Hudson sind schlicht genial. Es ist erstaunlich, mit wie viel Verve sich die beiden Hollywood-Diven in ihre Rollen werfen, die doch so ganz anders sind als das, was sie bis dato gespielt haben. In diesem Film sind sie nicht schön, nicht strahlend. Stattdessen sind sie alt, einsam und (in Bette Davis Fall) alkoholsüchtig und völlig durchgeknallt.

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