Archive for the deAgostini Film-Klassiker Category

Freddy und das Lied der Südsee

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. Juni 2010 by lady8jane
Freddy und das Lied der Südsee von Werner Jacobs

Freddy und das Lied der Südsee von Werner Jacobs

Der junge Seeman Freddy Petersen läßt sich im Hafen von Atuana eine „Wunderflasche“ aufschwatzen, die dem Besitzer einen großen Wunsch erfüllen soll. Freddy träumt schon lange von einem eigenen Haus – und tatsächlich erbt er bald darauf von einem Onkel eine Villa auf einer Südseeinsel. Mit seinen Freunden Hein und Hannes nimmt er das Anwesen in Augenschein und erfährt, sein Onkel habe dort ein Vermögen versteckt. Dem jagt jedoch auch der Bösewicht Siebzehnstern nach.

Nachdem mir die ersten beiden Filme mit Freddy Quinn ganz gut gefallen haben, bin ich von „Freddy und das Lied der Südsee“ ziemlich enttäuscht. Anders als in „Freddy und die Melodie der Nacht“ und „Freddy, die Gitarre und das Meer“, in denen Freddy Quinn nur zwei bis drei Lieder gesungen hat, ist dieser Film über weite Strecken nur Kulisse für schmalzige Lieder. Wer (wie ich) der Meinung ist, daß schon in Disneyfilmen zu viel gesungen wird, der sollte um diesen Streifen auf alle Fälle einen großen Bogen machen.

Dazu kommt, daß die Eingeborenen wahlweise Hawaiianer, Afrikaner oder Chinesen sind, die aber allesamt irgendwie zum selben Stamm gehören. Die Kulisse ist zwar wunderschön, aber das kann es einem dann doch verleiden. Zumal die Story einfach nur noch flach und Freddy Quinn immer noch kein besserer Schauspieler ist.

Also einfach: abschalten!

Lady Windermeres Fächer

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. Mai 2010 by lady8jane
Lady Windermeres Fächer von Heinz Hilpert

Lady Windermeres Fächer von Heinz Hilpert

Von der feinen Londoner Gesellschaft wurde Mrs Erlynne einst verstoßen – nun kehrt sie nach Jahren in Amerika in die britische Hauptstadt zurück und versucht erneut, in deren vornehmen Kreisen Fuß zu fassen. Ihre Tochter, derweil Lady Windermere, erkennt die Mutter nicht. Mrs Erlynne offenbart sich dem Schwiegersohn, der seiner Gattin gegenüber aber schweigt, um diese zu schonen: Die Verwandtschaft mit Mrs Erlynne öffentlichlich zu machen würde einen Skandal provozieren.

Was den Film „Lady Windermeres Fächer“ angeht, bin ich ziemlich zwiegespalten. Einerseits ist er, für sich alleine betrachtet, sehr gut gemacht. Gerade die Schnittechnik und Regieführung ist großartig. Zum Beispiel werden zu Beginn der Tagesanfang von Lady Windermere und der von Mrs Erlynne gegeneinander geschnitten, so daß der Kontrast zwischen den beiden Frauen und ihren Lebenswelten deutlich dargestellt wird. Auch die Schauspieler brauchen sich nicht verstecken, man merkt ihnen ihre Spielfreude an, die Dialoge sind pointiert, der Ausdruck immer treffend.

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Fridericus – Der Alte Fritz

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. April 2010 by lady8jane
Fridericus - Der Alte Fritz von Johannes Meyer

Fridericus - Der Alte Fritz von Johannes Meyer

Anfang der 1760er-Jahre steht der Siebenjährige Krieg, in dem Preußen gegen die europäischen Großmächte Österreich, Frankreich und Russland kämpft, kurz vor der Entscheidung. Die preußische Armee hat verheerende Niederlagen erlitten; Friedrich der Große entgeht in Brandenburg nur knapp der Gefangennahme durch österreichische Verschwörer. Mit allen verfügbaren Truppen sowie General Zietens Husaren kann Friedrich dann aber Berlin den Russen entreißen und den Sieg erringen.

„Fridericus – Der Alte Fritz“ ist ohne Zweifel ein künstlerisch sehr gut gemachter Film. Schnitt, Beleuchtung, Musik, die schauspielerische Leistung, alles ist topp. Gerade durch den Kunstgriff, nicht linear zu erzählen, sondern einzelne Szenen aneinanderzureihen, quasi schlaglichtartig verschiedenste Begebenheiten und Begegnungen aus den Leben Friedrichs II. zu beleuchten, entsteht eine ganz eigene Dynamik und Spannung.

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Paradies der Junggesellen

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. März 2010 by lady8jane
Paradies der Junggesellen von Kurt Hoffmann

Paradies der Junggesellen von Kurt Hoffmann

Ein Kameradschaftstreffen der ehemaligen Besatzung des U-Boots „Victoria“ führt die Freunde Hugo Bartels, Dr. Balduin Hannemann und Cäsar Spreckelsen wieder zusammen. Balduin und Cäsar sind Junggesellen, der Standesbeamte Hugo ist gerade von seiner zweiten Ehefrau geschieden worden. Die Männer beschließen, ihr Leben fortan ohne Frauen zu genießen – und ziehen in eine gemeinsame Wohnung. Bald aber stellt sich heraus, daß es nicht so einfach ist, der Liebe zu entsagen.

Daß „Paradies der Junggesellen“ so ein charmanter Film ist, liegt nicht so sehr an seinem Hauptdarsteller Heinz Rühmann als Standesbeamter Hugo. In ähnlichen Rollen (Womanizer, aber etwas vertrottelt) hat man den Rühmann schon oft gesehen und ganz ehrlich, irgendwann wird es langweilig. Schade eigentlich, denn daß er auch ganz anders kann hat er ja mehrfach bewiesen. Aber wahrscheinlich hat man im Dritten Reich (der Film ist von 1939) keinen allzugroßen Wert auf Charakterrollen gelegt.

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Der Kaiser von Kalifornien

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. Februar 2010 by lady8jane
Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker

Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker

Von Schuldnern bedrängt, flieht der Schweizer Buchdrucker Johann August Suter in den 1830er-Jahren nach Amerika, zunächst ohne seine Familie. Nach einer abenteuerlichen Reise gelingt es Suter, mitten im „Wilden Westen“ Kaliforniens Land zu pachten. Bald nennt er ein riesiges Agrarimperium im Sacramento-Tal sein eigen. Auf dem Gipfel des Erfolgs läßt Suter Frau und Kinder nachkommen. Als auf seinem Land Gold entdeckt wird, bahnt sich eine Katastrophe an.

„Der Kaiser von Kalifornien“ ist ein ganz erstaunlicher Film. 1935 wurde die deutsche Produktion zum größten Teil in den USA gedreht und mit den allergeringsten Mitteln finanziert. Trotzdem (und dank Luis Trenkers einnehmenden Wesen und Improvisationstalent) sind dabei äußerst sehenswerte Aufnahmen entstanden.

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Amphitryon

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. Januar 2010 by lady8jane
Amphitryon von Reinhold Schünzel

Amphitryon von Reinhold Schünzel

Amphitryon, Feldherr der Thebaner, kämpft seit langem gegen die Truppen aus Böotien. Inbrünstig betet seine Gemahlin Alkmene zum obersten der Götter, Jupiter: Er möge Theben den Sieg in dem zermürbenden Krieg schenken. Jupiter gefällt die schöne Frau, daher steigt er noch vor Amphitryons Rückkehr aus der Schlacht auf die Erde hinab und nimmt dessen Gestalt an, um Alkmene zu verführen. Merkur begleitet ihn – verwandelt in Amphitryons häßlichen Diener Sosias. Als der wahre Amphitryon heimkehrt, ist die Verwirrung groß.

„Amphitryon“ ist bisher der schlechteste Film, den ich je gesehen habe. Das heißt, er ist so schlecht, daß ich es nicht ertragen konnte, ihn zu Ende anzuschauen. Ich denke, es reicht zu sagen, daß es ein Sandalenfilm aus der Nazizeit ist, in denen die Leute in Dialekt und gereimt sprechen, alberne Strohhüte(!!!) tragen und generell und überhaupt bescheuert sind …

’nough said!

Der Jugendrichter

Posted in deAgostini Film-Klassiker, Hollywood with tags on 28. Dezember 2009 by lady8jane
Der Jugendrichter von Paul Verhoeven

Der Jugendrichter von Paul Verhoeven

Jugendrichter Dr. Ferdinand Bluhmes Urteile zeugen von Einfühlungsvermögen und Verständnis. Die junge Inge Schumann, die ihrem Freund Kurt bei einem Erpressungsversuch half, verdonnert Bluhme jedoch zu acht Monaten Jugendarrest um sie Kurts Einfluß zu entziehen. Als Inge mit Selbstmord droht, setzt er die Strafe zur Bewährung aus. Zugleich bringt er sie fern ihres bisherigen kriminellen Milieus in der Pension unter, in der er selbst wohnt. Das aber führt zu neuen Verwicklungen.

„Der Jugendrichter“ ist ein ganz netter kleiner Film. Heinz Rühmann als Jugendrichter ist ein wunderbar menschlicher Charakter, der in bester humanistischer Tradition sich um seine Fälle mehr kümmert als er müßte.

Natürlich spürt man immer wieder den gehobenen moralischen Zeigefinger. Belehren genauso wie unterhalten ist bei diesem Film ganz deutlich das Ziel. Trotzdem kann man ihn sich ganz gut ansehen und sogar ab und zu ein wenig schmunzeln. Alles in allem käme man aber auch ganz gut ohne den Film aus.